Bundeswehr-Ehrenmal

Malte bezeichnet das jüngst beschlossene Bundeswehr-Ehrenmal als “Symbol der Sinnlosigkeit“. Er bringt Beispiele, die wie ein Schlag in die Fresse sind der Angehörigen von verstorbenen Bundeswehrangehörigen.

Ich finde nicht, dass Herr Jung als Minister herausragt, aber ich finde die Idee eines Bundeswehr-Ehrenmals ziemlich sinnvoll.

Man mag zur Bundeswehr stehen wie man will, aber man sollte den Angehörigen einen Ort der Trauer und des Gedenkens geben. Dieser Ort sollte zentral in Berlin sein und ja, er sollte zu Diskussionen anregen. Jedes Menschenleben, dass durch Krieg oder die Vorbereitung darauf beendet wird, ist eines zuviel. Aber, wenn jemand die Entscheidung trifft, diesem Land zu dienen und dafür sein Leben einzusetzen, dann sollten wir dies auch zu würdigen wissen, bei aller Kritik an den Einsätzen. Hinter jeder Zahl stecken Menschen, das sollte man nicht vergessen. Daher finde ich einen zentralen Ort des Gedankens sehr sinnvoll.

[ Disclaimer: Ich habe gedient. Kurze Zeit nach Ende meiner Dienstzeit wurde der Standort aufgelöst. Es lag nicht an mir. ]

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4 Antworten auf „Bundeswehr-Ehrenmal“

  1. Und Zivildienstleistende dienen ihrem Land nicht? Das Argument zieht irgendwie nicht, finde ich.

    [Disclaimer: Ich habe weder \”gedient\” noch Zivildienst geleistet.]

  2. hmm, über Zivildienstleistende, Angehörige von Freiwilliger Feuerwehr und THW habe ich überhaupt nichts gesagt.

    Ich halte es nur für richtig, dass man einen Platz schafft, der an die im Dienst verstorbenen Soldaten der Bundeswehr erinnert und den Angehörigen einen Ort gibt für Trauer, Erinnerung, aber anderen eben auch eine Mahnung ist.

  3. Sehe ich ähnlich – Das Ehrenmal sollte auch ein Stück Mahnmal für diejenigen Politiker und Normalsterbliche sein. Es sollte daran erinnern, dass für Einsätze die oft schnell und übereilt gefordert werden oft ein gewisser Blutzoll zu entrichten ist.

    Dass Jung das im Alleingang macht sehe ich gar nicht so übel: so profiliert sich maximal einer damit und nicht jeder Hansdampf von Politiker der auch gern mit aufs Treppchen will.

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