15. Juni 2007

Bundeswehr-Ehrenmal

Malte bezeichnet das jüngst beschlossene Bundeswehr-Ehrenmal als “Symbol der Sinnlosigkeit“. Er bringt Beispiele, die wie ein Schlag in die Fresse sind der Angehörigen von verstorbenen Bundeswehrangehörigen.

Ich finde nicht, dass Herr Jung als Minister herausragt, aber ich finde die Idee eines Bundeswehr-Ehrenmals ziemlich sinnvoll.

Man mag zur Bundeswehr stehen wie man will, aber man sollte den Angehörigen einen Ort der Trauer und des Gedenkens geben. Dieser Ort sollte zentral in Berlin sein und ja, er sollte zu Diskussionen anregen. Jedes Menschenleben, dass durch Krieg oder die Vorbereitung darauf beendet wird, ist eines zuviel. Aber, wenn jemand die Entscheidung trifft, diesem Land zu dienen und dafür sein Leben einzusetzen, dann sollten wir dies auch zu würdigen wissen, bei aller Kritik an den Einsätzen. Hinter jeder Zahl stecken Menschen, das sollte man nicht vergessen. Daher finde ich einen zentralen Ort des Gedankens sehr sinnvoll.

[ Disclaimer: Ich habe gedient. Kurze Zeit nach Ende meiner Dienstzeit wurde der Standort aufgelöst. Es lag nicht an mir. ]

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Sehe ich u00c3u00a4hnlich - Das Ehrenmal sollte auch ein Stu00c3u00bcck Mahnmal fu00c3u00bcr diejenigen Politiker und Normalsterbliche sein. Es sollte daran erinnern, dass fu00c3u00bcr Einsu00c3u00a4tze die oft schnell und u00c3u00bcbereilt gefordert werden oft ein gewisser Blutzoll zu entrichten ist.

Dass Jung das im Alleingang macht sehe ich gar nicht so u00c3u00bcbel: so profiliert sich maximal einer damit und nicht jeder Hansdampf von Politiker der auch gern mit aufs Treppchen will.

Was um alles in der Welt ist an Berlin zentral?

hmm, u00c3u00bcber Zivildienstleistende, Angehu00c3u00b6rige von Freiwilliger Feuerwehr und THW habe ich u00c3u00bcberhaupt nichts gesagt.

Ich halte es nur fu00c3u00bcr richtig, dass man einen Platz schafft, der an die im Dienst verstorbenen Soldaten der Bundeswehr erinnert und den Angehu00c3u00b6rigen einen Ort gibt fu00c3u00bcr Trauer, Erinnerung, aber anderen eben auch eine Mahnung ist.

Und Zivildienstleistende dienen ihrem Land nicht? Das Argument zieht irgendwie nicht, finde ich.

[Disclaimer: Ich habe weder "gedient" noch Zivildienst geleistet.]