Man sollte Zeitungs-Abo von der Steuer absetzen können, fordert der Vorsitzende der SPD- Medienkommission, Marc Jan Eumann:
Viele Tageszeitungen verlieren derzeit deutlich an Auflage. Die Zahl der über ein Abonnement verkauften Zeitungsexemplare sei im vergangenen Quartal auf etwa 14 Millionen pro Tag zurückgegangen, sagte Eumann, der die Medienkommission des SPD-Bundesvorstands leitet. Er bezifferte die Kosten seines Vorschlags auf grob geschätzt 500 Millionen Euro im Jahr.In Deutschland würden Zeitungen im Vergleich zu andern europäischen Staaten vergleichsweise wenig gefördert, sagte Eumann. Sie profitierten bisher nur von dem auf sieben Prozent reduzierten Mehrwertsteuersatz. In vielen anderen Ländern gebe es ein System direkter Hilfen für Zeitungen. “Da steht Deutschland am Ende der Liste.”
Ah ja. Das ist ja eine sehr zukunftsweisende Sicht der Dinge. 500 Millionen Euro pro Jahr soll der Spaß kosten, damit die Verlage für ihre Versäumnisse der letzten mindestens 10 Jahre nicht zu sehr vom Markt bestraft werden? Ich glaube ja nachwievor nicht daran, dass das Trägermedium über die Qualität des Journalismus entscheidet, also sehe ich nicht, warum Tageszeitungsabos jetzt von der Steuer abgesetzt werden sollten.
Aber, was man an diesem Vorstoß sehr gut sieht ist die Denke eines Vorsitzenden der SPD-Medienkommission, der augenscheinlich nicht versteht, wie sich das Medien-Nutzungsverhalten verändert und warum immer mehr Bürger ihre Informationen aus Online-Quellen holen. Besitzstandswahrer aller Länder, merkt endlich mal was!
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[...] nicht verstehen. Journalismus und dessen Qualität setzen sich nicht am Papier fest. (via) Autor: Thomas Gigold Veröffentlicht am: 07.12.2008, 13:06 [...]
[...] Sie dazu auch: SPD will Zeitungs-Abo von der Steuer absetzen auf im Lummaland-Blog oder Steuerlich absetzbarer Medienkonsum bei Medienrauschen. Dieser [...]
[...] 3. “SPD will Zeitungs-Abo von der Steuer absetzen” (lumma.de, Nico Lumma) “Ah ja. Das ist ja eine sehr zukunftsweisende Sicht der Dinge. 500 Millionen Euro pro Jahr soll der Spaß kosten, damit die Verlage für ihre Versäumnisse der letzten mindestens 10 Jahre nicht zu sehr vom Markt bestraft werden? Ich glaube ja nachwievor nicht daran, dass das Trägermedium über die Qualität des Journalismus entscheidet, also sehe ich nicht, warum Tageszeitungsabos jetzt von der Steuer abgesetzt werden sollten.” [...]