Studieren in Fernost gestartet

Nico —  22.03.2009

Link: Der Fernost-Trailer: Studieren in Ostdeutschland

Studieren in Fernost ist gerade frisch an den Start gegangen. Die Kampagne wurde von Scholz & Friends Agenda im Auftrag der fünf Ost-Bundesländer konzipiert und das Ziel ist, möglichst vielen Abiturienten das Studieren in Ostdeutschland näher zu bringen. Der Trailer ist erst der Anfang, ab 2.4. geht es munter weiter, insbesondere auf SchülerVZ.

19 responses to Studieren in Fernost gestartet

  1. Klar. Menschen die nicht blond, blauäugig und kurzgeschoren aussehen kann man ja bedenkenlos empfehlen sich in den Osten dieses Landes zu begeben und da werden die ja auch mit offenen Armen empfangen. Was bisher gefehlt hat waren nur ein paar Filmchen, die zeigen wie groovy es im Osten doch tatsächlich ist.

  2. Schlecht, leider nur schlecht und komplett unlustig. Nach diesem Clip geht niemand zum Studieren in den Osten.

  3. @ Thomas @Folke

    Vorsicht, man muss hier wirklich beachten, an welche Zielgruppe sich die Kampagne „Studieren in Fernost“ und damit auch die Filme richten und welche Botschaften übermittelt werden sollen!

    Zielgruppe sind in erster Linie prinzipiell studieninteressierte Schülerinnen und Schüler aus Westdeutschland. Diese sollen durch die Kampagne und die Filme auf die Hochschulen und Universitäten in Ostdeutschland aufmerksam gemacht werden, was letztlich dazu führen soll, dass diese in ihre Studienüberlegungen aktiv mit eingeschlossen werden.

    Natürlich wird kein potentieller Student nun allein aufgrund des Trailers oder eines der Filme an eine ostdeutsche Uni gehen. Aber er wird sich womöglich offener mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen, sich bei den ab April zusätzlich angebotenen Informationsangeboten und anderen Stellen informieren und offener, aufgeschlossener und informierter (auch in Bezug auf die qualitativen Vorteile vieler ostdeutscher Universitäten) an die Sache herangehen.

  4. Nico, ich glaube der Werbespot ist auch nicht gerade eine ausgewogene Darstellung von Tatsachen. Echt, Du.
    Natürlich ist meinem Kommentar kein fundiertes Datenmaterial beigefügt, aber das ist ja in einem Blog-Kommentar auch etwas viel verlangt. Stattdessen findest Du dort eine auf das wesentliche reduzierte Kernbotschaft, die dem Rezipienten pointiert einen Denkanstoss vermittelt.

  5. ich weiß echt nicht was ich sagen soll. ich bin so fassungslos, dass ich es nicht in worte fassen kann. seit fast 20 jahren sind wir ein deutschland. die ersten gesamtdeutschen generationen von abiturienten kommen an die unis und wir werden wie ein freizeitpark verkauft?

  6. Die Abiturienten, die ich kenne, ließen sich davon nicht beeindrucken. Leute, die studieren wollen, können kaum die Zielgruppe dieses Spots sein, zumal die Botschaft wirklich schlecht rüberkommt. Welche Botschaft eigentlich? „Fernost“? (Einige Teile des „Ostens“ sind übrigens westlicher als der größte Teil Bayerns, sinnlose Information, sorry.)
    Der Gedanke daran, wie viel Geld für diesen kunterbunten, weichgespülten Blödsinn wohl ausgegeben wurde, treibt mir übrigens die Tränen in die Augen.
    Aber Mirco: Nicht auch noch darüber aufregen. Alles wird gut.

  7. Welche hirnverbrannten IDIOTEN denken sich den so einen SCheiß aus?? Das kann es doch wirklich nicht geben. Ferner Osten. Ich kann Mirco nur zustimmen wir haben seit fast 20 Jahren ein vereintes Deutschland und dann wird hier so eine gequirlte Kacke produziert. Dann spricht doch keine qualifizierten zukünftigen Studenten an. Auch was da für ein Müll geredet wird. einfach nur verarsche

  8. natürlich habe ich schon mal davon gehört, dass man dinge überzeichnet. aber in karikaturen! nicht in werbespots. wenn du den osten verarschen wolltest, ist dir das gelungen.

  9. Übertreibungen können durchaus ein Stilmittel sein. Das, was ich da aber eben im gesehen habe, war seine Produktionskosten keinen Cent wert!

