Ich habe gewonnen

Die Welt ist eine Google

Denn meine Bildüberschrift ist vom 29. September 2004, wenn auch nicht wirklich originell. Legt Euch wieder hin, Ihr Journalisten, und schreibt irgendwas anderes, von mir aus auch von mir ab.

Eine wundervolle Darstellung der Relevanz von Debatten in Blogs, noch dazu im Sommerloch.

[ via: Marco Dettweiler, “seriöser Journalist” bei Glaserei ]

die Bedeutungslosigkeit der Twitter-Konkurrenten

Dieser Post soll heute mal Twitter und seinen Konkurrenten kwippy und plurk, stellvertretend für alle anderen Mikroblogging-Dienste gewidmet sein und ist in allererster Linie thesenartig und voll des gefühlten Wissens zu verstehen:
Seit Freitag geht ja eine kwippy Einladungswelle durchs Land und so kam auch ich in den Besitz einer dieser "raren" Einladungen, ich folgte ihr aus Neugier. Auf der Seite angekommen stellte ich fest, dass es sich bei diesem Projekt um Twitter ohne Zeichenbegrenzung und mit GTalk-Einbindung handelt. Ähnliches hatte ich circa einen Monat davor bereits mit Plurk erlebt (USPs hier: flashy Optik und eine Einbindung von Stimmungen in die Statusupdates). Nach 10 Minuten der Beschäftigung mit der kwippy-Seite (absolut analog zu Plurk übrigens) verließ ich sie und bin mir sicher, dass ich sie zukünftig auch nicht mehr besuchen werde. Falls sich jemand fragen sollte warum das so ist kann ich sagen, ich habe schon einen Twitteraccount und damit keinen Bedarf für einen zweiten Dienst, der meine Statuszeilen verwaltet!
Die Frage, die ich mir bei diesen Diensten regelmäßig stelle (geht mir bei friendfeed übrigens nicht anders) ist, ob sich die Entwickler schon mal Gedanken darüber gemacht haben, wieviel Zeit dem User so zur Verfügung steht, all diese Dienste auch zu nutzen – und Twitter ist nun wirklich ein zeitlich durchaus intensives Tool – und wie wichtig gerade das Element "soziale Bindungen" für Dienste wie Twitter sind und wie schwer diese auflösbar sind. Nicht umsonst könnte StudiVZ sonstwas tun und trotzdem würden nur relativ wenige User zu facebook wechseln. Ich meine jetzt mal ehrlich, wie sehr nervt es, jedes Mal die gleichen Leuten auf einem neuen Dienst zu suchen, ihnen zu folgen, Freundschaften zu schließen, sich mit dem Dienst vertraut zu machen, etc.
Am Ende ist es doch so: Twitter ist eher TROTZ seiner Funktionalitäten zum Standard geworden, aber inzwischen kann wohl keiner mehr leugnen, DASS es der Standard für Microblogging ist. Ich bin der Ansicht, dass es schon ein wenig mehr braucht als eine seitwärts ausgerichtete Timeline und schicke Bildchen (plurk) oder die Anbindung von GTalk und eine wahnsinnig virale Einladungsfunktion (kwippy), um jemanden, der sich seit dem Anlegen seines Accounts langsam und beharrlich seine Follower aufgebaut hat, davon zu überzeugen, dass es jetzt Zeit wäre zu wechseln und das alles erneut durchzuführen. Die Frage die bleibt ist: was planen die Betreiber dieser Dienste, denen wird ja auch auffallen, dass es schwer ist, User dauerhaft von Twitter abzulösen, wenn nicht gleich deren ganzes Netzwerk mitgeht? Was sind da die Argumente für die Investoren, wo der eigene Antrieb UND das wichtigste: Was müsste passieren, damit du, lieber Leser, dauerhaft Twitter den Rücken kehrst und zukünftig nur noch kwippy o.ä. nutzt? Auch eine letzt Frage sei noch erlaubt: Ist das meine persönliche Einzelmeinung oder geht das noch jemandem so?

PS: Grundlage dieser gesamten Annahme ist, dass der Mainstream Standardtools nutzt und da ist eben nicht in letzter Konsequenz die reine Funktion entscheidend, sondern die Verbreitung, denn wenn keiner meine Tweets liest, muss ich auch keine schreiben. Ich glaube schlicht, dass am Ende die Marke über den Mainstreamerfolg entscheidet und da kommen Dienste wie kwippy und plurk einfach nicht mit Twitter mit…

[Christoph]

er ist angekommen


Nico schrieb gerade die erste Mail, er ist gut angekommen, keiner muss sich Sorgen machen, ein Photo hat er auch mitgeschickt, es ist jetzt nicht so ganz, wie das im Katalog versprochen war, aber so ist das eben: wer regelmäßig SternTV guckt weiß, das Urlaub eh nur Abzocke ist. Er sagte was von "ist halb so schlimm, wie es aussieht, die wollen in einer Stunde ablegen, in der Zwischenzeit hol ich mir noch einen Caramel Frappuccino Blended Coffee der Größe Vente und geh noch mal pullern", der Nico.

Photo via [margin]
 

[Christoph]