Bevor der eigentliche Rant losgeht, noch mal ganz kurz vorweg: welche von allen guten Geistern verlassene Flitzpiepe hat sich eigentlich das Wortungetüm-Dreigestirn aus De-Mail, De-Safe und De-Ident ausgedacht? Kommt auch noch De-Install? Soll man dann später sagen können “das habe ich Ihnen doch ge-de-mailt?” – wenn wir eines gelernt haben, dann doch, dass deutsche Bürokraten grundsätzlich keine nutzbaren Begriffe schaffen können, oder?
Aber, nun gut, die De-Mail kommt nun wohl, ein tolles Vorzeigeprojekt aus De-utschland. Sicherheitshalber hat man sich dann auch gleich überlegt, wie diese sichere Variante der Email eingesetzt werden kann. Laut FAQ:
Preise und Modalitäten wird jeder Anbieter von De-Mail im freien Wettbewerb um die Kunden selbst festlegen. Es wird voraussichtlich ein ähnliches Prinzip wie beim Postversand gelten: der Absender zahlt ein e-Porto.
Das ist eine tolle Idee. Wirklich. Damit kann man die De-Mail gleich begraben. Bürokratischer Aufwand plus Kosten sind ideal, um keinen Schritt vorwärts zu kommen mit einem neuen System. Eine Zwangsnutzung verbunden mit Zusatz-Kosten wird aber auch nicht wirklich die Akzeptanz steigern.
Aber gut, da beweisst Deutschland mal wieder die selbstzugedachte Vorreiterrolle in der IT. De-Vorreiter quasi.
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