Intense Debate im Test

Nico —  9.12.2008

Eigentlich nutze ich seit einigen Monaten Disqus für meine Kommentare und bin sehr zufrieden damit, aber im Zuge meines Umzugs gab es irgendwelche Komplikationen mit Disqus und den neuen Permalinks des Blogs, was dazu führte, dass irgendwie gerade nicht alles so 100% mit Disqus funktioniert, was ich denen nicht zum Vorwurf mache, schließlich war der Blog-Umzug auch etwas ungewöhnlich. Während die Jungs von Disqus nun hoffentlich gerade immer noch an einer Lösung werkeln, habe ich den Artikel von Duncan Riley zum Thema Intense Debate vs Disqus: Why I Nearly Switched gelesen und bin insbesondere über diese Punkte gestolpert:

Integrated WordPress commenting: no iFrame for Intense Debate, instead all comments are shown natively in WordPress. It’s an “advanced” view that delivers Intense Debate services in the one spot. Disqus by comparison has a highly confused interface: for example you don’t have all moderation features in their admin view, but you do on the post itself. In WordPress you get an iFrame.

Integrated FriendFeed comments: if I switch this will be a big selling point. Intense Debate imports FriendFeed comments into the comment thread itself, so they just look like standard comments. We’ve previously been running them here at The Inquisitr, but they aren’t combined in the comment thread. Disqus has previously talked about doing this, but they don’t do it today that I’m aware of.

Integrated Twitter support: not a huge selling point, but at a time where Twitter has never been more popular, the option to allow users to Tweet their comment complete with link can only help drive traffic back to your site. Disqus doesn’t offer anything similar.

Reputation Management: Both offer reputation management, but with Intense Debate it’s a stronger part of the presentation.

All dieses Punkte finde ich sehr wichtig und spannend, hinzu kommt natürlich, dass Automattic, die Firma hinter WordPress, das Team von Intense Debate übernommen hat, weswegen ich mir eine deutlich bessere Integration mit WordPress verspreche.

Bislang ist das auch alles sehr cool, nur dass meine Kommentar-Antworten per Mail nur ab und zu mal ankommen, was ich durchaus nervig finde, abgesehen davon sind dann die Umlaute vermurkst. Die Integration des Kommentartools im Adminbereich von WordPress ist weitaus gelungener als bei Disqus und vor allem gibt es zwei hervorragende Features:

Theoretisch werden Kommentare via Friendfeed in den Kommentar-Thread integriert, was mE in der Praxis bei meinem Blog noch nicht vorgekommen ist, und ich kann Kommentare von mir bei Twitter automagisch verkünden, was bei zurückhaltender Nutzung positive Auswirkungen auf die Kommentare haben dürfte. Die Verzahnung mit Friendfeed und Twitter finde ich jedenfalls ziemlich smart, aber ich glaube auch nicht, dass das so sehr Raketenphysik ist, dass Disqus nicht nachziehen könnte. Bleibt die viel bessere Integration im WordPress-Adminbereich, aber auch das nur manchmal funktionierende Comment-by-Email – ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht sicher, welches von beiden Kommentartools ich zukünftig einsetzen werde. Aber die Twitter-Verknüpfung finde ich sehr smart.

14 responses to Intense Debate im Test

  1. ok – ich hab auch gerade mal intensedebate installiert – wusste auch ehrlich gesagt nicht von diesen spezifischen vorteilen zuvor – was mich natürlich sofort überzeugt ist die tatsache, dass es auch noch gleichzeitig eine openid unterstützung für kommentare mit aufs blog bringt! ;)

  2. Hm.

    Irgendwas triggert übrigens ab und zu die "iPhone-View" – und das unter Firefox, was ja wohl eher kein iPhone ist.

  3. Vielleicht wäre dein Firefox gerne ein iPhone?

  4. mich nervt's, dass das ganze ding nicht auf deutsch ist. und ist es nicht so, dass die kommentare nur bei intensedebate liegen?

    • Also nach meiner Erfahrung werden die Kommentare nach kurzer Zeit wieder zurueck auf dein WordPress gesynct. Was fuer mich viel interessanter war is dass ID die kommentare klassisch (wie WordPress das auch machen wuerde) auch anzeigt, nur eben in einem noscript Tag, was das ganze indexierbar macht und links zaehlen auch zum Pagerank :-)

  5. Vielleicht will lumma.de auch, daß ich vom Firefox auf das iPhone umsteige?

  6. die Kommentare liegen bei mir und bei Intense Debate, ich kann jederzeit ein Export vornehmen.

  7. oh ja, das mit dem openid-gedöns hatte ich völlig vergessen, das kommt noch erschwerend hinzu, ebenso wie das exportieren der kommentare zu jeder zeit.

  8. hui, vielen Dank für den Input. Die Reputation nach der Umgebung zu gewichten wird sicherlich schwierig sein, aber Du hast natürlich Recht, dass das so u.U. wenig Sinn machen kann, insbesondere im politischen Kontext.

  9. Moin, ich habe hier eher eine Meinung aus Nutzersicht – insbesondere das Bewertungssystem halte ich für noch optimierbar.
    Ich habe von IntenseDebate erstmals im Rahmen von change.gov und der Gesundheitsdebatte erfahren. Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen:

    1. Es wird standardmäßig nach der Bewertung der Kommentare sortiert. Das ist fein, wenn ich vier bis fünf Kommentare auf einen Blogpost bekomme. Wenn ich so aber eine intensive Debatte moderiere, führt das dazu, dass die frühen Kommentare fast unschlagbar bevorteilt werden. Der Kommentar der nach 24 Stunden oben war in der Gesundheitsdebatte, blieb dort bis zum Ende – einfach weil er brauchbar war, ergo positiv bewertet wurde und, nachdem er mehr als 20 Reaktionen hatte, in seiner Hierarchieebene auch alleine auf Seite 1 war.
    Eine zufällige Reihung mit einer Gewichtung nach Kommentargüte fände ich sinnvoller.
    2. Wenn man mehrere positiv bewertete Kommentare schreibt – und das können alles kurze Zweizeiler sein – bekommt man schnell eine positive Reputation. Aber wenn jemand den Top-Kommentar zur Debatte geschrieben hat, aber nach einem reflektierten Beitrag erstmal pausiert, steigt seine Reputation nicht. Viele kleine Kommentare scheinen besser zu sein als wenige besonders gute – damit beeinflusse ich die Debattenstruktur – aus meiner Sicht nicht unbedingt positiv.
    3. Meine Reputation steigt und fällt mit allen Kommentaren gleichzeitig – unabhängig vom Forum. Im Prinzip eine gute Idee. Aber wenn ich es mal wieder nicht lassen kann und in eher konservativen Kreisen linke Thesen vertrete, beschädige ich meine Reputation. Wenn ich umgekehrt nur da diskutiere, wo alle meiner Meinung sind, werde ich ein renommierter Kommentator. Bin mir auch hier nicht sicher, ob ich das schlecht finde oder ob mir das egal sein muss.

  10. hm, gerade einen Kommentar unter dem ersten Disqus Artikel abgegeben, danach hatte ich erst das intense Kommentarfeld, oder irre ich? Im übrigen scheinen mir die Gründe nicht ganz plausibel. Disqus integriert den eigenen twitter feed, lässt sich sehr gut in WordPress einbinden und es gibt auch fürs iPhone einen Plugin.

  11. Bin grad auch dabei ID yu testen. Danke fuer die vorab infos ^^

  12. Bei mir funktioniert das nicht.

  13. Bei mir geht das auch nicht