Das Zentrale ist das neue Dezentrale

Don Dahlmann hat natürlich recht, wenn er ein Blogportal für Deutschland fordert. Wir gehen gerade unter in unserer Dezentralität mit Feeds, Streams und Attention Layers.

Daher sollten wir uns besinnen auf das, was gelernt ist. Ein Portal für alle, dort wird sich angemeldet, da hat man seine Email, sein Blog, sein Netzwerk, seine Online-Identität, seinen elektronischen Pass und seine digitale Gesundheitskarte. Dann vergisst man auch vieles nicht mehr, weil man immer an alles erinnert wird, denn selbstverständlich sind Behörden direkt angeschlossen an das System. Diskussionen über die digital Devide würden dann endlich der Vergangenheit angehören.

Ich sehe auch keine Probleme, so etwas umzusetzen, wenn auch natürlich nationale Insellösungen bei einem globalen Netz etwas anachronistisch wirken, aber schon so oft war Deutschland Vorreiter, gerade bei Fragen der digitalen Gesellschaft, daher denke ich, dass andere Länder zügig nachziehen werden. Ein Konsortium aus Telekom, Arvato, Siemens und Daimler wäre in der Lage, ein derartiges Portal sehr zügig zu stemmen, ohne jedoch kostenseitig die Steuerzahler zu sehr zu belasten.

Dieses Portal würde dann je nach Bedarf auch Nischen anbieten, in denen man sich kontrolliert austoben kann, denn Netzsoziologen ist bewusst, dass auch Trolle dazu gehören. Aus der überwuchernden Dezentralität wird eine bunte Vielfalt der Zentralität.

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4 Antworten auf „Das Zentrale ist das neue Dezentrale“

  1. Das nenn ich mal einen kreativen Beitrag zum 1. April. Spätestens wenn Du die möglichen Mitglieder des Konsortiums benennst, muss man sich auf die Schenkel klopfen.

    Allerdings: So eine Zentrale für alles ist doch schon Arbeit…bei Google.

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