Bei der Süddeutschen wir Das Ende des Blogging-Wahns ausgerufen und anhand von vielen Beispielen gezeigt, dass doch nicht jedes Unternehmen selber bloggen will:
Die Begeisterung über die vielgepriesenen Potenziale von Weblogs in der Unternehmenskommunikation ist merklich abgekühlt. ?In den vergangenen Monaten haben kaum größere Unternehmen den erfolgreichen Schritt in die Blogosphäre geschafft?, stellt der Initiator der Top 100 Business Blog- Liste, Ketchum PR, fest.
Ich will mich jetzt gar nicht zu dieser bekloppten Top 100 Business Bog-Liste äussern, sondern viel lieber das schreiben, was ich sonst immer sage, wenn ich von verzweifelten Unternehmensvertretern mit großen Augen gefragt werde: “Muß jetzt jedes Unternehmen bloggen?” – Natürlich nicht, das ist totaler Tineff! Nur wer etwas zu sagen hat, kann auf das Medium Blog zurückgreifen, um die Kommunikation direkter ablaufen zu lassen und um Feedback zu bekommen, über das es sich lohnt, in einen Dialog zu treten. Weblogs sind Konversationen, wenn sich dies nicht mit der Unternehmenskultur oder dem Zeitbudget in Einklang bringen läßt, dann sollte man als Unternehmen gar nicht erst anfangen zu bloggen. Halbherziges Geschreibsel findet man viel zu viel, da kann ich auch gleich PR-Meldungen lesen.
Ich weiss selber, wie anstrengend es sein kann, ein Businessblog zu führen, bei Mabber konnte ich in den letzten Wochen auch nicht gerade ein Feuerwerk von interessanten Artikeln veröffentlichen, es gab schlichtweg nix Neues zu schreiben. Wenn man allerdings Spaß am Dialog mit dem Kunden hat und viele Themen hat, dann kann ein Businessblog sehr viel Freude bereiten, für alle Beteiligten.
Der Blogwahn ist noch lange nicht vorbei, das geht erst gerade los, wenn auch nicht überall.
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