Grüne goetschen gruselig


Auch die Grünen, in Hamburg GAL genannt, plakatieren schon länger das Bild ihrer Spitzenkandidatin Christa Goetsch. Eigentlich ein sympathisches Bild, das lange Wochen zwischen Unsympathen wie Kusch und Nockemann immer wieder für Auflockerung und dem Entgegenwirken eines Brechreizes beim Vorbeifahren an den Wahlplakten sorgte. Nun aber ist man dazu übergangen, auch noch dümmliche Slogans unter die Bilder zu texten, oder ganz auf die Macht des Wortes zu vertrauen. “Alles ausser Desperate Housewife” ist in meinen Augen ähnlich dämlich wie “Kohle von Beust” und lässt mal wieder den Schluss zu, dass der Sohn vom Nachbarn beim Texten mitmachen durfte, oder dass bei den Grünen lauter selbsternannte Wahlkampf-Experten machen dürfen, was sie wollen.
“Jetzt. Für Morgen.” allerdings finde ich gar nicht so schlecht, auch wenn damit die Reichweite grüner Politik maßlos überschätzt wird. Gut grinsen musste ich beim Lesen von “Zeit, dass es grüner wird” an einigen Ampeln, aber die Viralität hält so lange an, bis man auf der anderen Strassenseite ist.
Die Grünen sind präsent im Hamburger Strassenbild, aber vom Hocker haut das einen nicht wirklich. Online sehe ich nichts, keine Kampagne und nur langweilige Pressemeldungen auf den Seiten der GAL, der Fraktion und der Homepage von Christa Goetsch, auf der Besucher mit “Herzlich Willkommen!” begrüßt werden, was ich bestenfalls als oldschool bezeichnen möchte.
Die Hamburger Grünen – alles ausser mitreissend im Wahlkampf.

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5 Antworten auf „Grüne goetschen gruselig“

  1. Aber die Plakate der CDU sind doch noch größere Antiwerbung und böswillig sogar falsch zu interpretieren (Achtung Satire) :-)

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