Am Sonntag in Hamburg SPD wählen!

So, jetzt ist es raus, ich werde am Sonntag SPD wählen und ich würde mich freuen, wenn dies möglichst viele Nachahmer findet.
Abgesehen von meiner generellen Überzeugung und meiner langjährigen Parteimitgliedschaft, sprechen für mich einige Punkte bei dieser Wahl ganz entscheidend für die SPD. Ole von Beust und die CDU haben in den letzten Jahren Hamburg massiv geschadet. Ich erinnere an die Senatoren Schill und Kusch, an den Verkauf der LBK, das Ignorieren des Bürgerwillens, die desaströse Schulpolitik, und und und. Ich sehe auf der einen Seite tolle neue Projekte wie die Elbphilharmonie, auf der anderen Seite steigende Mieten und zu wenig finanzierbaren Wohnraum für eine breite Masse der Bevölkerung. Die SPD wird mit ihrem Programm und ihren Personen dazu beitragen, dass wieder mehr für die Bildung unserer Kinder getan wird, dass schrittweise die Kita-Gebühren abgeschafft werden, dass ein Mindestlohn eingeführt wird, dass es sinnvollere Verkehrskonzepte gibt, dass das Kraftwerk in Moorburg in dieser Form nicht gebaut wird, dass mehr auf alternative Energien gesetzt wird und dass vor allem wieder der Fokus auf die Belange und Interessen der Bürger gerichtet wird und nicht auf einen präsidial über allem stehenden Bürgermeister, der augenscheinlich kein Interesse an Details hat, kein Programm hat und Politik nur als Personality-Show betrachtet.
Michael Naumann steht für einen anderen Politikstil, den unsere Stadt dringend nötig hat! Geht wählen, wählt mit allen Euren Stimmen die SPD! Hamburg braucht einen neuen Bürgermeister!

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12 Antworten auf „Am Sonntag in Hamburg SPD wählen!“

  1. Hallo Nico,
    ich finde es ganz erfrischend, dass Du was Parteipolitik betrifft, immer recht deutlich Position beziehst.

    Generell wäre die SPD für mich auch eine wählbare Partei (ich wohne in NRW).

    Aber mit Beck an der Spitze (eher ein generelles Problem) und dämlichen, öffentlichen Gedanken-Spielen einer rot-roten Kooperation macht sie sich auf Landes- und Bundesebene unwählbar.

    Hat sich Herr Naumann eigentlich schon gefragt, ob seine Parteikollegen überhaupt wollen, dass er die Wahlen gewinnt? Sind diese öffentlichen Gedankenspiele ein Versuch herauszufinden, wie sich das in einem westdeutschen Bundesland auf das eigene Wahlergebnis auswirkt?

    Mag sein, dass Naumann wirklich der bessere Bürgermeister wäre. Aber zumindest hätte ich mir von ihm auch eine eindeutige Reaktion auf den Schwachsinn von Beck gewünscht. Statt dessen sind sowohl Beck als auch Ypsilanti bei der Abschlusskundgebung mit auf der Bühne.

  2. André, wir wählen am Sonntag die Bürgerschaft in Hamburg neu, da sind bundespolitische Planspielereien nicht relevant. Von Naumann gibt es die x-fach wiederholte Aussage, nicht mit der sog. Linken zusammenzuarbeiten.

    Es ist mal wieder viel FUD, gestreut von den üblichen Verdächtigen. In Hamburg kämpfen wir für rot-grün, das sollte allen klar sein.

  3. Naja, ich würde mit Sicherheit nicht die SPD wählen. Aber mE sollte man mehr darauf hinweisen, nicht die Linke zu wählen (und Rechte sowieso nicht). Denn die sind noch schlimmer als die SPD und Grüne zusammen. ;-)

  4. Ich bin fast schon froh, dass ich nicht wählen muss. Denn das Angebot ist ja wie in einem Kaufhaus im real-existierenden Sozialismus, CDU: Bürgerrechts-Demonteur #1, SPD: Bürgerrechts-Demonteur #2 dank Umfallautomatik, Grüne jetzt mit Plastiktütenpfand und die FDP als Protestversuch. Ich glaube fast, dass ich da Idealismus zeigen und die Piraten und Grüne wählen würde.

    Bei Mike Naumanns Plakaten kann ich immer die Ärzte hören (Hip hip hurra! Alles wird super, alles wird wunderbar. Hip hip hurra!) und ich halte ihn für die Erfüllung seiner Versprechen für politisch zu leichtgewichtig. War das nicht ein SPDler, der nicht an seinen Wahlversprechen gemessen werden wollte? War das nicht sogar Plattitüden-Franz?
    Naumanns neuer Politikstil resultiert doch eher aus Angst vor dem Selbstzerfleischungstrieb und nicht aufhörenwollenden Flügelschlagen der Hamburger SPD (wo sind denn die vorherigen Spitzenkandidaten hin?).

    Ole konnte beim letzten Durchgang mit Wowereit-Effekt und Mitleidsstimmen punkten, außerdem hatte die SPD, wie jetzt auch, keinen wirklichen Sympathieträger zu bieten. Naumann stellt für mich den Archetyp des entflogenen Durchintellektualisierten dar, dessen Sicht auf reale Probleme realer Menschen eher theoretisch/philosophischer Natur sind. Mit der SPD wählt man derzeit große Koalition und was dabei raus kommt, ist hinlänglich bekannt: nichts gutes.

  5. @falk d. also zusammengefasst ist alles doof, nur du weisst wie es geht, aber du stehst ja nicht zur wahl, also sollen die mal sehen, wie sie vorankommen? sauber, mit dieser einstellung wird unsere demokratie super vorankommen.

  6. Du kannst es gerne so darstellen und hast es mit \“ist alles doof\“ eigentlich recht gut zusammengefasst.
    Wenn kein Angebot da ist, sind also Deiner Meinung nach die Kunden schuld, wenn keiner kauft (niedrigste Wahlbeteiligung seit) … so so. Ich weiß zwar nicht was \“unsere Demokratie\“ sein und auch nicht warum man seine Stimme unbedingt abgeben soll, wenn man schon vorher sieht, dass man auf Jahre hinaus sprachlos ist, aber dein Gehype hat ein bisschen was von – ach lassen wir das. 36,3% denken wie ich.

  7. Auch wenn ich dank Herrn Beck und einigen anderen \“Genossen\“ keinerlei große Sympathie für die SPD empfinde (oder jemals empfunden habe)… Den Naumann finde ich sympathisch. Gereicht hats trotzdem nicht :D

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