Widgets eine dolle Sache oder nur Hype?

Nick Denton mag keine Widgets, schreibt er in HYPEBUSTING: Against widgets und so sehr ich es begrüße, dass ein wenig mehr über aktuelle Entwicklungen reflektiert wird anstatt immer nur das übliche Geschwafel zu wiederholen, kann ich Nick Dentons Argumente nicht nachvollziehen:

1. A violation of blog principles. […]
2. A sluggish page is a bad page. […]
3. Statistics. […]
4. Business model. […]

Das ist ja nun mal totaler Quatsch. Wer definiert denn meine Blog-Prinzipien, wenn nicht ich selber? Wenn ich ein Blog mit einer völlig ollen Blogroll haben will, dann ist das genau so gut oder schlecht wie eine massive Sammlung Widgets. Jeder so, wie er mag. Ladezeiten sind ein weiteres Thema, das keines ist. Wenn ich viele Widgets oder Videos haben will, dann geht das zu Lasten der Performance. Statistiken von Widgets-Anbietern mögen geschönt sein, aber das ist bei IVW-gezählten Bildergalerien auch eher Mumpitz. In der Tat wird das Tracken von Widgets noch ein spannendes Geschäftsfeld werden, da dies erst in einigen zaghaften Versuchen zu erkennen ist. Der letzte Punkt ist der spannendste, denn die Businessmodelle sind gerade erst dabei, sich zu entwickeln. Einhergehend damit sehen wir dann eine Abkehr vom tradierten Portalmodell und einen interessanteres Gerangel um die Aufmerksamkeit der Leser.

Das Thema Widgets wird dieses Jahr noch ziemlich entwickeln.

[ via: HYPEBUSTING: Against widgets – Valleywag ]

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4 Antworten auf „Widgets eine dolle Sache oder nur Hype?“

  1. Am schnellsten lädt immer noch eine leere, weisse Zen-Seite. Macht auch weniger Arbeit.
    Ansonsten: Lahme Widgets sind doof. Praktische Widgets sind paktisch (und gutes Marketing). Und VCs, die pure Widgets finanzieren, müssen zum Arzt.

  2. Naja, ist letztenendes auch Geschmackssache. Aber jemand wie ich, der Widgets vor allem wegen Geschwindigkeitsaspekten tatsächlich nicht mag, gibts ja immer noch die Adblock-Extension bei Firefox ;)

  3. So lange die Seite halbwegs ohne Flash oder Java, bedienbar bleibt habe ich kein Problem mit deren Anwesenheit. Jedoch nervt mich auch, dass mein eigentlich schneller Zugang durch nichtssagende oder gar unerwünschte Funktionalitäten ausgebremst wird. Somit tendiere ich zunehmend wieder zu nur-Text-Systemen oder dem wahren Leben.

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