Der Gegenschlag

Vom Gegenschlag der DFL ist die Rede, denn die Fans erdreisten sich gerade. Sie stellen eigene Inhalte ins Netz, berichten von Spielen und das auch noch mit bewegten Bildern. Das kann die DFL nicht auf sich sitzen lassen, sie wähnt Milliarden in Gefahr.

Diese Ankündigung eines Gegenschlages mußte kommen, sie ist eine logische Konsequenz aus der Entwicklung der letzten Jahre. Die Liga braucht Geld, sie muß daher die Rechte teuer verkaufen, der gemeine Fan an sich muß dafür im Gegenzug beim Konsum der Ware Fußball einiges ertragen, sei es Sendezeiten, Kommentatoren, Analysten, Stargäste oder einfach nur die völlige Überdosis an Werbung. Ach ja, das Spiel gab es auch zu sehen, aber es rückt medial immer weiter nach hinten. So, nun machen Leute Bilder aus dem Stadion, filmen munter Spielszenen, schneiden Sequenzen aus Übertragungen heraus und mischen munter ihre eigenen Spots.

Ja, wo kommen wir denn da hin?

Genau dahin, wo die Musikbranche schon ist, wo die Tageszeitungen sind und wo das Fernsehen allgemein auch landen wird: am Boden der Tatsachen!

Das alte Modell ändert sich, die Konsumenten spielen mit. Man kann dies in sein Geschäftsmodell mit aufnehmen, ignorieren oder sich dagegen stellen. Die DFL betrachtet Fans als zahlende Statisten, die gerne klatschen und singen dürfen, fernsehgerecht. Alles andere wird nicht toleriert. Der Fan muss monetarisiert werden, alles andere ist Nebenbeigeplänkel und lenkt nur ab.

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