Airbus im Sinkflug

Power8 heisst das Programm, mit dem in Deutschland und Frankreich 10.000 Stellen abgebaut werden sollen. Nebenbei werden auch noch Standorte geschlossen oder verkauft. Hamburg wird 800 Arbeitsplätze verlieren, so die Schätzungen.

Vor gar nicht langer Zeit wurde erst die Stadt Hamburg vor ein Ultimatum gesetzt, dass unbedingt eine Startbahnverlängerung nötig sei, für die u.a. das Mühlenberger Loch zugeschüttet werden mußte und der Hamburger Senat ordentlich tief in die Tasche greifen durfte. Im Gegenzug wurde der Verbleib in Hamburg garantiert und vor allem der Bau des A380 zugesagt. Als der Riesenflieger vorgestelt wurde, da taumelten die Airbusser vor Glück und eine Jubelmeldung jagte die nächste.

Mittlerweile wissen wir, dass das Management des deutsch-französischen Unternehmens ordentliche Fehler gemacht hat und de A380 vom Prestigeprojekt zur Pannenshow mutiert ist.

Dennoch gibt der Staat weiterhin Subventionen und Garantien, um die Arbeitsplätze zu halten. Boeing verlangt dies auch, insofern herrscht ein Stück weit Waffengleichheit. Ich frage mich allerdings, wieviel von dem derzeitigen Airbusdebakel darauf zurück zu führen ist, dass der Staat bei Airbus immer noch eine entscheidene Rolle spielt und meint, dass hier aktive Industriepolitik von Nöten sei. Wie lange wird das so noch gut gehen?

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