Ich hatte bereits vor Monaten bemängelt, dass der geplante Wahlstift in Hamburg ein Schritt in die falsche Richtung ist, zumal nur der Fernseh-Dramaturgie am Wahlabend ein Vorteil aus einer schnelleren Auszählung entsteht. Nun haben die Experten vom CCC den Wahlstift gehackt und zusammen mit der GAL die Ergebnisse präsentiert. Was folgt ist der Aufmacher auf dem Hamburg-Teil des Abendblattes und sicherlich ordentlich Aufmerksamkeit für das Thema:
Wegen immer neuer Sicherheitsbedenken von Experten wird der Einsatz des digitalen Wahlstiftes bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 möglicherweise gestoppt. Die drei Hamburger Bürgerschaftsfraktionen CDU, SPD und GAL haben sich gestern auf eine Expertenanhörung im Streit um den Wahlstift verständigt. Wie die Fraktionen mitteilten, wird es am 9. November eine Sondersitzung des Verfassungsausschusses geben, bei der sowohl der Chaos Computer Club (CCC) als auch andere Kritiker ihre Bedenken vortragen können. Auch Landeswahlleiter Willi Beiß wird bei diesem Termin anwesend sein. Eine Woche später will der Verfassungsausschuss die Aussagen bewerten, damit die Bürgerschaft bis Ende November über Änderungen am Wahlgesetz entscheiden kann.
Dieser Schritt war dringend nötig, jetzt sollte schnell beschlossen werden, dass Papier und Stift weiterhin beim Wählen das Maß aller Dinge sein sollte.
[ via: Ist die Bürgerschaftswahl manipulierbar? ]
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