Popstars auf Prolo7 ist faszinierend und das Konzept ist bestechend. Aus ganz Deutschland werden absolut bratzige Jugendliche zusammengezogen, in deren Gegenwart ein Toastbrot für intelligent gehalten wird, die aussehen, als ob sie sich im Dunkeln bei Pimkies anziehen müssen und die nicht für 3 Cent Talent haben, dafür aber einen Abend lang über die Bühne hüpfen müssen, zur allgemeinen Belustigung des Fernsehpublikums. Dazu kommt eine Jury aus irgendwelchen drittklassigen Show-Acts, die vor allem ein erstklassiges Geltungsbewusstsein haben und immer wieder dieselben überwitzigen Formulierungen finden um zu sagen “Du bist raus, ach nee, doch nicht, ätschi” oder “Du bist drin, im Bus nach Hause, haha.” – das ist der Spannungsbogen, nach dem sich das minderbemittelte Prolo7-Publikum sehnt, das sich soziodemographisch an die Population in der Kölner Fussgängerzone beim Samstags-Shoppen orientiert.
Donnerstag ist ein guter Abend zum Weggehen.
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