der missverstandene Schäuble mit Kalkül

Es war ja alles gar nicht so gemeint. Das sei alles nur ein Missverständnis gewesen und er sei falsch ausgelegt worden, so Schäuble am Wochenende in mehreren Interviews:

In der ARD betonte der Innenminister auf die Frage, ob er eine andere Republik wolle: “Nein, wirklich nicht.”

Meiner Einschätzung nach ist das alles Kalkül gewesen. Frau Merkel hält sich heraus und Herr Schäuble testet mal, wie weit er gehen kann und vor allem, wo der Dissens beim Koalitionspartner ist. Das war erfolgreich, denn nun kann Wolfgang Bosbach sich hinstellen und behaupten, die SPD sei bei der Frage der Anti-Terrorbekämpfung gespalten und fröhlich fordern, dass noch im August endlich wirksame Gesetze zur Anti-Terrorbekämpfung verabschiedet werden müssten, ansonsten sei für die innere Sicherheit nicht zu garantieren.

Da helfen alle Hinweise auf Spanien nichts, denn wenn die Bevölkerung gezielt verunsichert werden soll, fungieren die Stammtische als Multiplikator und die Konservativen stellen sich als die Bewahrer von Recht und Ordnung dar. In einem Klima der Verunsicherung rückt man eben lieber zusammen und schützt sich vor allem, was irgendwie anders aussehen könnte. Es ist ein perfides Spiel, was dort getrieben wird, und man kann es durchaus Wahlkampftaktik nennen.

[ via: Schäuble fühlt sich missverstanden ]

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2 Antworten auf „der missverstandene Schäuble mit Kalkül“

  1. So läuft es nun mal leider Gottes in der Politik. Viel schlimmer finde ich dann noch, dass sie wahrscheinlich am Ende mit ihrem Irrsinn durchkommen, frei nach dem Motto, \”Der Unbescholtene hat ja nichts zu befürchten\”.

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