FDP Hamburg: liberales virales Marketing als Boomerang

Nico —  8.02.2008

Hanno hat sehr schön aufgezeigt, wie die FDP gerade versucht, über Blogger ihre ach so witzige und natürlich ganz wundervoll funktionierende virale Kampagne zu platzieren. Natürlich hat die Agentur Schuld, das ist ja klar.

Klar ist aber auch, dass die FDP Hamburg mit dem gähnend langweiligen und völlig unwitzigen Spot nur mal wieder ausdrückt, wie es um sie bestellt ist. Programmatisch nicht existent, langweiliger Wahlkampf und ein unscheinbar bleibender Kandidat, da passt der Spot gut dazu.

Nun ist die FDP Hamburg ihrem Ziel allerdings schon ein Stück näher gekommen. Der Spot wird verlinkt, die Aktion wird diskutiert. Nur eben in einem Kontext, den die FDP im Wahlkampf sich so sicherlich nicht wünscht. Wählerstimmen wird dies allerdings keine kosten, da die FDP Hamburg eh nur wenige Hamburger wählen werden, auch wenn das Potential in Hamburg eigentlich recht gross sein dürfte.

2 responses to FDP Hamburg: liberales virales Marketing als Boomerang

  1. Hmm, wenn man Sky DuMont aus den Bully-Filmen noch gut vor Augen hat, dann hat der Spot eher Anti-Charakter, weil man ja immer denkt, daß er das Gegenteil meint… sehr künstlich künstlerisch wertvoll… nein lustig!

  2. Dass das Seeding der Kampagne nahe am Spam war, hat die FDP duch Akzeptanz von Hannos Abmahnung wohl sowas, wie eingestanden:

    http://www.hanno.de/blog/2008/blaugelbes-auge/

    TB: http://www.ringfahndung.de/archives/fdp-hamburg-viral-video-spam