Kontrollwahn in der KiTa – irgendwann hört es auf!

Kitas wollen Fingerabdrücke der Eltern speichern berichtet das taz Blog CTRL und während man sich fragt, ob es um irgendwelche Betreuungseinrichtungen des politischen Berlin mit gesteigerten Sicherheitsanforderungen geht, muss man feststellen, dass es hierbei um 17 KiTas eines evangelischen Trägers geht.

Ist die Gefahr wirklich so groß, dass Kinder aus Betreuungseinrichtungen entführt werden? Ist die naheliegende Lösung dann, dass man Fingerabdrücke nimmt und dann durch Einsatz von Technik wiederum regelt, wer Kinder abholen darf?

Ich weiss ja nicht, wie es anderen Eltern geht, aber ich kenne die Erzieherinnen meiner Kinder und die kennen mich auch, dabei ist es dann auch kein Problem, auf eine Veränderung des Abholverhaltens hinzuweisen mitsamt konkreter Schilderung, wie die Person heissen wird, die sich der Kinder annimmt. Derartige Vorgänge werden dann dokumentiert und dann wissen alle Beteiligten Bescheid.

Einen Fingerabdruckscan für Eltern lehne ich komplett ab und weise darauf hin, dass Sicherheitswahn keine Lösung ist.

[ via: Ringfahndung – Omas Fingerabdruck ]

3 Antworten auf „Kontrollwahn in der KiTa – irgendwann hört es auf!“

  1. Würde nicht gerade für eine Kita sprechen, wenn die das mitmachen würden. Die sollten ihre Pappenheimer schon kennen. Andererseits: Ich bin für RFID in Kinderhandschuhen. Damit sie endlich wiedergefunden werden können…

  2. Ist echt hammer, auf was für Ideen die kommen… Nur weil es technisch möglich wäre, muss man es doch nicht auch gleich noch umsetzen.

    Aber wahrscheinlich übernehmen in ein paar Jahren sowieso Roboter die Kinderbetreuung. Und man darf sich der KiTa nur nähern, wenn die RFID Chips in Personalausweis und Zugangskarte für Eltern auch dabei sind. Und vor dem Eingang wird man per Nacktscanner auf Waffen durchsucht.
    Könnte man fast drüber lachen, wenn's nicht so traurig wäre.

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