Archiv für Januar 2009

18. Januar 2009

Gesprühtes heißes Wasser und -29.4C

Dieses Filmchen habe ich mir ein paar Mal angeguckt, zum einen, weil ich weiß, wie saukalt es im Mittleren Westen werden kann, zum anderen weil ich Scotts Kommentar “Beats licking lampposts for cold weather fun.” so herrlich passend finde.

[ via: Spraying hot water at -29.4C - Boing Boing und PapaScott's shared items ]

18. Januar 2009

Game Over für Bush

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Game Over For Bush.

[ via: Digg - Game Over [PIC] ]

18. Januar 2009

Hessen: wenig Vertrauen in SPD und CDU

Die Wahl in Hessen ist vorbei und eigentlich ist niemand wirklich überrascht, denn es wird auf eine Koalition von CDU und FDP hinauslaufen. Aber dennoch lohnt es sich einmal, ein klein wenig auf das Ergebnis zu gucken.

1. Die SPD hat wie erwartet massiv verloren. Thorsten Schäfer-Gümbel hat einen anständigen Wahlkampf absolviert und sich viele Sympathien erworben. So richtig viel reißen konnte er nicht, zu zerrüttet war das Vertrauen in die SPD, die noch vor einem Jahr mit Andrea Ypsilanti so nah dran war, Roland Koch als Ministerpräsident abzulösen. Das Rumgeeier mit dem gebrochenen Versprechen, dem Versuch einer Minderheitsregierung und dann den Abweichlern in den eigenen Reihen hat dafür gesorgt, daß die SPD ein extrem mieses Ergebnis eingefahren hat. Bei aller Kritik an Andrea Ypsilanti muß ich sagen, daß ihr Festhalten an ihren Ämtern bis zum heutigen Rücktritt genau richtig war, denn so kann Thorsten Schäfer-Gümbel jetzt nach dieser Generalprobe richtig durchstarten und unbelastet in die Auseinandersetzungen der nächsten Jahre gehen. Zusammen mit den Grünen kann die hessische SPD jetzt in der Opposition wirken und zeigen, wie die Alternative zu schwarz-gelb aussieht.

2. Die CDU sollte lieber mal den Ball flach halten. Sie hat zwar nicht so dramatisch verloren wie die SPD, muss sich aber wirklich fragen, wie es sein kann, daß in der Zeit der massivsten Finanzkrise der letzten Jahrzehnte, die mitverursacht wurde von einer Ideologie, wie die marktliberale FDP sie seit Ewigkeiten vor sich herträgt, die FDP massiv Stimmen im bürgerlichen Lager gewinnen kann. Das ist ein Armutszeugnis für die CDU und vor allem für Roland Koch.

3. Die Grünen und leider auch die FDP haben von dem Chaos des letzten Jahres am meisten profitiert. Das Mißtrauen gegenüber den beiden großen Parteien ist nachvollziehbar und wird im neuen hessischen Landtag zu interessanten Konstellationen führen. Die beiden Parteien werden selbstbewußter denn je auftreten und insbesondere die FDP wird mit ihren Ansprüchen schon schnell nerven.

4. Die SPD tut gut daran, sich nicht mit irgendwelchen Koalitionsaussagen ihrer Handlungsfähigkeit zu berauben. Es muß völlig klar sein, daß die SPD die Koalition versucht einzugehen, in der sie möglichst viel von ihrem Programm umsetzen kann. Persönliche Animositäten oder gefestigte politische Abneigungen haben zum Wohle des Landes hinten anzustehen, geht es doch um eine stabile und durchsetzungsfähige Regierung. Die SPD sollte auch endlich damit aufhören, sich von den Blockparteien CDU und FDP irgendeine pseudo-moralische Debatte bezüglich der Linkspopulisten aufdrängen zu lassen. Die SPD muß mit Selbstbewußtsein in diese Auseinandersetzungen gehen und von Anfang an klar machen, daß es nur darum gehen kann, eine möglichst große Anzahl von Stimmen zu gewinnen und alles andere nachrangig ist.

5. Eine Wahlbeteiligung von 60% ist kein Wunder nach dem letzten Jahr, insbesondere wenn es dann auch noch einen sehr kurzen Wahlkampf im Winter gibt. Das Auftreten von TSG war allerdings durchaus eindrucksvoll, da er sich ziemlich dialog-bereit präsentiert hat und auch im Web durchaus eine Duftmarke hinterlassen kann. Die Art und Weise des Wahlkampfes von TSG kam an und ich hoffe, daß sich andere Politiker daran orientieren werden.

Abschließend möchte ich festhalten, daß alle die sich irren werden, die aus diesem Wahlergebnis in Hessen Aussagen für die Bundestagswahl im Herbst treffen wollen. Bis dahin wird noch viel Wahlkampf vergehen.

18. Januar 2009

Belkin: 65 Cent für einen geturkten Review

Belkin’s Development Rep is Hiring People to Write Fake Positive Amazon Reviews ist eine interessante Story. Belkin hat scheinbar ein Problem mit schlechten Reviews auf Amazon und ein Mitarbeiter hat zur Lösung des Problems bei Mechanical Turk, einem Dienst von Amazon, einen Job ausgeschrieben: Man bekommt 65 Cent für einen positiven Review von Belkin Produkten auf Amazon. Eigentlich ist Mechanical Turk entwickelt worden, um kleinste Aufgaben von einer großen Masse von Leuten schnell abarbeiten zu lassen. Allerdings stand eher das Erkennen von Personen auf Bildern oder ähnliches im Fokus bisher, nicht aber das Erstellen von positiven Reviews für den Auftraggeber.
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Nennt sich das dann crowd-enabled Astroturfing? Wie bräsig kann Belkin eigentlich sein, eine derartige Idee in aller Öffentlichkeit auszuschreiben? Die Idee alleine ist schon bescheuert, aber dann auch noch bei Mechanical Turk nach Leuten zu suchen, zeigt wie wenig dort über das Verhältnis von Belkin zu seinen Kunden nachgedacht wurde. Mal sehen, wie sich das PR-Desaster entwickelt und wie lange Belkin braucht, um überzeugend gegenzusteuern und den Kunden klarzumachen, daß man an wirklichen Kundenmeinungen interessiert ist.

17. Januar 2009

Obamicon.Me

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Oh, das ist ein tolles Tool für mich, damit könnte ich ewig rumspielen. Herausgekommen ist dieses
Obamicon. Mehr gibt es auf obamicon.me.

[ via: Hoffnung | kosmar ]