Immer schön klimahysterisch werden

Klimaforscher warnen vor Flugreisen, Gabriel fordert eine freiwillige Abgabe von Fulgreisenden, Kühnast ist für Sylt statt Seychellen. Wann werden erste Forderungen laut, dass man nur noch unter Wasser furzen darf?

Ja, der Winter war warm, aber ist das ein Grund, jetzt durchzudrehen? Warum bedeutet in Deutschland Umweltbewusstsein immer automatisch auch Einschränkung der Lebensqualität? Mich nervt das langsam aber sicher echt gewaltig.

Und ja, mir ist es aber auch so etwas von egal, wieviel die Dienstwagen der Bundespolitiker zur Klimakatastrophe beitragen, die Flotte ist überschaubar. Viel wichtiger ist doch zu gucken, wie die Abgassituation bei der Industrie aussieht. Ich lasse auch weiterhin das Licht in der Küche brennen, wenn mir danach ist. Dafür gehe ich auch zu Fuß Brötchen holen.

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22 Antworten auf „Immer schön klimahysterisch werden“

  1. Genau. Warum soll man sich überhaupt einschränken? Mir doch egal…

  2. ja, warum wird uns seit 25 jahren immer wieder von neuem gepredigt, dass wir uns einschränken sollen und verzicht üben müssen.

    einiges ist durchaus vernünftig, vieles nur blinde hysterie.

  3. Urlaubsreisen canceln ist ziemlich blöd und sicherlich kein Ansatzpunkt für eine signifikante Verbesserung.
    Aber Inlandsflüge könnte man schon sofort verbieten, die sind ökologischer Unsinn, allenfalls ökonomisch sinnvoll. Jeder Inlandsflug könnte um 500% sofort teurer werden, die Kohle geht an den Staat der sie in alternative Energien und ihre Erforschung, sowie Schienenfahrzeuge steckt.
    was noch? Tomaten aus Holland! Die werden mit Erdgas das subventioniert ist gezüchtet, ganz große Sünde.
    Obst und Gemüse aus aller Welt, Produktionsketten die über die Welt verteilt sind, weil ein Prosuktionsschritt im 10000 Kilometer entfernten Erdteil trotz Transport günstiger ist. Alle Frachtflüge um einige hundert% verteuern!
    Ja, man kann einiges tun, Glühlampen und Urlaubsflüge verbieten ist aber nur der gewohnte Schwachsinn von gewohnt dummen Menschen.

  4. Die Forderung von Herrn Gebriel zeigt nur wie Hilflos die Politik inzwischen ist. Sie haben nichtmal mehr die Kraft eine Besteuerung von Flugbenzin durchzusetzen, dabei ist FJS schon eine Weile Tod.

  5. wolf, nee, es geht mir nur darum, dass nicht einfach nur symbolpolitik gemacht wird und immer suggeriert wird, dass nur wenn wir in askese leben, alles gut werden wird.

  6. Was anders konnte man von einem Frequent-Flyer (oder wahrscheinlich eher Senator-Card Inhaber) auch nicht erwarten.

  7. aua!
    Alles voller Menschen mit erhobenem Zeigefinger hier.
    Na? Fahrt ihr denn alle schön Hybridautos? EureElektrogeräte sind alle nach Verbrauchsklasse ausgewählt?
    Ihr habt alle eine Bahncard oder mindestens eine Monatskarte für den regionalen ÖPNV?

    Lächerlich das alles!
    Bis vor ein paar Tagen wurde man belächelt, wenn man flammende Reden für die Umwelt von sich gab. Als antiamerkanisch wurde ich abgetan, weil ich böse Worte zu Bushs Kyotoausstieg ungefiltert ins Netz stellte.
    Seit ein paar Tagen muss man aufpassen, dass man Schuldige nicht zu genau aufzeigt, weil man sonst befürchten muss, dass der Mob loszieht und die Justiz in die Hand nimmt.
    Nico übertreibt etwas, aber im Kern hat er vollkommen Recht, alles Hysterie. Das ändert jedoch trotzdem nichts daran, dass gerade der Flugverkehr drastisch reduziert werden muss.

  8. der herr lumma könnte aber doch wirklich mal mit der bahn fahren in mitteleuropa. und die anderen auch.

