Twitter und Werbung – ist die Party bald zu Ende?

Twitter Testing Advertising In Twitter Streams titelt Techcrunch heute und die Twittergemeinde schreckt auf, ist jetzt die Party vorbei, kommen nun gelackte Werbefuzzis in die Streams und wollen ihre Produkte feil bieten?

Ganz so schlimm wird es sicherlich nicht werden, dürfte doch allen klar sein, dass die Twitter-User höchst sensibel reagieren werden, sollte die Werbung a) nicht gekennzeichnet werden und b) zu sehr auf den einzelnen und seine Tweets zugeschnitten sein. Da gibt es irgendwo eine goldene Mitte, die macht auch für Werbetreibende Sinn. Alles andere regelt dann der Markt. Neben den Erlöspotentialen von Online-Werbung bei Twitter ist noch ein Thema völlig klar: der Dienst muss refinanziert werden, das kann entweder über Nutzungsgebühren für die API erfolgen, was aber den massiven Einsatz von 3rd-Party Apps behindern wird, oder eben durch ein Abo-Modell für die User. Dieses Modell ist sicherlich am interessantesten für Twitter, sichert es doch regelmässige Erlöse und bindet zudem noch die User. Einen echten Mehrwert für die User, jedenfalls in Europa, gibt es auch: SMS-Notifications.

Wenn Twitter diesen Schritt schafft, dann geht die Party erst richtig los, würde ich meinen. Wie man dann noch mit dem Signal/Noise-Ratio zurechtkommen kann, wird sich zeigen, allerdings gehe ich von Nischen-Anwendungen a la foodfeed.us aus.

Ach ja, sehr lesenswert auch Cems Interviewreihe zum Thema Twitter.

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4 Antworten auf „Twitter und Werbung – ist die Party bald zu Ende?“

  1. Ich finde es auch nicht schlimm. Der Dienst muss sich schließlich irgendwie refinanzieren.

    Ich frage mich nur, wie die das bewerkstelligen wollen. Display-Ads auf twitter.com bringt nicht sooooo viel, da die meisten Twitter-User, die ich kenne, über ein spezielles Ad-On bei Firefox oder Outlook twittern.

  2. Meiner Meinung nach sollte Twitter seinen Funktionsumfang erweitern und erst dann an seinem Businessmodell arbeiten.

    Es gibt noch soviele Feature-Möglichkeiten, welche Twitter implementieren könnte ohne seinen Fokus zu verlieren.

    Z.B. ist Pownce ein deutlich besseres Produkt, welches sich über Premium-Services refinanzieren \”sollte\”.

    Doch der Micro-Blogging Bereich (a la Twitter Art), hat ergeben, dass es sich hierbei um einen \”the winner takes it all\” Markt handelt.

    Fazit: Mehr Features, Premium-Dienste und eventuell einen generellen Free-Account, welcher durch Ads monetarisiert wird.

  3. Warum muss es immer Werbung sein? Okay, ich bin selber einer dieser gelackten Werbefuzzies, aber ich würde auch für ein werbefreies Twitter bezahlen. Habe ich bei Twitterriffic ja auch gemacht.

    @rednix: Frage doch mal deine Leser, wieviel ihnen ein werbefreies Twitter im Monat wert wäre? Ich biete mal 4,99 Euro.

  4. 5,- Euro pro Monat ist schon saftig. Immerhin 60,- Euro / Jahr.

    Ich würde diesen Preis auch bezahlen. Doch die Frage ist, wieviel Menschen derart \”Twitter addicted\” sind um dafür Geld zu bezahlen.

    Laut Techcrunch sind es derzeit ca. 38% (von 2300 Votingteilnahmern).

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