SPD-Landesvorstand tritt geschlossen zurück – alles andere wäre auch nicht mehr vermittelbar gewesen.
Allerdings: Die eigentlichen Verantwortlichen für das sinnlose Gekaspere in Hamburg sind die sieben Kreisfürsten. Die Kreisvorsitzenden sollten ebenfalls ihren Hut nehmen, denn sie haben diese Situation maßgeblich verbockt. Unter den Kreisvorsitzenden gab es Unzufriedenheit mit Petersen und Dorothee Stapelfeldt wurde als Notlösung aus dem Hut gezaubert. Man versucht aber nicht, den König aus dem Land zu laden, wenn man keine Ahnung hat, wer es danach machen soll. Nun stellen alle fest, dass die SPD Hamburg ein ziemliches Problem hat. Klar hat sie das, und es fängt bei der Verantwortungslosigkeit der Kreisvorsitzenden an, die den Landesvorsitzenden demontiert haben, ohne eine Alternative zu haben. Ich dachte, das lernt man frühzeitig bei den Jusos oder beim Geklüngel im Ortsverein.
Am Tag des Rücktritts des Landesvorstands sieht die Situation der Hamburger SPD so aus: kein Landesvorsitzender in Sicht, kein Spitzenkandidat. In den letzten Wochen haben alle möglichen Kandidaten sich nicht mit Ruhm bekleckert. Also müsste jetzt jemand von aussen geholt werden, aber bei der Dilettantentruppe hat natürlich niemand Lust auf die Aufgabe, vor allem niemand, der derzeit eine wichtige Funktion inne hat und von dem man erwarten könnte, dass er 2008 Ole von Beust ersetzen wird. Die Kreisfürsten sind alle nicht in der Lage, mehr Verantwortung zu übernehmen, sie haben augenscheinlich mehr als nur mangelndes Politikverständnis. Die Rolle von Mitte und Kahrs ist natürlich zentral beim derzeitigen Debakel, aber generell muß man schon sehen, dass die Kreisvorsitzenden insgesamt versagt haben.
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