Vattenfall will um Kunden kämpfen lese ich im Abendblatt und erfahre, dass Vattenfall mittlerweile 250.000 Kunden verloren hat, was insbesondere auf die PR-Maßnahmen nach den Kraftwerkspannen und die Preisstruktur zurückzuführen ist.
Ich glaube, da ist noch eine emotionale Komponente vorhanden, die das Wechseln von Vattenfall irgendwo anders hin erleichtert. Früher waren wir Kunde bei der HEW, die Hamburgischen Electricitäts-Werke, man beachte die wundervolle Schreibweise mit den ‘c’ im Namen, eine Hamburger Institution, mitsamt einer von Arne Jacobsen gestalten Hauptverwaltung in der City Nord. Die Preise hätten natürlich niedriger sein können, die AKW vor den Toren der Stadt fand ich immer abschaltenswert, aber immerhin war die HEW aktiv beim als Sponsor und als Arbeitgeber.
Nach dem Kauf der HEW durch Vattenfall ist die HEW mittlerweile nur noch Vattenfall Europe Hamburg und die Arbeitsplätze werden abgebaut, bzw. nach Berlin verlagert.
Warum sollte man bei so einem Stromanbieter bleiben, wenn der Lokalpatriotismus-Aspekt völlig weg ist? Zumal es Firmen wie die EWS-Schönau gibt, die Ökostrom liefern und in alternative Energiequellen investieren? Dann zählt doch letzten Endes das für den Kunden beste Angebot, und da fällt Vattenfall dann eben zu Recht für 250.000 Kunden aus dem Raster.
Als Gaskunde hätte ich auch lieber HeinGas als Eon Hanse, aber das nur am Rande.
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