CDU ohne Plan im Land der Horizonte

Wer schon mal einen Road-Trip durch die USA gemacht hat, der kennt die netten bunten Schilder an den Grenzen der Bundesstaaten, von „Fields of Opportunities“, „Drive Friendly – The Texas Way“ bis hin zu „The Empire State“ und auch in Deutschland gibt es seit einiger Zeit bunte Schilder, die die Reisenden willkommen heissen. Fährt man nach Schleswig-Holstein, kommt man ins „Land der Horizonte“, sieht Felder, Kühe und viel Landschaft.

Eigentlich ein netter kleiner Slogan, der vor allem nach Ruhe und Urlaub aussah, mir jedenfalls hat er immer gefallen. Aber das soll nun anders werden, die CDU in Schleswig-Holstein wurde aktiv:

Das erste Kapitel der schrägen Geschichte hatte der frühere Wissenschafts-, Wirtschafts- und Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) geschrieben. Ihm missfielen die betagten Tafeln an der Landesgrenze, auf denen Schleswig-Holstein sich als „Land der Horizonte“ vorstellt. Im Ministerium wurde flugs eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die mithilfe einer Kieler Werbeagentur Vorschläge für ein modernes Standortmarketing entwickelte. Die ersten Konzepte sahen vor, die Slogans (von Wissenschaftsland bis Festivalland) mit Fotos (von einem Chemielabor bis zur Geigerin im Rapsfeld) zu unterlegen. Bei Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) kam das nicht gut an. Er setzte persönlich durch, dass auf jedem der großen Schilder (etwa zwei mal drei Meter) Flagge und Wappen Schleswig-Holsteins prangt.

Es ist doch schön, wenn es keine anderen Sorgen gibt, als Slogans für Schilder an der Autobahn zu finden und sich sogar Ministerpräsidenten in die Diskussion einbringen können. Lasst einfach „Land der Horizonte“, auch wenn die CDU in Schleswig-Holstein erwiesenermassen nur einen sehr beschränkten hat.

[ via: Hamburger Abendblatt: Kieler Schild(er)bürgerstreich ]

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