So langsam tut mir der Michael Glos wirklich leid, aber die Parteistrategen wollen sich partout nicht nach ihm richten. Schon 2005, als der treue Parteisoldat Michael Glos aufgrund des Rückzug von Edmund Stoiber dann auf den freiwerdenden Posten des Wirtschaftsministers rotiert wurde, war schnell klar, daß er sich eigentlich nie nach dieser Rolle gesehnt hatte. Nun hat Michael Glos ein Rücktrittgesuch an seinen obersten Chef gerichtet, und dann auch Frau Merkel informiert. In diesem Schreiben ist zu lesen, daß Michael Glos bereits im Zuge der Neufindung der CSU-Spitze sein Amt zur Verfügung stellen wollte, aber Seehofer dies zu der Zeit eher ignoriert hat. Nun also der erneute Hilferuf des Michael Glos, mit der seltsamen Begründung, daß er nach der Wahl nicht mehr als Minister zur Verfügung stünde und daher jetzt Klarheit schaffen wollen würde. Warum er nicht einfach das halbe Jahr noch durchministert, ist mir völlig unklar, aber wahrscheinlich hat er einfach keinen Nervt mehr auf Engagement im Wahlkampf und will lieber Sommerurlaub machen.
Man sollte meinen, Michael Glos sei amtsmüde. Verwundern wird es kaum jemanden, schliesslich ist Michael Glos als Wirtschaftsminister vor allem dadurch aufgefallen, daß er bei eigentlich allen Themen gleich wenig beitragen konnte, bzw. einfach untergetaucht ist, wie in den ersten Wochen der Finanzkrise.
Horst Seehofer allerdings lässt den getreuen Parteisoldaten Michael Glos hängen und gewährt ihm das Rücktrittsgesuch nicht. Viel ändern wird das für die Arbeit der Koalition nicht, aber seltsam ist es schon, wie mit Herrn Glos umgesprungen wird.
Allerdings, eine Frage treibt mich noch viel mehr um als die nach dem persönlichen Schicksal von Michael Glos.
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