Archiv für Februar 2009

16. Februar 2009

Dummdreiste CDU will Internetsperren durchsetzen

Ja, so kennt man die CDU. Das ist die alte Schule von Kanther, Schäuble und Co., wenn man keine Argumente hat, dann einfach sinnlos draufhauen, irgendwer wird es schon glauben – Gegner von Internetsperren fördern Kinderpornografie:

Die CDU/CSU-Fraktionsvizechefin Ilse Falk hat die Gegner von Internetsperren per Access Blocking beschuldigt, Kinderpornografie zu fördern. Kritiker handelten verantwortungslos und stellten “die Interessen skrupelloser Geschäftemacher über den Schutz der Kinder”, sagte Falk wörtlich.
Wer mit “fadenscheinigen Argumenten” und Störfeuern versuche, die Pläne von Bundesfamilienministerin von der Leyen (CDU) für Internetsperren gegen Kinderpornografie zu torpedieren, handele verantwortungslos und stelle die “Interessen skrupelloser Geschäftemacher über den Schutz der Kinder”. Das hat Ilse Falk (CDU), die Vizechefin der christsozialen Bundestagsfraktion, am 16. Februar 2009 in Berlin erklärt. “Ihre Blockade gefährdet auch nicht das Grundrecht auf Kommunikation”, sagte Falk.

Dieser Haufen ist mehr denn je unwählbar und bei aller Mitte-Rhetorik von Frau Merkel wird klar, was die CDU wirklich vorhat. Internetsperrungen im Namen des Grundrechtes auf Kommunikation, das ist mehr als nur ein kommunikativer Spagat, das ist totaler Schwachsinn. Die CDU spielt mit unseren Grundrechten und setzt bewußt darauf, daß die große Masse der Wählerinnen und Wählern zu wenig Interesse an einer differenzierten Auseinandersetzung mit diesem Thema haben wird.

16. Februar 2009

Ovi ist das schön

ovinokiaNokia stellt den Ovi Store vor und mal abgesehen von dem dusseligen Namen, ist es erfrischend zu sehen, daß auch Nokia als Mobilfunk-Schwergewicht jetzt mehr denn je auf Apps setzen wird:

The Ovi Store will consolidate the best experiences from the current content services including Download!, MOSH and WidSets to a single channel, and expands upon Ovi Services to deliver media influenced by the people and places that matter to you. It will amplify content provider and developer opportunities and simplify the consumer content discovery process by offering personally relevant, up-to-the-minute media for their devices. The content will range from applications, games and videos to widgets, podcasts, location-based applications and personalization content for Nokia Series 40 and S60 devices. The Nokia N97, available in June, will be the first device to include the simple and easy-to-use storefront. In addition, tens of millions of existing Nokia Series 40 and S60 users will be capable of enjoying the new service starting in early May.

Im Mobilfunk-Bereich scheinen sich nach den Erfolgen des iPhone folgende Erkenntnisse breit zu machen:
1. die Cashcow SMS muß langsam durch ein anderes Produkt ersetzt werden.
2. die mobile Nutzung von Social Networks steigt konsequent in den letzten Jahren.
3. Data-Flatrates sorgen für einen höheren ARPU, siehe auch No Stopping the Mobile Internet Growth.
4. Apps lassen sich nur dann monetarisieren, wenn die User diese problemlos installieren können und keine Bedenken wegen Abos oder Malware aufkommen.
5. Das Endgerät ist wichtig für die Endkunden, aber die Software ist entscheidend.

Das iPhone hat für Disruption im Mobilfunk-Markt gesorgt, jetzt wird es spannend zu sehen, wie die Platzhirsche reagieren. Vodafone bringt angeblich das HTC G2 auf den Markt und auch andere Marktteilnehmer werden sich jetzt bewegen.

14. Februar 2009

Grabschen beim Bundesvision Songdingens

Prolo7 rekrutiert die Moderatoren wohl direkt aus dem Publikum dieser hirnlosen Sendung. Wenigsten stimmen die Reflexe bei der Moderatorin.

[ via: deutsches nippelgate | logbude | logbu.de | logbuch.caasn.de ]

14. Februar 2009

Büro bei Starbucks

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Anderslautenden Gerüchten zum Trotz möchte ich hiermit erklären, daß dies nicht mein Arbeitsplatz ist. Ich benutze ein MacBook Pro.

[ via: Image of the Day: Starbucks Is Not Your Office ]

14. Februar 2009

Eine Frage der Begrifflichkeit: Social Media

Jochen Krisch kürt gerade das Unwort des Jahres: Social Media:

Kein Begriff ist so irreführend und verharmlost die Entwicklungen im Bereich der Online-Netzwerke ähnlich stark wie der Begriff “Social Media”. Deshalb ist “Social Media” unser Unwort des Jahres.

Social Networks verändern die (Medien-)Welt. Doch indem der Netzwerk-Begriff durch den zwar sehr griffigen, aber in diesem Zusammenhang komplett unsinnigen Medienbegriff ersetzt wird, möchte uns die Medien-, PR- und Marketingindustrie vorgaukeln, dass man im Netzwerkkontext mit der klassischen Mediendenke (= Aufbau und Monetarisierung von Reichweite) weiterkäme.

Nichts widerspräche dem Netzwerkgedanken mehr, wie wir spätestens seit dem Cluetrain-Manifest wissen sollten. Netzwerke sind keine Fortführung, sondern eine Alternative zu traditionellen Medienstrukturen.

Da auf meiner Visitenkarte Direktor Social Media steht, fühle ich mich durchaus ein klein wenig angesprochen von Jochens Ausführungen. Ich habe ehrlich gesagt auch ein paar Minuten lang darüber nachgedacht, welcher Begriff am Besten umschreibt, was gemeinhin als Social Media bezeichnet wird. Social Networks wäre ebenfalls ein guter Begriff, ähnlich wie Digital Conversations oder Social Web.

Letztendlich ist es wie mit dem Begriff Web 2.0 – man wird nicht komplett glücklich damit, muß aber nicht mehr so viel erklären, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Das war bei mir der Hauptgrund, warum ich als Begriff Social Media gewählt habe. Ich muß gerade permanent erklären, was ein Direktor Social Media so treibt, da finde ich es hilfreich, daß ich nicht auch noch den Begriff Social Media erläutern muß, sondern dieser eben mittlerweile schon recht bekannt ist.