But clearly a deal is not to be. Erstmal.

Gestern hat Microsoft bekannt gegeben, dass die geplante Übernahme von Yahoo erst einmal vom Tisch ist:

“Despite our best efforts, including raising our bid by roughly $5 billion, Yahoo! has not moved toward accepting our offer. After careful consideration, we believe the economics demanded by Yahoo! do not make sense for us, and it is in the best interests of Microsoft stockholders, employees and other stakeholders to withdraw our proposal,” said Ballmer.

In dem Schreiben wird noch einnmal klar gemacht, dass Ballmer die Abwehrstrategie von Yahoo nicht sonderlich witzig findet und die Kooperation mit Google im Bereich der Suchmaschinen-Vermarktung dazu geführt hat, dass der Deal nicht mehr Zustande kommen wird, da es laut Ballmer nicht mehr im Sinne der Aktionäre von Microsoft sein kann.

Yahoo hat also erst einmal erreicht, was es wollte, steht nun allerdings nachwievor nicht so doll da, nur eben ohne potentiellen Partner. Microsoft muss jetzt alleine diese Sache mit dem Internet hinbekommen, das wird ein langer und zäher Weg werden, denn in der Vergangenheit hat Microsoft bislang vor allem gezeigt, dass das Netz nicht gerade das natürliche Habitat für das Unternehmen darstellt. Google wird zufrieden sein, neben dem Zuwachs beim vermarktbaren Inventar ist es auch ganz praktisch, weiterhin zwei kleinere Konkurrenten zu haben als einen großen.

Es wird interessant sein, zu sehen, wie es mit Yahoo jetzt weitergeht und ob Microsoft nicht doch noch mal einen Anlauf versucht.

[ via: Microsoft Withdraws Proposal to Acquire Yahoo!: Microsoft Corp. today announced that it has withdrawn its proposal to acquire Yahoo! Inc. ]

Disqus lässt lässig kommentieren

Seit ein paar Tagen nutze ich Disqus für die Kommentare auf Twitterdings.de und F8Club, eigentlich vor allem, weil ich Disqus schon anderswo genutzt hatte und es ganz nett fand.

Disqus erlaubt das Einbinden eines Kommentarfeldes und des hoffentlich daraus resultierenden Kommentarverlaufs auf Weblogs. Nutzer können entweder wie “üblich” einfach ihre Daten beim Kommentar eingeben oder sich einmal registrieren und dann überall bei Blogs mit Disqus sofort loslegen mit dem Kommentieren. Das ist schon mal ungeheuer praktisch, zumal es losgelöst ist von Typepad, Blogger, WordPress oder anderen Blogsystemen. Hinzu kommen noch ein paar smarte Features wie das Threading oder das Ernennen von Usern zu Moderatoren. Disqus kann man mittlerweile mit Plaxo Pulse und Friendfeed verknüpfen, so dass auch dort jetzt die Kommentare reinlaufen, was ich sehr praktisch finde.

Das einmalige Registrieren erlaubt aber noch einige Spielereien mehr, so kann man auch bei Disqus im Profil noch die eigenen Profile bei Flickr, Tumblr, LinkedIn, Facebook, Twitter und Delicious hinterlegen. Und seit kurzem gibt es Updated popup profiles: View recent comments and Twitter status, was eben dazu führt, dass man auch als Verfasser eines Kommentares eingebettet ist in seinen SocialMedia-Kontext. Andere Nutzer können einfach nur mit der Maus über das Foto oder den Namen des Kommentators fahren und schon sehen sie in einem Popup die letzten Kommentare des Disqus-Users und sein letztes Twitter-Update, aber auch die Links zu den anderen Profilen des Users. Ich erwarte dadurch ein gesteigertes Kommentarverhalten, da man noch besser sehen kann, um wen es sich bei den anderen Leuten handelt und wo diese bereits kommentiert haben.

Friendfeed: Nur Twitter plus Bookmarks

Alexander van Elsas hat sich mal die Mühe gemacht und anhand von Friendfeedstats ausgewertet, welche Art von Inhalten beim gerade ziemlich angesagten Friendfeed zusammengetragen werden.

1. Twitter (54%)
2. Blogs (15%)
3. Google reader (9%)
4. Tumblr (4%)
5. StumbleUpon, Digg, Del.icio.us all score (3%)
6. Flickr, YouTube score (2%)
7. Friendfeed, Gmail/GTalk, Last FM, Jaiku all score (1%)

Das bedeutet also, dass alle fröhlich bei Friendfeed reintwittern, ihre Blogs und Shared Items vom Google Reader reinlaufen lassen und eine verschwindend kleine Minderheit nutzt das Kommentarfeature überhaupt. Also wird jede Menge Content aggregiert, nix gefiltert und letztendlich so der Dienst wenig brauchbar gemacht, mal abgesehen von den vielen Content-Dubletten, die von allen Seiten reingestreamt werden.

Friendfeed ist irgendwie weder Fisch noch Fleisch und löst derzeit auch kein Problem, sondern potenziert es eher noch. Man kann punktuell sicherlich mal einem User folgen und sehen, was gerade so passiert, aber in der Masse der User geht viel unter, insbesondere die Tweets sind doppeltgemoppelt. Dennoch, hier ist mein Friendfeed-Profil. Wofür das auch immer mal gut sein wird…