Sleevenotez – Musikmetadaten nett aufbereitet

Jedes Mal wenn ich Stefan Glänzer sehe, sage ich ihm, wie beigeistert ich von Last.fm bin, weil es einfach dazu führt, dass man mehr mit Musik machen kann und neue höhrenswerte Sachen findet. Der Kern von Last.fm ist Audioscrobbler, das protokolliert, was man so alles hört. Dazu gibt es eine API und Firmen, die sie nutzen. Allerdings sehe ich Stefan nur 1-2 Mal im Jahr, so daß es nicht in eine unerträgliche Lobhudelei ausartet.

Ganz neu ist Sleevenotez, die über Audioscrobbler sehen, was man hört und dazu eine nette Seite aufbereiten, mit Daten u.a. von Wikipedia, Flickr, Youtube und Amazon. Das ist sehr cool, gerade wenn man neue Musik gefunden hat und mehr über den Hintergrund der Band erfahren möchte.

Vom Ansatz her macht Sleevenotez genau das, was man derzeit als Web 2.0 ansieht: über Schnittstellen werden Daten zusammengetragen, der User steht im Mittelpunkt und heraus kommt etwas Nützliches für den User. Praktisch.

Letztendlich ist das ein klarer Fall für eine Widget-Anwendung, man sieht, was gespielt wird, clickt drauf und bekommt dann die Detail-Infos, die man haben will.

[ via: Sleevenotez: The thin portal of widgets at Vecosys ]

Codermotivationslyrik

Code Monkey ist ein herrlicher Song:

Code Monkey get up get coffee
Code Monkey go to job
Code Monkey have boring meeting
With boring manager Rob
Rob say Code Monkey very dilligent
But his output stink
His code not ?functional? or ?elegant?
What do Code Monkey think?
Code Monkey think maybe manager want to write god damned login page himself
Code Monkey not say it out loud
Code Monkey not crazy, just proud
[…]

mehr vom Songtext und den Song zum Anhören bei Jonathan Coulton: Code Monkey. Der Künstler hat ein Blog, bietet alle seine Songs unter einer Creative Commons Lizenz zum Download an, einige sogar kostenlos, und hat für Code Monkey einen Remix-Contest gemacht. Mit einem Majorlabel wäre das nicht passiert. So nutzt Jonathan Coulton relativ sinnig die Möglichkeiten, die ihm das Web zur Vermarktung bieten.

[ via: VentureBlog: New Marketing Gurus: Tariq Krim and Jonathan Coulton ]

DRM-freie MP3s demnächst bei Amazon?

Amazon To Enter Crowded Download Market With MP3 Only Store, wenn an dieser Meldung etwas dran wäre, dann käme dies einer ziemlichen Eruption im Musikmarkt gleich. Derzeit beharrt die Musikbranche weiterhin darauf, die Anbieter von Musikplattformen mit DRM-verkrüppelter Musik zu gängeln, obwohl eigentlich jedem klar ist, dass der Konsument kein Interesse an DRM und den damit verbundenen Umständlichkeiten hat.

Wenn Amazon nun wirkliche MP3s anbietet, die man sich herunterladen und nutzen kann wie und wo man will, dann beginnt der Musikmarkt wieder mehr Spaß zu machen. Dann müssen nämlich andere nachziehen und die Vielfalt an Angeboten wird größer und umfangreicher. Ich bin allerdings skeptisch, dass wirklich viele Major-Labels bei diesem Unterfangen mitmachen.

Weihnachtliche Beschallung

Na klar, seit Oktober hört man “Last Christmas” und “Do they know it’s Christmas” in den unterschiedlichsten Interpretationen, aber irgendwie gehört natürlich auch Musik zu einem besinnlichen Weihnachtsfest dazu.

Hier ist meine Weihnachtsmusikliste:

Christmas With the Rat Pack

Dreamin’ & Swingin’ Christmas, Bert Kaempfert & His Orchestra

Phil Spector S Christmas Album

Was kommt bei Euch auf die Playlist?

Wie sehen erfolgreiche Social Networks aus?

Für alle, die sich gerne mit Social Networks auseinandersetzen, ist dieser Artikel sehr lesenswert, nicht nur weil der Anfang sehr deutlich ist:

Social networks suck. There is a new social network launched every other day, and they suck as well. Somewhere along the line, the evolution of social networks took a wrong turn, and we the consumers are left to choose bad from worse. Every new social network created today imitates the mistakes of the predecessors before them.

Die grundlegenden Punkte sind, dass zu viel Werbung einen negativen Effekt hat, das zu viele Features verwirren, dass ein Businessplan und Gerldverdienen eine knorke Idee sind und das letztendlich die Spezialisierung auf eine Nische sinnvoll sind. MySpace ist also eigentlich schon vorbei, nach diesen Kriterien jedenfalls.

Ich finde diese Punkte sehr interessant. Letztendlich ist dann die Frage, welche Nischen sinnvoll zu besetzen sind und auch die entsprechende Reichweite haben. Ich bezweifle mal stark, das das virtuelle Rumlungern in einer Nische auf Dauer Spaß bringen wird. Aber lustig wäre eine Vernetzung zwischen den Nischen, oder? Ich glaube, dass in der Tat die Hinwendung zur riesigen Masse und dem merkbefreiten Zählen von Freunden, die man nicht kennt, nicht wirklich ein funktionierendes soziales Netzwerk ausmacht.

Es muß doch darum gehen, dass man in einem sozialen Netzwerk ein Subset seines sozialen Netzwerkes abbilden kann, und dann durch die Transparenz der Vernetzung neue Kontakte findet, aber eben mit einer Anzahl, die man verkraften kann. Ich kenne nun nicht wirklich jedes der gefühlten ca. 500 Trillionen sozialen Netzwerke des letzten Jahres, aber mir erscheint, dass die primäre Ausrichtung immer noch Jagen und Sammeln von Kontakten ist, aber nicht eine eher lockere Verknüpfung anhand von losen Ideen und Interessen.

Wie ist Eure Erfahrung mit sozialen Netzwerkdingern?