Twitter Testing Advertising In Twitter Streams titelt Techcrunch heute und die Twittergemeinde schreckt auf, ist jetzt die Party vorbei, kommen nun gelackte Werbefuzzis in die Streams und wollen ihre Produkte feil bieten?
Ganz so schlimm wird es sicherlich nicht werden, dürfte doch allen klar sein, dass die Twitter-User höchst sensibel reagieren werden, sollte die Werbung a) nicht gekennzeichnet werden und b) zu sehr auf den einzelnen und seine Tweets zugeschnitten sein. Da gibt es irgendwo eine goldene Mitte, die macht auch für Werbetreibende Sinn. Alles andere regelt dann der Markt. Neben den Erlöspotentialen von Online-Werbung bei Twitter ist noch ein Thema völlig klar: der Dienst muss refinanziert werden, das kann entweder über Nutzungsgebühren für die API erfolgen, was aber den massiven Einsatz von 3rd-Party Apps behindern wird, oder eben durch ein Abo-Modell für die User. Dieses Modell ist sicherlich am interessantesten für Twitter, sichert es doch regelmässige Erlöse und bindet zudem noch die User. Einen echten Mehrwert für die User, jedenfalls in Europa, gibt es auch: SMS-Notifications.
Wenn Twitter diesen Schritt schafft, dann geht die Party erst richtig los, würde ich meinen. Wie man dann noch mit dem Signal/Noise-Ratio zurechtkommen kann, wird sich zeigen, allerdings gehe ich von Nischen-Anwendungen a la foodfeed.us aus.
Ach ja, sehr lesenswert auch Cems Interviewreihe zum Thema Twitter.