    (dave-kay seine weibliche seite sprach)

  9. tim: nur frequentflyer, zu mehr hat es noch nicht gereicht. bestätigt das deine vorurteile? soll ich mit fahrrad zu business terminen fahren? zugfahren passt leider auch nicht immer, bzw nervt mich, wenn der weg nicht das ziel sein soll.

  10. Das liegt doch nur daran, daß den jungen Leuten von heutzutage das Thema 15 Jahre lang vorenthalten wurde. Die Diskussionen sind nicht neu. Auf Grund eines Halli Galli Lebens und was kostet die Welt, wurde das aus Zeitgeist ausgeblendet.

    Jetzt kommt das böse Erwachen.
    Sie werden auch noch aufwachen, wenn Sie umgelernt haben, was Lebensqualität ist oder sein kann.

    Rohstoffe sind endlich.

  11. Ich habe keine Vorurteile. Ich habe eine Bahncard 50. Ich bin auch oft in Deutschland und Europa beruflich unterwegs. Trotzdem veruche ich im Inland die Bahn zu nehmen. Erste Klasse lässt es sich ganz prima arbeiten. Klar nervt Bahnfahren. Andere nervt es, in einem Auto zu fahren, dass < 5 Liter/100 km verbraucht. Das komische Licht der Energiesparlampen nervt auch, genau wie das Ausmachen der Küchenbeleuchtung. Wenn man so argumentiert, dann braucht man mit der Diskussion gar nicht zu beginnen.

  12. @ Tim: Genau das ist doch das, was Nico meint. Ds nervt alles und hat null Nutzen. Wenn Du ein altes stinkendes Kohlekraftwerk abschaltest, können sich 80 Millionen Deutsche die ganze nervige Enthaltsamkeit sparen und Du hast einen 10-mal größeren Effekt.

  13. @jan: Du bist derjenige dem alle oben mit Recht mit erhobenem Zeigefinger entgegen treten können.

    Was hat Null nutzen? Eine Energiesparlampe? Überall wo eine passt und Sinn macht sitzt hier eine. Spritverbrauch unter 5 Liter? Ich fahre meinen Golf IV mit 101 PS permanent mit unter 7Litern Verbrauch. Aus Umwelt- Kosten- und Stresseinspargründen. Ein Tempolimit wäre eine Supersache. Wenn ein neus Auto her muss, wird das entschieden weniger verbrauchen.

    Die Debatte um die Atomkraftwerke, die ich viel lieber vorher abgeschaltet sähe, gestaltet sich auch deswegen schwierig, weil der Stromverbrauch unaufhaltsam steigt. Schuld daran sind wir alle, die wir die einfachsten Regeln zu hause nicht zu beachten wissen. ZB Sparlampen und Licht aus, wo man nicht ist.

    Also in Kurzform: alles was Tim anspricht macht sehr wohl Sinn und ist zum Teil die Grundvoraussetzung, dass das Kohlekraftwerk aus deinem Beispiel abgeschaltet werden kann.

    Und: Nein, ich hoffe dass Nico das nicht gemeint hat.

  14. Licht ausmachen und nicht im Winter zu hause T-shirt Temperatur haben, Stoßlüften und keine Blödmannsfahrten mit dem Auto zu machen, macht das leben übrigens nicht wirklich schlechter :-), das hat mehr was mit Disziplin, Willensstärke und eigener Entscheidung zu tun. Obst aus Südafrika liegen zu lassen, weil im Moment weder Zeit für Erdbeeren noch für Pflaumen und Trauben ist – auch gar nicht so schwer.
    Wer alles auf die Industrie schiebt, der kann dann ja sagen \”wir hatten ja keine Möglichkeiten\”, wenn er den Enkelkindern Bilder von Schnee und Eisbären zeigt.
    Hat jemand \”Ein Freund der Erde\” gelesen – mal nebenbei.

  15. rina, das sind alles selbstverständichkeiten, die wir auch mehr oder weniger diszipliniert befolgen, ist ja nicht so, dass wr die totalen umweltsäue sind.

    mir geht es nur auf die nerven, wenn auf einmal das thema klimakatastrophe gepusht wird, als würde morgen die welt zu ende sein und alle wieder ohne sinn und verstand irgendeinen müll fordern.

