Auf der Suche nach dem Business-Modell von Twitter

Is Twitter F’ed? fragte Allen Stern heute und hat damit eine interessante Diskussion über mögliche Business-Modelle für Twitter angeschoben. Lesenwert sind vor allem die Artikel von Jason Calacanis (The three business models that make Twitter a billion-dollar business in 12-24 months) und Fred Wilson (Twitter’s Business Model) zu dem Thema, wobei man natürlich im Hinterkopf behalten muss, dass die beiden a) befreundet sind und b) Fred Wilsons VC Firma bei Twitter investiert ist.

Aber zurück zum Kern der Aussagen der beiden. Letztendlich sagen beide, dass Twitter erst einmal massivst wachsen soll, dann wird schon ein Business Modell gefunden werden, und in Klammern unausgesprochen: oder jemand kauft die Firma auf. Wenn die kritische Masse da ist, wird man den Dienst schon monetarisieren können, so die Quintessenz.

Kann das klappen bei einem Dienst, der auf 140 Zeichen beschränkt ist und eher ein lose verkoppeltes Netzwerk beinhaltet? Ich denke schon. Neben Premiumdiensten oder Kosten für die API-Nutzung bietet sich Context-basierte Werbung durchaus an. Anders als bei IM, wo es um private Messages geht, findet Twitter in einer Pseudo-Sphäre wabernd zwischen privat und öffentlich statt, ist quasi unverbindlich genug und daher auch für Werbung nutzbar. Wenn man Werbung mit Bedacht einsetzt, wird sie nicht als störend, sondern wenigstens als erträglich und bestenfalls als Bereicherung angesehen. Anders ausgedrückt: der Signal/Noise-Ratio bei Twitter ist eh schon sowas von absurd, da kann Werbung kaum ein Nervpotential entfalten, aber dennoch wahrgenommen werden.

Ich nutze seit 11 Monaten Twitter und weiss noch immer nicht was es soll, da finde ich es äusserst beruhigend, dass noch niemand genau weiss, wie man damit später Geld verdienen kann, sich aber so langsam Vorstellungen entwickeln.

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Eine Antwort auf „Auf der Suche nach dem Business-Modell von Twitter“

  1. Also ich twittere immer wieder mal. Dennoch will sich bei mir einfach kein Nutzen zu erkennen geben. Beim Bloggen war das völlig anders.

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