Als Parteivorsitzender sollte man irgendwie nciht so dünn-nervig sein:
Mit einem Machtwort hat der SPD-Vorsitzende Kurt Beck führende Parteifreunde zur Ordnung gerufen und mehr innerparteiliche Disziplin gefordert. “So einen Scheiß lasse ich mir nicht mehr bieten”, sagte Beck am Montag im SPD-Parteirat nach Angaben von Teilnehmern. Die Bemerkung galt der Tatsache, dass wichtige SPD-Politiker hinter den Kulissen immer wieder Zweifel an Becks Führungsfähigkeiten sowie an seiner Eignung zum Kanzlerkandidaten aufkommen lassen.
Ich werte es als ein Zeichen, dass die Partei intern noch intakt ist, dass ein Parteivorsitzenden der Kritik ausgesetzt ist. Ich wäre ziemlich froh, wenn Kurt Beck jetzt mal klarstellen würde, ob er bei der nächsten Wahl als Kanzlerkandidat in den Ring steigen will, oder ob das jemand anderes machen soll. Ich halte es für besser, Kurt Beck führt die Partei und konzentriert sich darauf, einen ordentlichen Übergang zu jüngeren Genossen hinzubekommen, während jemand anderes den Wahlkampf bestreitet. Als Kanzlerkandidaten kann ich mir Kurt Beck nicht vorstellen, als Kanzler schon gar nicht. Nur weil jemand Parteichef geworden ist, ist er noch lange nicht für jeden Posten geeignet, auch wenn das gerne alle Machtbesessenen denken. Kurt Beck hat sicherlich seine Stärken, aber die sehe ich eher beim Wirken in die Partei hinein. Diese Diskussion sollte die Partei verstärkt führen, das hat nichts mit Scheiss zu tun, sondern mit einem innerparteilichen Diskurs.
[ via: "So'n Sch... lasse ich mir nicht bieten" - Politik - Berliner Zeitung ]
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