Vanity Fair – gestorben wird immer

Nico —  18.02.2009

156_156_0_1234393200_vf_de_08_2009_coverHorror-Nachricht von Condé Nast: „Vanity Fair“ wird eingestellt. titelt kress.de, aber ehrlich gesagt, abgesehen natürlich von den Einzelschicksalen der Mitarbeiter, kann ich nicht sehen, was daran Horror ist.

Vanity Fair in den USA ist eine dicke Zeitschrift, mit vielen tollen, langen Artikeln, aber die deutsche Vanity Fair habe ich immer als belanglosen Hochglanz-Artikel wahrgenommen. Eine nette Zeitschrift für das Wartezimmer mit schönen Bildern, aber es kann doch niemand ernsthaft behaupten, daß Deutschland jetzt um ein wichtiges Printprodukt ärmer ist, oder? Sicherlich, Vanity Fair hat sich irgendeine tolle Zielgruppe ausgeguckt und versucht, für diese urbanen Leistungsträger eine geeignete Publikation zu schaffen, dabei allerdings völlig ignoriert, daß gerade diese Zeilgruppe ihr Informationsbedürfnis schon recht ordentlich online gestillt bekommt.

Es gibt einige amerikanische Zeitschriften, die ich auch gerne in Deutschland hätte, aber dann bitte sehr eng am Original und nicht so wie im Fall der Vanity Fair. Nach Park Avenue war für mich klar, daß auch Vanity Fair nicht wirklich eine Chance in Deutschland haben würde. Derzeit ist wenig für die Ewigkeit, insbesondere im Print-Bereich, das sollte allen beteiligten schon seit einigen Tagen klar sein.

Trackbacks and Pingbacks:

  1. massenpublikum» Blogarchiv » Ein Nachruf auf die Vanity Fair - 18.02.2009

    […] es nun nicht Wenige gibt, die einen kleinen Tanz hinlegen und sich diebisch freuen, weil sie es schon immer wussten, dass sich so ein Format in Deutschland nicht durchsetzen kann. Die Vanity Fair sei nicht seriös […]