Widget Channel – demnächst auf unserer Glotze?

Intel und Yahoo haben gerade den Widget Channel vorgestellt und damit eine Entwicklung in Richtung Verknüpfung von TV und Internet angeschoben, die in meinen Augen schon lange überfällig ist. Apple ist mit AppleTV auch schon in der richtigen Richtung unterwegs, denn es gibt eigentlich keinen Grund, warum man den Screenspace der neuen Fernseher-Generation nicht auch für interaktive Elemente nutzen können sollte. Natürlich ist das alles noch nicht direkt umsetzbar und wird auch noch eine Weile dauern, weil viele Marktteilnehmer im Bereich TV eher träge sind, dennoch finde ich, dass das Konzept von Intel und Yahoo Potential hat.

Die Architektur ist offen für Drittanbieter, was sicherlich die Akzeptanz im Markt erhöhen wird. Man kann sich eine Fülle von Dingen als Widget vorstellen, sei es der passende Wikipedia-Eintrag bei einer Doku, Shopping-Elemente bei einer Serie, Spielstände und Statistiken bei Sport-Events, Musik-Links bei Musikvideos, Mitmachtools bei Kindersendungen, und so weiter.

Mal sehen, wann es die ersten Widgets auf eine Glotze im deutschen Durchschnittshaushalt schaffen. Das bringt das ganze überkommene Konzept vom Rundfunk immer weiter durcheinander, was naturgemäß viele Kritiker auf den Plan rufen wird.

Amazon Elastic Blockstore (EBS) gelaunched

Vor mehr als einem Jahr hatte ich mich intensiv mit den Amazon Webservices auseinandergesetzt und letztendlich basiert Shoppero.com in den meisten Teilen auf diesen Webservices. Mit EC2 laufen die viertuellen Server-Instanzen, die Daten liegen bei Amazon S3 und die Produktdatenbank von Amazon wurde ebenfalls als Webservice angesprochen. Bei diesem Setup war vieles sehr praktisch und einfach, nur umständlich war der Zustand, dass die MySQL-Datenbank innerhalb einer EC2-Instanz liegen musste, was bedeutete, dass bei einem Crash der Instanz auch die Datenbank wegfällt. Das war uns bewusst und es wurde entsprechend das Setup so gestaltet, dass auch im Falle eines Crashes einer Instanz alles “gut” sein würde, aber umständlich war es schon. Jetzt endlich gibt es den Elastic Blockstore (EBS) und nun kann man ganz einfach als Webservice für die EC2-Instanzen eine virtuelle Festplatte nutzen:

# Amazon EBS allows you to create storage volumes from 1 GB to 1 TB that can be mounted as devices by Amazon EC2 instances. Multiple volumes can be mounted to the same instance.
# Storage volumes behave like raw, unformatted block devices, with user supplied device names and a block device interface. You can create a file system on top of Amazon EBS volumes, or use them in any other way you would use a block device (like a hard drive).
# Amazon EBS volumes are placed in a specific Availability Zone, and can then be attached to instances also in that same Availability Zone.
# Each storage volume is automatically replicated within the same Availability Zone. This prevents data loss due to failure of any single hardware component.
# Amazon EBS also provides the ability to create point-in-time snapshots of volumes, which are persisted to Amazon S3. These snapshots can be used as the starting point for new Amazon EBS volumes, and protect data for long-term durability. The same snapshot can be used to instantiate as many volumes as you wish.

Das ist quasi eines der letzten noch fehlenden Puzzlestücke gewesen und nun kann man mit den Amazon Webservices wirklich extrem schnell die eigene virtuelle Infrastruktur aufsetzen. Die kleine Anleitung Running MySQL on Amazon EC2 with Elastic Blockstore sollte für den Start weiterhelfen, ausserdem gibt es noch einen kurzen Artikel zu EBS beim Amazon CTO Werner Vogels und eine längere Einführung zu EBS auf dem Amazon Webservices Blog.

MBC09 – Microblogging Congress 2009

Während Cem noch über seine ersten Erfahrungen mit identi.ca schreibt, kündigt er quasi im Vorbeigehen den MBC09 – Microblogging Congress 2009 an.

Cem hat damit sicherlich ein Super-Thema aufgegriffen, eins das @johl mir schon vor ca. 2 Jahren nahegelegt hat, das wir uns mehr mit Microblogs beschäftigen, aber ich fand das a) noch zu früh, und es ist selten, dass ich irgendetwas zu früh finde und ich fand damals b) die Monetarisierung noch problematisch. Das Problem der Monetarisierung sehe ich nachwievor, auch wenn mit Tumblr und Soup.io zwei hervorrangende Tumble-Blogsysteme bestehen und Twitter, Jaiku und andere mit 140 Zeichen extrem viel Aufmerksamkeit erzielen können.

Ich freue mich auf MBC09 – Microblogging Congress 2009 im Januar in Hamburg und würde gerne mitmachen, in welcher Form auch immer.

Die FDP-Fraktion kann noch nicht mal twittern

Eigentlich tut mir die FDP schon fast leid, kann denen nicht mal jemand ein kleines bisschen helfen? Die neueste Errungenschaft der FDP-Fraktion ist jetzt Twitter / FDP_Fraktion. Dort wurden vor 5 Tagen 4 Pressemitteilungen als PDF verlinkt.

Krass. Das haben die sich bestimmt bei Obama abgeguckt und nun wird volle Pulle Web 2.0 gebolzt, also wenn der Praktikant nicht mehr mit dem Kopieren von Drucksachen beschäftigt ist. Eventuell wird dann auch mal jemandem gefolgt, das soll man ja neuerdings bei Twitter auch können.

Deadchucks

Die wären was für mich. Ich würde mich dann auch in mein Tie-Dye T-Shirt aus dem Jahre 1989 zwängen, das ich nach dem Konzert in der Sporthalle Hamburg im Oktober von einem barfüssigen Deadhead gekauft hatte. Falls das nicht schon längst entsorgt wurde, was die Chucks um so mehr rechtfertigen würde…

[ via: Converse – Chuck Taylor Grateful Dead ]