  16. aber der Flugzeugnummer weichst du trotzdem konsequent aus, Nico.
    Ist ja nicht so, dass die Kritik an deiner Vielfliegerei aus dem Nichts kommt.
    Wie siehst du das mit dem Fliegen? Abgesehen davon, dass das aktuell populistisches und hysterisches Geschwätz ist, was da von Gabriel und Co. kommt, finde ich ja die Forderung nach verteuerten Flügen mehr als legitim. Dann erledigt sich das auch mit dem Obst. Es erledigen sich auch die Firmen, die zum Geldpsparen Produktionsketten über den Globus verteilen.

  17. Nico, wie schon geschrieben, dann lass es uns doch \”richtig\” machen. Endlich mal von unten nach oben. Im Übrigen ist dies ein Thema, wo ich es nicht so schlimm finde, wenn die Politik dies instrumentalisiert. Hier stimmt wenigstens das Ergebnis.

  18. dave-kay: ich weiche hier nix aus, ich springe nur nicht über jedes stöckchen, das mir hingehalten wird. ich wäre bei meinen dienstreisen ab, wie ich die strecke so bewältigen kann, dass möglichst wenig finanzieller und zeitlicher aufwand entsteht. daher fliege ich meistens, denn der großteil meiner termine finden in hamburg, münchen oder berlin statt und alle diese städte sind von köln/bonn aus gut mit dem flieger zu erreichen. bei mir ist es aber auch wichtig, dass ich möglichst viel vom Tag nutzen kann, abends dann aber wieder so zuhause bin, dass ich meine Kinder ins Bett bringen kann. Da fällt dann die Entscheidung meistens pro Flieger und gegen die Bahn, zumal ich lieber eine Stunde schlafe als 4 Stunden rumsitze.

  19. zunächst mal, das ist doch ein Standpunkt und dass der hier durchaus zur Disposition steht, wenn du gegen Klimahysterie wetterst, dafür muss ich eigentlich keinen Stock hinhalten, oder?

    Dann frage ich mich (und ich frage mich das wirklich nur), warum bei Menschen wie dir, die den ganzen Tag über Hightech reden, von sich behaupten, sowas zu benutzen und auch selber herzustellen, Videokonferenzen nicht ein ganz großes Thema sind. Natürlich will ich betonen, dass ich nicht beurteilen kann, ob du zu viel fliegst, aber es ist in diesem Blog sehr augenscheinlich, dass sehr viele Inlandsflüge stattfinden. Damit provozierst du zunächst mal höchstselbst die Zeigefinger hier.

    Das mit der Stunde Schlaf gegen 4 Stunden rumsitzen verstehe ich nicht. Die Zeit in der Bahn kann man vorzüglich zum Schlafen oder Arbeiten nutzen.

    Und natürlich ist dein Standpunkt irgendwo verständlich, es dürfte der Standpunkt von relativ vielen Geschäftsreisenden sein und ich stelle mir die Frage, wie viel der Flieger effektiv besser ist.
    Ich würde das echt gerne verstehen, warum Zeit den doppelten Preis rechtfertigt, wie viel eigene Wichtigkeit dabei ist und wo die Schmerzgrenze liegt, also welche Summe dich persönlich in den Zug drängen würde.

    Wirklich, ich halte Inlandsflüge für verbietenswert. (Und nein, nicht seit Herr Gabriel seine grüne Ader entdeckt hat, sondern weit vorher schon)

    (Dass ich den Transrapid bauen würde muss ich nicht wirklich erwähnen, oder?)

  20. dave-kay: hightech ist ja gut und schön, aber ich ziehe ein persönliches treffen oftmals vor, gerade, wenn man sich noch nicht oder noch nicht so gut kennt.

    1 gegen 4: mich nervt das lange rumsitzen.

    effizienz: ich weiss es nicht. ich weiss nur, dass das strahlen im gesicht meiner tochter wenn ich nicht zu spät nach hause komme, mir sehr sehr wichtig ist. und das lächeln meines sohnes natürlich auch. :)

    ansonsten ist fliegen auch nervig, aber ob ich von hier zum bahnhof bonn/siegburg oder zum flughafen fahre, macht kaum einen unterschied.

    ich fliege mittlerweile übrigens nicht mehr so viel wie beispielsweise in 2005, da bin ich in einer tour zwischen hamburg und köln hin und her geflogen. mit status hat das wenig zu tun, zumal ich aus kostengründe meistens mit den no-frills airlines fliege, sondern eher mit generve.

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