Zweimal 3 macht 4

Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach’ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt

das ist in Kurzfassung meine Replik auf Drei Dinge, die noch immer absolut nicht gehen. Und drei andere Dinge. und etwas länger:

1. Mein Blog ist meine Spielwiese. Mit Alles. Auch Widgets, wenn ich es mag. Wem das zu störend ist, dem empfehle ich den RSS-Feed des Blogs, oder lumma.io. Oder Lynx. Oder einfach viele andere Blogs, die man auch lesen kann.

2. Rivva hat m.E. nie den Anspruch erhoben, das ultimative Tool für eine Abbildung der Relevanz der deutschen Blogosphäre zu sein. Rivva muss man nicht nutzen, aber für einige Anwendungsfälle ist es durchaus praktisch.

3. Twitter verstehst Du nicht, lieber Don, aber das ist okay, auch hier gibt es keinen Mitmachzwang. Soziale Interaktion lässt sich unterschiedlichst abbilden, Twitter ist eine Variante davon.

Was ich, wie so oft, an Artikeln an der Blogbar nicht verstehe: was ist so schlimm daran, wenn Leute Möglichkeiten gefunden haben, sich online zu artikulieren oder mit anderen Menschen auf verschiedene Wege zu kommunizieren? Man muß ja nicht alles mitmachen, aber warum die strikte Verurteilung von Sachen, die man selber nicht gut findet? Ganz selten kann man mit plumper Schwarz/Weiss-Malerei ein Thema wirklich angemessen diskutieren. Brachiales Draufhauen hilft nur eingeschränkt, will man einen Diskurs anschieben, was ich Dir einfach mal unterstelle, lieber Don, denn “noch immer absolut nicht gehen” geht absolut nicht, vor allem nicht im Internet. Da gilt dann auch:

Alle groß und klein – trallalala lad’ ich zu uns ein.

Media Ventures investiert in Twidox


Eigentlich ist mit der Schlagzeile media ventures investiert in twidox schon alles gesagt, nur eben noch nicht, worum es bei Twidox geht. Twidox stellt nichts weniger als die Möglichkeit dar, hochwertige Inhalte mit einfachen Mitteln einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen, also u.a. zum Publizieren von Forschungsergebnissen, Sammeln von Studien-Unterlagen, oder ähnlichem. Eigentlich etwas, was ich damals im Studium gerne gehabt hätte, eine Online-Bibliothek, die mit den Usern wächst und besser wird.

Wie kam es zu dem Einstieg meines Arbeitgebers Media Ventures bei Twidox? Nun, das ist ganz einfach. Die beiden Gründer Nicholas McGowan von Holstein und Jan Deppe sassen letzten Herbst auf dem Weg zur Web 2.0 Expo in Berlin am Nachbartisch im ICE, haben sich ähnlich wie Malte und ich über für uns relevante Themen unterhalten. Irgendwann hatte ich dann genug gehört und mich vorgestellt, wir kamen ins Gespräch und schon ist Media Ventures an Twidox beteiligt, so einfach geht das…

Invites für die Beta gibt es bei TwidoxCrunch.

Firefoxrunterladtag 2008

Download Day

Heute ab 19 Uhr kann Firefox 3.0 heruntergeladen werden.

Yahoo! macht es richtig

Viel wurde in der letzten Zeit über die geplante Übernahme von Yahoo! durch Microsoft geschrieben, auch über den Investor Icahn, der Yahoo! unbedingt dazu drängen wollte, damit er einen ordentlichen Profit machen würde. Das ist jetzt alles vom Tisch, denn Yahoo! hat einen nicht-exklusiven Vertrag mit Google über die Nutzung von Google Adsense auf Yahoo! abgeschlossen. Darauf sank der Aktienkurs rapide ab, denn von einer Übernahme ist jetzt erst einmal nicht auszugehen und Michael Arrington war in heller Aufregung.

Ich finde, dass Yahoo! den zu diesem Zeitpunkt besten Schritt machen konnte. Es stärkt die eigene Monetarisierung, denn das interne Projekt Panama kam nie wirklich zum fliegen. Mit einer ordentlichen Monetarisierung wird sich der Börsenkurs auch wieder fangen und Yahoo! kann beginnen, sich neu auszurichten und mehr Fokus in das Angebot zu bringen. Ganz nebenbei finde ich die Idee, dass eine Kooperation zwischen Yahoo! Messenger und GoogleTalk passieren soll, auch sehr gut die Nutzer der jeweiligen Technologien.

Yahoo! kann sich jetzt wieder auf sich selber konzentrieren und bleibt ein eigenständiges Portal. Wenn die eigenen Hausaufgaben gemacht sind, fängt sich der Kurs auch wieder und dann kann Yahoo! nach und nach weniger auf Google Adsense zurückgreifen und die Monetarisierung ihrer Plattform wieder mehr in die eigene Hand nehmen.

Microsoft hat das eigentliche Problem, denn die sind nachwievor nicht wirklich im Internet angekommen und haben insbesondere bei der Online-Vermarktung immer noch nicht den Marktanteil, den sie anstreben.

[ via: Official Google Blog: Our agreement to provide ad technology to Yahoo! ]

telewebber enttäuscht auf ganzer Linie


Naja, eigentlich doch nicht, aber ich hatte auch keine großen Erwartungen. Das Thema allerdings, das ist total spannend, analog zum Thema Co-Browsing, was immer mehr in den Fokus rückt, ist auch klar, dass es einen Bedarf für Echtzeit-Kommentare bei Events gibt, ich zähle jetzt Fernsehen einfach mal dazu.

Telewebber begann stark, mit einer tollen Betacamper-Idee mitsamt Twitter-Verknüpfung, das liess man Herz ein wenig vor Euphorie hüpfen. Das Produkt allerdings finde ich enttäuschend. Less is more. Echt. Mit einer Fülle von Features und viel Geblinke an jeder Ecke soll eine Sache erreicht werden: ein gemeinsamer Chat zum aktuellen Fernsehprogramm. Das ist ja auch alles ganz nett, aber warum muss das wieder alles gekapselt werden in einer eigenen Anwendung? Lasst das über Twitter laufen, dann muss man nicht noch ein Fenster mit Interaktion zusätzlich offen haben. Ich glaube ganz ehrlich, dass das Produkt eh schon so geeky ist, dass man locker Twitter hätte nutzen sollen.

So aber ist das einfach nur ein Chat mit viel zu vielen Features, es muß wieder dieses leidige Freundesammelthema abgespult werden und ohne Usermassen wird es leer bleiben, mit Usermassen aber unübersichtlich werden. Abgesehen davon ist die Monetarisierung bei Telewebber auch noch eine Herausforderung, denn mit Werbung wird man dort nichts reissen können und als Premiumdienst sehe ich das nunmal gar nicht.

Ich denke schon seit einigen Jahren über das Thema Chat und TV nach, daher hat es mich gefreut, dass endlich jemand mal ein Produkt zu diesem Thema lanciert, aber das, was Andreas Dittes und Co bislang abgliefert werden, enttäuscht mich auf ganzer Linie. Zu viel Involvement, zu viele Features, zu geeky, zu verspielt, zwar mit einigen netten Ansätzen, aber mehr auch nicht. Ich hoffe mal, dass das alles noch total Beta ist und das finale Produkt mich aus den Puschen haut, aber ich glaube nicht dran.