Brutalstmöglicher Wahlkämpfer

Die letzten Umfrage-Werte sahen nicht so gut aus und von oben gab es wenig gute Themen für den Wahlkampf in Hessen, zudem drohte die hessische SPD mit einer Unterschriften-Kampagne für den populären Mindestlohn, aber Roland Koch weiss, was zu tun ist. Er appelliert an den Stammtisch, holt das Leitmedium Bild auf seine Seite und schon haben wir wieder ein Thema im Wahlkämpf, bei dem man ohne Ende Ressentiments bedienen und am rechten Rand auf Stimmenfang gehen kann: zu viele kriminelle Ausländer.

Roland Koch weiss, dass er damit provoziert, denn das will er auch, nur so bekommt er die im Vorfeld der Landtagswahlen so wichtige Aufmerksamkeit. Er kann sich profilieren, während sich andere an ihm abarbeiten. Ich bin mir sicher, dass Koch und sein Wahlkampfteam lange auf einen derartigen Fall gewartet haben, der noch dazu zeitlich gut passen musste. Jetzt ist Weihnachten vorbei, Februar nicht mehr weit, da kann man jetzt 8 Wochen lang ein Thema durch die Lande tragen, das ordentlich populistisch ist und mit dem man von politischen Landesthemen ablenken kann, denn als Amtsinhaber will man ja wenn überhaupt nur Jubelmeldungen verbreiten, nicht aber von der Opposition kritische Themen aufgedrängt bekommen.

Insofern ein brutalstmöglicher Wahlkampf aus dem Hause Koch, während es in Hamburg noch so dümpelt, geht es in Hessen jetzt schon rund, auf dem Rücken der Ausländer, aber das ist der CDU und Herrn Koch egal, so lange der Zweck die Mittel heiligt. Leider überrascht mich das wenig, Roland Koch hat schon des öfteren gezeigt, wie widerlich er gerne ist.

[ via: Rassismus heute (Update/2) « Sprechblase ]

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