Cem merkt an, dass er meinen Sarkasmus bezüglich des bevorstehenden Hamburger Wahlkampfes nicht teile, denn:
In einer Stadt, wo die Springerpresse die Meinung auf dem Papier und am Frühstückstisch beherrscht, muss man eben über das Web die Burg stürmen und die jüngeren Köpfe erobern.
Das ist doch genau das, was ich fordere. Das ist aber nicht das, was eintreten wird. Schritte nach Vorne sehe ich nicht, nur einige Pseudo-Aktionen, die so wunderbar zu nichts führen werden, weil sie unterhalb der Wahrnehmungs-Grenze rangieren, und das völlig zu Recht. Und nein, ein bloggender Fraktionsvorsitzender und eine bloggende familienpolitische Sprecherin bringen auch rein gar nix, wenn ausser denen, die sich dort hinverirren, niemand, aber auch wirklich niemand irgendetwas aufgreift, was dort gebloggt wird. Sicher, Blogs sind nicht das Maß aller Dinge, aber wenn man Zitate und Links für eine Messung von Relevanz nimmt, dann schneiden diese beiden Paradebeispiele einfach richtig mies ab. Das ist kein Sarkasmus, sondern das ist eine Tatsache. Es reicht nicht, irgendetwas Blog oder Podcast zu nennen, man muss auch die entsprechenden Inhalte liefern und dann auch noch dafür sorgen, dass eine Konversation entsteht. Sonst ist das doch nur wieder wie Rundfunk, und das kennen wir alle zur Genüge. Einfach nur Parolen rausposaunen ist zu wenig, wenn man über das Web die Burg stürmen will, dafür haben die Mitlesenden einen zu hohen Anspruch.
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