Seit einiger Zeit macht ein Fax die Runde, in der sich ein vermeintlicher Kunde namens Klaus über eine Bank auslässt, weil die Änderung der Kontodaten für die Abbuchung der Kreditkartenumsätze zu umständlich sei. Das Fax hängt bei uns in der Firma seit ein paar Tagen an der Küchentür und hat sicherlich für den einen oder anderen Schmunzler gesorgt.
Die im Fax erwähnte DaimlerChryslerBank findet dies nicht witzig und fordert jetzt Unterlassungserklärungen. Dabei werden sogar Leute behelligt, die den Wortlaut des Faxes komplett anonymisiert gepostet haben.
Dazu ein paar Anmerkungen:
1. Der Versuch, mit Unterlassungserklärungen die digitale Verbreitung des Faxes zu stoppen, erinnert an das Herausschöpfen von eindringendem Wasser mit einem alten Pappbecher.
2. Über das Fax könnte man schmunzeln, über derartiges Vorgehen nicht.
3. Der Umgang mit den sog. neuen Medien sollte nun langsam mal gelernt werden, oder?
4. Welches Ergebnis wird erwartet? Ein sauberes Internet, in dem nichts mehr von der DaimlerChryslerBank und ihrem vermeintlichen Kunden steht?
5. Ist der Versuch des Mundtotmachens Einzelner die Grundlage für das Aufbauen von Vertrauen möglicher Kunden gegenüber der DaimlerChryslerbank?
Die Herangehensweise der DaimlerChryslerBank wird dazu führen, dass dieses weit verbreitete Fax jetzt sicherlich noch mehr Verbreitung finden wird. Eher kontraproduktiv, oder?
Um es mit Klaus zu sagen:
In diesem Sinne verabschiede ich mich von euch und drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr beim Mittagessen nicht ins Gulasch fallt.


