Cottbus: Wahlwiderspruch wegen Einsatz von Wahlcomputern

Derartige Meldungen gehen irgendwo unter:

Die Ernennung von Brandenburgs Verkehrsminister Frank Szymanski (SPD) zum Cottbuser Oberbürgermeister soll um acht Tage auf den 29. November verschoben werden. Die für den 21. November geplante Sondersitzung der Stadtverordneten entfalle, weil noch ein Wahlwiderspruch geklärt werden müsse, sagte Stadtsprecher Peter Lewandrowski. Grund des Einspruchs: Der Chaos Computer Clubs (CCC) behauptet, es hätte Manipulationsmöglichkeiten an den Wahlcomputern gegeben.

Eigentlich müßten sich jetzt Journalisten-Massen auf das Thema stürzen, ein bisschen recherchieren, dann etwas investigativ werden und schon gäbe es ein buntes Thema für den Spätherbst.

Ach nee, ich vergaß, diese Technikthemen sind ja immer so schwer zu vermitteln, da macht man nur eine kurze Meldung draus und wenn überhaupt wird unter der Überschrift “Skuriles aus den U-S-A!” ein Artikelchen veröffentlicht, aus dem klar wird, dass in Amerika alles anders ist, aber in Deutschland alles besser. Die Vermittlung der Realität ist zu umständlich.

[ via: Jens ]

KategorienAllgemein

3 Antworten auf „Cottbus: Wahlwiderspruch wegen Einsatz von Wahlcomputern“

  1. ja, und? ich habe von Journalisten geschrieben, die das Thema verpennen, nicht von Bloggern.

  2. Die Journalisten haben das Thema immerhin schon bis in die Tagesschau gebracht und wenn die Petition ein Erfolg wird, werden viele Medien mit Sicherheit auf den Zug aufspringen.

  3. Contra und Pro Wahlmaschine:
    Problem Wahlcomputer – Stimmenthaltung ist gleich ungueltige Stimme (damit muss man wohl leben), Aber: Jeder gute Tintenstrahldrucker initialisiert sich (mit testroutine etc); dieses Recht sollte auch ein Wahlcomputer haben (Wir Menschen machen es vor: Ist das Buegeleisen aus – Ahh JA, der Stecker ist raus).
    Auch Kontrolle ist moeglich (Manuell gefuehrtes, gezaehlte Waehlerschaft muss gleich der abgegebenen Stimmen auf dem Ausdruck des Wahlcomputers sein (das kann man durch persoenliche Anwesenheit von 8-18 Uhr realisieren).
    Bisher mietete die Stadt Cottbus die Wahlcomputer und nun (nach mehrjaehrigem Test) wurden sie fuer gut befunden und vor der OB-Wahl 2006 gekauft.
    Kritiker hatten bis dahin viele Jahre Zeit ihre Zweifel anzubringen, warum erst jetzt.
    Jetzt nach dem Kauf ist es richtigerweise ein wichtiges Thema: die sichere Aufbewahrung und manipulationssichere Wartung der Geraete (auch dieses Problem werden wir loesen). Oder lehnen sie auch die Benutzung von Geldautomaten ab ?
    Fuer die, die Papier bevorzugen, haben wir in Cottbus nach wie vor die Briefwahl als Option.
    Am Wahlabend haben wir unverzueglich ein vorlaeufiges Ergebnis. Das finde ich toll und ich moechte, dass es so bleibt.
    Freundlichst S.P. aus Cottbus

Kommentare sind geschlossen.