Archiv für Juni 2007

15. Juni 2007

Bundeswehr-Ehrenmal

Malte bezeichnet das jüngst beschlossene Bundeswehr-Ehrenmal als “Symbol der Sinnlosigkeit“. Er bringt Beispiele, die wie ein Schlag in die Fresse sind der Angehörigen von verstorbenen Bundeswehrangehörigen.

Ich finde nicht, dass Herr Jung als Minister herausragt, aber ich finde die Idee eines Bundeswehr-Ehrenmals ziemlich sinnvoll.

Man mag zur Bundeswehr stehen wie man will, aber man sollte den Angehörigen einen Ort der Trauer und des Gedenkens geben. Dieser Ort sollte zentral in Berlin sein und ja, er sollte zu Diskussionen anregen. Jedes Menschenleben, dass durch Krieg oder die Vorbereitung darauf beendet wird, ist eines zuviel. Aber, wenn jemand die Entscheidung trifft, diesem Land zu dienen und dafür sein Leben einzusetzen, dann sollten wir dies auch zu würdigen wissen, bei aller Kritik an den Einsätzen. Hinter jeder Zahl stecken Menschen, das sollte man nicht vergessen. Daher finde ich einen zentralen Ort des Gedankens sehr sinnvoll.

[ Disclaimer: Ich habe gedient. Kurze Zeit nach Ende meiner Dienstzeit wurde der Standort aufgelöst. Es lag nicht an mir. ]

13. Juni 2007

Widget-Messung – fette Reichweite

Comscore hat seine erste Reichweiten-Messung für Widgets vorgestellt und das Resultat ist beachtlich.

Ein Fünftel der Web-Nutzer sehen Widgets, wobei Slide.com und RockYou ziemlich Vorne weg laufen. Interessanterweise sind vor allem Widgets mit Bildern in der Top10 zu finden, selbst Youtube ist mit seinem Flashplayer nicht aufgelistet, wohl aber Brightcove, ein eher in den USA bekannter Dienst. Last.fm sucht man ebenfalls vergeblich, dafür aber musicplaylist.us, die bei Social Networks wie MySpace und Bebo stark vertreten sind.

Ich bin mir sicher, dass die Zahlen von Comscore in den nächsten Monaten noch aussagekräftiger werden und dass in diesem Bereich noch extreme Bewegung entstehen wird. Letztendlich bringen Widgtes die Aufmerksamkeits-Ökonomie doch ziemlich durcheinander, da Websites jetzt anders genutzt und Traffic bzw. Visits anders interpretiert werden.

[ via: A VC: Widget Metrix ]

13. Juni 2007

Neulich am Bankomat

Leider war da nichts geöffnet und das Supervisor-Passwort liess sich auch nicht auf Anhieb erraten.

13. Juni 2007

Barcamps, Webmontag, Kommerz, Chaos und Ideen

In der Nachbetrachtung des Barcamps Hamburg wurde Kritik an einer zunehmenden Kommerzialiserung der Barcamps geäussert und Patrick redet von einer weiterziehenden Avantgarde, was auch immer das sein mag. Jan begrüßt hingegen den Gründerspirit auf dem Barcamp Hamburg. Dazu habe ich ein paar Anmerkungen.

Ich stelle mir ein Barcamp idealerweise so vor:
- weitesgehend selbstorgannisiert.
- Sponsoren decken Raum/Netz/Verpflegung/Party ab.
- Leute reden über das, was sie interessiert.
- idealerweise bilden sich Themenkomplexe heraus und werden lebhaft diskutiert, auch nach dem Barcamp.
- das Kennenlernen von anderen Leuten steht neben den Workshops und Vorträgen im Vordergrund, ganz gleich ob kommerzielle Absichten verfolgend, einfach nur so oder für die Kunst an sich.

Letztendlich zeigen die vielfältigen Reaktionen auf das Hamburger Barcamp, dass dort wohl ein breites Spektrum an Themen und Personen eine gute Grundlage gebildet hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass man dann nicht alles spannend findet und nicht jedes Angebot wahrnehmen will. Ich denke mal, dass sich die Barcamps ganz wunderbar ihren Raum zwischen Kommerz, Kultur und kewlen Typen behaupten werden. Die Webmontage sind für mich so eine Art Mini-Barcamp, die sich aufgrund der Kürze der Zeit ganz hervorragend für eine Handvoll knackiger Präsentationen oder Anregungen eignen. Bei beiden Veranstaltungsformen setze ich einen in gewisser Weise chaotischen Ablauf voraus, das ist ja gerade der große Pluspunkt an dieser Art der Veranstaltung. Da gibt es natürlich auch Reibungsverluste, aber eben auch viel Potential, das spontan freigesetzt wird und eben nicht von einer Konferenzleitung ignoriert wird.

Irgendwann will ich dann auch mal auf ein Barcamp gehen, aber da es mit der alten DGB-Forderung “Samstag gehört Papi mir!” kollidiert, habe ich bislang immer schweren Herzens auf eine Teilnahme verzichtet, da ich versuche, die Wochenenden für die Familie frei zu halten.

12. Juni 2007

Der erste Platz ist mir sicher

Sebastian Matthes ruft auf: Deutschland sucht den Super-Schreibtisch – und ich gewinne.