29. August 2007

Die Auswirkungen des Bahnfahrens auf mein Geblogge

Es ist schon erstaunlich, in der Abgeschiedenheit eines ICE ohne Internet-Zugang komme ich wirklich mal zum Schreiben, nachdem die Feeds mal abgearbeitet sind. Ich geniesse derzeit die Ruhe, die ich im Zug habe und anders als im Flieger, in dem ich grundsätzlich noch vorm Starten einpenne, auch mal zum Nachdenken und Aufschreiben komme.

Bloggen ist auch nach 4 Jahren ein schwer zu packendes Phänomen für mich. So viele Themen, die ich bloggen will, muss, soll, darf, kann, aber nicht immer passt es zeitlich, thematisch, oder ich habe eine Schere im Kopf, die ich mir selber auferlege, die verlangt wird, und so weiter. Ich blogge nichts Negatives über Beteiligungen, spare mir in aller Regel besserwisserische Kommentare gegenüber Konkurrenten und halte mich auch aus dem allgemeinen Rumgeätze zurück. Interessanterweise finde ich meine Blogfreiheiten vor allem im Bereich Politik, da bin ich ganz privat und nicht als Geschäftsführer eines Startups unterwegs und sage, was ich will. Aus dem üblichen Web 2.0-Gelaber versuche ich mich herauszuhalten, da gibt es genügend Besserwisser, denn theoretisch geht es auch ohne Praxis. Ich weiss allerdings durchaus wie schwer die real existierende Praxis sein kann.

Überraschenderweise twittere ich recht regelmässig und füge interessante URLs bei Facebook hinzu, aber das kurze Posten von Snippits auf meinem Blog habe ich bis auf die Dönerstag-Fotos eher zurückgefahren. Ich benutze del.icio.us kaum noch, freunde mich allerdings gerade mit favorit.es an. Letztendlich denke ich wirklich, das Bloggen nur so eine Art Phase ist. Bloggen ist nicht der Weisheit letzter Schluss und es gibt auch keinen allgemeingültigen Anspruch aller Blogger, jeder kann das daraus machen, was er will. Die Phase allerdings dauert bei jedem unterschiedlich lange und ist auch unterschiedlich intensiv, was sicherlich mit der eigenen Motivation zu tun hat, aber auch mit den etwaigen gesetzten Zielen.

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argh. hatte ein '@ nico' vergessen..

ja, ist sicherlich praktisch, wenn auch nur fuer wintendo. mir reicht mein oldschool texteditor. :)

ein Offlineeditor wie Blogdesk wu00c3u00bcrde sich da vielleicht anbieten:
http://www.blogdesk.org/de/index.htm

I wouldnae wanna live without it anymo' :)

mit twitter, jaiku facebook und co. muss man ja auch nicht mehr bloggen.

Ich freue mich dann doch immer wieder u00c3u00bcber meine eigene Klowand, ohne web20 gedu00c3u00b6ns.

In Zeiten von Spock&Co mag ich mich immer weniger gern veru00c3u00b6ffentlichen. Nicht, weil ich nicht zu meinen u00c3u0084uu00c3u009ferungen stehen ku00c3u00b6nnte, selbst da, wo sich meine Sicht der Dinge mu00c3u00b6glicherweise veru00c3u00a4ndert, sondern weil mir die Datensammelei und Auf-Teufel-komm-raus-Vernetzerei ganz fu00c3u00bcrchterlich auf den Senkel geht.

Auch die Zahl der Blogs, die ich lese, habe ich arg reduziert, weil es mir z.T. regelrecht unangenehm ist, wie sehr Menschen ihr Innerstes und Privatestes nach auu00c3u009fen kehren.

Mal gucken, was draus wird. Nichts ist fu00c3u00bcr die Ewigkeit, auch meine Ansichten nicht. ;-) Aber u00c3u00a4hnlich wie Falk genieu00c3u009fe ich das reale Zusammentreffen mit Menschen (ja, auch wieder Sport!) weitaus mehr.

wir sind hier nicht im wunschkonzert. :)

ich schreibe die texte im text-editor einfach runter und paste sie online sobald ich wieder netz habe. da wird selten verlinkt oder bebildert...

Die ICE-Texte sind in der Tat interessant und lesenswert. Bitte mehr. :)

Bei so langen Texten wu00c3u00bcnsche ich mir aber manchmal ein paar grafische Anhaltspunkte. Also eine u00c3u009cberschrift hier und da. Oder was Wichtiges mal fetten. Das wu00c3u00bcrde die Lesbarkeit evtl. erhu00c3u00b6hen.

Ich habe mich aus dem Usenet, den meisten IM-Systemen und aus den meisten Plattformen/ Communities/ Heidudideis zuru00c3u00bcckgezogen. Plu00c3u00b6tzlich habe ich Zeit fu00c3u00bcr Sport.

Und da kann man schon mal abschu00c3u00a4tzen, was von den facebooks, BabyVZs, Ying&Wongs u00c3u00bcbrig bleibt. Eine verstaubte "Kilroy was here" Wu00c3u00bcste.

Das ist ein schu00c3u00b6ner Beitrag, der zeigt, was Web 2.0 vielleicht in Wirklichkeit auslu00c3u00b6st. Zumindest etwas, das man als "Hopping" bezeichnen ku00c3u00b6nnte, eine Tendenz zur Unverbindlichkeit. Aber bitte doch noch ein Weilchen weiterbloggen, ja?

jochen, was genau ist dein problem, wollen wir daru00c3u00bcber reden?

Ja, als jemand mit einem Startup bist du politisch natu00c3u00bcrlich vu00c3u00b6llig frei. Da musst du keine Ru00c3u00bccksichten nehmen.

Ich werd das am 6. Dezember der Weihnachtsfrau erzu00c3u00a4hlen und sie dann zusammen mit dem Osterhasen auf eine Drink und einen flotten Dreier einladen.