MIKI kommt

Nico —  18.11.2008


Über MIKI wollte ich schon lange mal was bloggen, aber dankenswerter Weise hält Marc Frey, einer der beiden Gründer, immer per Twitter auf dem Laufenden. Als ich die Idee präsentiert bekommen hatte vor einem guten halben Jahr, fand ich das Thema spannend, aber es war noch ein klein wenig zu früh, sprich: es gab noch nicht wirklich etwas zu sehen.

Jetzt sind einige MIKIs online und das Konzept nimmt mehr als nur Formen an. Ich finde die Kombination von Bildern und interaktiven Elementen super, und vor allem die Möglichkeit, direkt Shopping-Elemente einzubinden ist sehr überzeugend. Aber ehrlich gesagt finde ich das Share-Feature, damit man aus bestehenden MIKIs ziemlich schnell sein eigenes bauen kann, um dieses dann zu sharen, wirklich smart. Interessant ist auch, dass die großflächige Anzeigen in dem vom Verschieben inspirierten Navigationsmodus wenig störend wirken, sondern in die aufwändig gestaltete Form eines MIKIs durchaus hineinpassen.

Um extrem verknappt zu sagen, was ein MIKI ist, würde ich das so zusammenfassen: eine flash-basierte Web-Anwendung, die quasi wie beim Stern in seiner besten Zeit mit vielen Fotos funktioniert, aber die Möglichkeiten zum Personalisieren und Teilen bietet.

Ich finde die Idee sehr spannend, sicherlich nicht für alles passend, aber da, wo viele Fotos eingesetzt werden und Wert auf eine hochwertige Anmutung gelegt wird, dort bietet sich ein MIKI an.

MIKI ist in einer Phase, in der Print wegbricht, die Möglichkeit für die Verlage, die Transition zum Web smart abzubilden und ihre Werbekunden in der bekannten Form mitzunehmen, angereichert um interaktive Elemente und Möglichkeiten des Sharens von Content zwischen den Usern.

3 responses to MIKI kommt

  1. Wenn es flash basiert ist, gibt es da nicht erhebliche SEO-Probleme?

  2. Bei „normalen“ Flashseiten ist das der Fall, nicht aber beim MIKI: Hier wird automatisch und in Echtzeit für jede Flashseite eine Hybridseite in HTML angelegt. Die ist vollständig von den Robots der Suchmaschinen durchsuchbar. Das MIKI nutzt also Flash und ist trotzdem für SEO geeignet.

  3. Diese Einschätzung zu MIKI teile ich 100prozentig. Es kommt noch was dazu: Das neue Medienformat MIKI vermeidet auch, allzu schnell Datenschrott zu publizieren, wie es leider im Web zu häufig vorkommt. Wie das? Beim MIKI-Machen muss man sich eine Dramaturgie überlegen, eine gute Story kreieren und sorgsam mit gutem Bildmaterial umgehen. Sonst sieht das Ergebnis doof aus. Allerdings braucht man keinerlei Technologiewissen; und viele Tools sowie Templates helfen, auch die Gestaltung ansprechend zu machen. Was wollen wir mehr?