Die SPD ist Stolz auf den den Relaunch von SPD.de und der Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel verkündet, daß zum Relaunch 1 Mio Besucher auf SPD.de an einem Tag gezählt werden konnten. Das finde ich alles prima und auch @tsghessen macht sich richtig gut gerade, z.B. mit dem Interview mit Robert Basic auf Twitter.
Aber, wie Falk so treffend festgestellt hat, sogar Frank Patalong hat mal einige gute Anmerkungen gemacht:
Der Punkt, der bisher in keiner hiesigen Parteizentrale begriffen wurde: Ein wirklich erfolgreicher Polit-Auftritt im Web ist nicht abhängig von Design oder Features. Sondern von der Auffassung, mit der er serviert wird.
Da hat auch die SPD noch einiges an Wegstrecke vor sich, wobei der Relaunch sicherlich ein wegweisender erster Schritt ist. Dabei gibt es immer noch einige fundamentale Setbacks, die allen Beteiligten klar machen sollten, daß noch etliches zu tun sein wird. So ist beispielsweise die Internetpräsenz der Juso-Bundesvorsitzenden immer noch zu zurückhaltend, um nicht zu sagen: erschreckend für eine Politikerin in diesem Alter. Positiv stimmt mich hingegen die angestossene Diskussion von Karsten Wenzlaff auf vorwaerts.de: BarackObama.com vs. SPD.
Was mich aber wirklich annervt, bei allem begrüßenswerten Getöse um das Internet im Wahljahr 2009, und das gilt für alle Parteien in Deutschland:
Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den fundamentalen Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft findet in den Parteien nicht im Ansatz statt. Die politische Elite des Landes hält sich weiterhin zurück, wenn es darum geht, sich mit dem Internet auseinanderzusetzen oder es gar aktiv zu nutzen, geschweige denn es zu verstehen.
Bis zu einer wirklichen Internetpartei werden noch etliche Relaunches vergehen. Die SPD hat vorgelegt, mal sehen, wie die Reaktionen aus Berlin aussehen werden, oder ob sie überhaupt kommen.



[...] gehe davon aus, dass Nico Lumma mit seiner Bemerkung (1. Satz) die fundamentalen Veränderungen meint, die durch die Finanzkrise [...]
[...] macht noch keine Internetpartei. Nico Lumma bringt es treffend auf den Punkt, daher verweise ich schlicht auf seinen Kommentar zu diesem [...]
[...] Entwicklung der selbsternnaten Internetpartei SPD haben sich die Genossinnen und Genossen aber in erster Linie selbst zuzuschreiben. Der lachende [...]
Start der neuen spd.de…
Nun ja, die ersten zwei Minuten gingen denn mal gründlich schief:
In der PM des SPD-Presseservice war ein Tippfehler, so dass man zuerst gar nicht auf die richtige Seite geleitet wurde. Und dann war der Server wegen Überlastung nicht zu erre…