Wie sehen erfolgreiche Social Networks aus?

Für alle, die sich gerne mit Social Networks auseinandersetzen, ist dieser Artikel sehr lesenswert, nicht nur weil der Anfang sehr deutlich ist:

Social networks suck. There is a new social network launched every other day, and they suck as well. Somewhere along the line, the evolution of social networks took a wrong turn, and we the consumers are left to choose bad from worse. Every new social network created today imitates the mistakes of the predecessors before them.

Die grundlegenden Punkte sind, dass zu viel Werbung einen negativen Effekt hat, das zu viele Features verwirren, dass ein Businessplan und Gerldverdienen eine knorke Idee sind und das letztendlich die Spezialisierung auf eine Nische sinnvoll sind. MySpace ist also eigentlich schon vorbei, nach diesen Kriterien jedenfalls.

Ich finde diese Punkte sehr interessant. Letztendlich ist dann die Frage, welche Nischen sinnvoll zu besetzen sind und auch die entsprechende Reichweite haben. Ich bezweifle mal stark, das das virtuelle Rumlungern in einer Nische auf Dauer Spaß bringen wird. Aber lustig wäre eine Vernetzung zwischen den Nischen, oder? Ich glaube, dass in der Tat die Hinwendung zur riesigen Masse und dem merkbefreiten Zählen von Freunden, die man nicht kennt, nicht wirklich ein funktionierendes soziales Netzwerk ausmacht.

Es muß doch darum gehen, dass man in einem sozialen Netzwerk ein Subset seines sozialen Netzwerkes abbilden kann, und dann durch die Transparenz der Vernetzung neue Kontakte findet, aber eben mit einer Anzahl, die man verkraften kann. Ich kenne nun nicht wirklich jedes der gefühlten ca. 500 Trillionen sozialen Netzwerke des letzten Jahres, aber mir erscheint, dass die primäre Ausrichtung immer noch Jagen und Sammeln von Kontakten ist, aber nicht eine eher lockere Verknüpfung anhand von losen Ideen und Interessen.

Wie ist Eure Erfahrung mit sozialen Netzwerkdingern?

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4 Antworten auf „Wie sehen erfolgreiche Social Networks aus?“

  1. Der Charme von MySpace erschliesst sich mir leider überhaupt nicht. Ewig lange Ladezeiten, weil die Userseiten vollgemüllt sind mit nervigen Gifs, Videos und man sich dann auch noch nervige Musik anhören muss. Die seitenlangen Gästebucheinträge bestehen nur aus Bildern und \”Thanks for the add!\”. Man kommt sich vor, wie wenn man das Kinderzimmer eines Teenagers betritt. Geschmacklose Farben, schreckliche Poster, nervige Musik und noch komischere Freunde. Vielleicht kommen ja bald neue Netzwerke, wo man sehen kann welche Netzwerke miteinander befreundet sind. Ein paar weniger Features, ein paar weniger Kopien und ein paar mehr innovative Ideen. Das wäre doch mal ein guter Anfang.

  2. Ich denke in kürze werden Social Networks nur noch ein Teil des persönlichen Hubs sein. Dass MySpace so zugepflastert wird, ist schon ein erstes Anzeichen dafür, dass die User nicht nur Freunde wollen sondern sich viel mehr eine digitale Identität schaffen mit allem was sie gut finden. Diese Aufgabe wird ein Hub erfüllen, dass dann eben auch die Kontakte aus Xing, die Freunde aus MySpace und die Bookmarks von del.icio.us kombiniert usw.

  3. Social Networks? Brennen, wenn man sie beschiesst.

    Spass beiseite, wieviele soziale Netwerke haben denn aus der Zeit von 1999 überlebt? Welche von 2003? Es gibt immer noch mehr Features, aber nach einer Weile sind sie dann langweilig, uncool, die Typen nerven, es passiert nichts Neues, und das war´s dann. Sogar die Leute vom erfolgreichen jetzt.de wissen genau, dass sie nach ein paar wenigen Jahren ihre Nutzerbasis ausgetauscht haben. Businessmodell? Wer surft, zahlt nicht.

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