Wir alle sind nun also zu 25% plus einer Aktie Eigner der Commerzbank, damit wird eine alte Forderung aus den 70er Jahren erfüllt und der Staat greift aktiv in die Wirtschaft ein, um sich eine Einflußsphäre zu sichern. Für Olaf Scholz und andere muß das ein Flashback in die 70er sein, als sie noch zum Stamokap-Flügel der Jusos gehörten, aber daß bei allem Lob und Kritik für Teilverstaatlichung sogar von der FDP eine positive Stellungnahme kommt, wirft ein setsames Licht auf die Westerwelle-Partei:
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle unterstützte die Bundesregierung. Der Aktienkauf sei “rein marktwirtschaftlich”. Der Steuerzahler gebe Geld und wolle nicht, “dass es versenkt wird”. Deshalb bekomme er ein Aktienpaket. Wenn sich die Wirtschaft erholt habe, sei es die Aufgabe des Staates, sich vielleicht sogar mit Gewinn wieder von diesen Beteiligungen zu trennen.
Ich dachte immer, die Kernidee der FDP bestünde darin, daß der Staat den Markt in Ruhe lassen soll und daß sich alles von selber regelt, wenn der Markt nur agieren kann. Und nun sowas? Ein Schelm, wer hier an puren Opportunismus denkt.
Viel mehr treibt mich jetzt aber die Frage um, wo wir als nächstes Einsteigen. Opel? ProSiebenSat1?
Ähnliche Artikel:
- Nuancen Eben hörte ich Westerwelle im Interview und er meinte “Wir setzen hier ganz klar auf...
- FDP ick hör Dir tappsen Was soll denn das jetzt? Die ehemalige Pünktchenpartei war jahrzehntelang ein Garant für Forderungen a...
- FDP irritiert – versteht das Parteien-System nicht Die FAZ titel zwar FDP irritiert: „Die Union weiß nicht, was sie will“, aber ich...












[...] Millionen Aktien (Also 6 Euro pro Aktie) bezahlt und der Rest ist eine stille Einlage. Laut eines Blogeintrages von Nico Lumma redet Guido Westerwelle davon, den Anteil irgendwann (vielleicht mit Gewinn) zu verkaufen. Ich [...]
[...] # klau|s|ens freut sich über den ackermann-verlust # Der wahre Grund für die Finanzkrise # Lummaland über die Teilverstaatlichung der Commerzbank # Politanalyst an alle Manager dieser Welt # feynsinn zu Konjunktur kriegt keine Kinder [...]