Von Glasperlen und Incentivierungsmaßnahmen

Qype hat heute ihr Punktesystem aufgeräumt und dazu eine Incentivierungsmaßnahme namens Qype Insider gestartet. Ab 250 Punkten wird man Qype Insider, bekommt ein Qype-Päckchen mit Goodies zugeschickt und soll zukünftig zu speziellen Events eingeladen werden. Nicole sieht dort ein gewisses Ungleichgewicht, schließlich generieren die User den Content, der Qype entsprechende Einnahmen ermöglicht:

Wow! Bin ich die einzige, die hieraus “gebe Dir bunte Glasperlen für wertloses Gold!” denkt?

Nicole spricht in der Tat ein wichtiges Thema an, das sicherlich alle umtreibt, die sich mit Web 2.0 und Communities auseinandersetzen und feststellen, dass das viel zitierte AAL-Prinzip nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann. Ich unterstelle hier mal, dass Qype auf der Suche nach dem Dritten Weg ist, also die User nicht einfach nur abschöpft, aber eben auch nicht mit Geld um sich wirft, sondern einen Weg findet, der beiden Parteien Spaß macht. Ich glaube, dieser Dritte Weg ist sehr dünn, oftmals holprig, kurvig und vor allem nicht immer klar zu erkennen.

Die Motivation auf Seiten der User wird nicht immer gleich, sondern ordentlich unterschiedlich sein. Allein das macht es schwer, für die User eines Portals, die nicht nur das Portal nutzen, sondern auch Inhalte schaffen, ein passendes Incentivierungs- oder gar Kompensationsmodell zu finden. Der eine hat gerne T-Shirts, der andere nur Geld, wiederum anderen wären 5,20 EUR zusätzlich im Monat egal, für ihn zählen neue Kontakte oder interessante Neuigkeiten. Andere User freuen sich einfach, Teil einer Community zu sein und denken gar nicht über irgendwelche Sachen wie Kompensation nach, so lange der Dienst nur läuft.

Wo endet AAL und wo wird der User ernst genommen? Wie drückt man dieses Ernstnehmen am Besten aus?

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