    Mag sein, dass diese Art von TV in Japan zieht, aber keines Falls bei den Schülern hier. Entschuldigung, aber da haben die Werbefuzzis ganz schön daneben gehauen und keiner der Kampagne sonst hats mitgekriegt…

    Hier wurde rein gar nicht verstanden, was ein Schüler will, warum und mit welchen Zielen. Schwach, schwach, schwach, …

  10. und nochwas: für wie bescheuert haltet ihr die Schüler eigentlich, dass ihr ernsthaft davon ausgeht, dass dieser Müll funktioniert?!?

    Um eine Erläuterung bitte ich jedoch noch:
    Was hat der ganze Asia – Scheiß mit Ostdeutschland zu tun???

  11. Hehe, die ganze Aufregung hier zeigt doch eines ganz deutlich: Das Konzept geht in der Vorrunde auf, in der erstmal Aufmerksamkeit generiert, eine Auseinadersetzung mit der Kampagne stattfinden & ein Grundrauschen geschaffen werden soll.

    Man bedenke, dass es sich bei dem Spot um einen Trailer handelt, die Kampagne noch nicht einmal gestartet ist und keiner der kritischen Stimmen hier momentan absehen kann, welche weiteren Elemente die Kampagne noch hervorbringen wird.

    Außerdem gehe ich davon aus, dass ein großer Teil der hier Anwesenden nicht die angestrebte Zielgruppe ist, die da im Kern wäre: SchülerInnen!

    Ich kann diese Bedenken durchaus nachvollziehen, damit wurde sich auch innerhalb des Fernost-Teams intensiv auseinandergesetzt! Allerdings darf man nicht vergessen, wer die Zielgruppe von „Studieren in Fernost“ ist. Diese Zielgruppe ist hauptsächlich unter 20 und gehört einer komplett anderen Generation an, als viele, die hier die Aufmachung der Kampagne kritisieren. Natürlich, Kritik und die damit einhergehende Aufmerksamkeit ist das Beste, was einer solchen Imagekampagne passieren kann. Alleine das aktive Auseinandersetzen mit der Thematik (und das findet hier aktuell in den Kommentaren auf einem vergleichsweise durchaus qualitativ hochwertigen Niveau statt) kann deswegen schon als Erfolg gewertet werden. Die Polarisierung tut gut ;-)

    Wie der Trailer bereits ankündigt, die Kampagne geht so richtig erst im April los. Es folgen weitere Elemente, die den informativen Aspekt intensivieren und in den Mittelpunkt rücken lassen. Das große Ganze ist momentan noch gar nicht wirklich abzusehen. Deswegen bin ich wirklich gespannt, ob sich die kritischen Meinungen und Urteile bezüglich „Studieren in Fernost“ in einigen Wochen revidieren oder erhärten werden!

    Man bedenke, die genannten Informationen über Vorzüge des Studiums in Ostdeutschland lassen sich an unzähligen Stellen im Internet finden. Dennoch scheinen sie entweder nicht wahrgenommen zu werden oder aber nicht zu wirken. Lassen wir uns überraschen, ob eine mutige und junge Imagekampagne wie Studieren in Fernost“ bessere Effekte erzielen und bei der Zielgruppe ankommen kann!

  12. @jan:

    gähn. einfach jeden scheiß, der ausreichend selbstgefällig und auf koks daherkommt, als in den topf „mutig und jung“ zu werfen, macht es nicht besser. schlechtes handwerk ist schlechtes handwerk.

    zumindest der spot ist von dieser typischen werber-coolness, die vielleicht für einen nagel gut ist, aber dem produkt keinen gefallen tut. ob deswegen auch nur eine nase mehr im osten studiert, scheint der agentur letztendlich egal sein.

    aber andererseits, wenn interessiert das schon — hauptsache „aufmerksamkeit“ und „kontroverse diskussion “ und „polarisierung“. polarisierung, wenn ich das schon höre — eine auseinandersetzung mit der FORM steht noch immer einer auseinandersetzung mit dem inhalt im wege.

  13. Es lässt sich auch von anonymen Internetkommentaren ganz schlecht sagen, wie alt die Kommentierenden sind. Ich persönlich fühle mich noch nicht allzu weit weg von unter 20.
    Außerdem muss man keine kontroverse Werbekampagne starten, damit die Leute wissen, dass es im Osten auch Unis gibt. Die Frage ist doch, wieso die Leute hier studieren sollten, und das kommt ja wirklich nicht rüber.
    Aber gut. Ich bin gespannt, ob dann auch irgendwann mal Inhalt kommt.

  14. Bitte, bitte, mach das Autoplay aus. Ich musste erstmal deine Seite zu machen um zu checken dass es von dort kommt und dann nochmal suchen um es auszustellen.

  15. Ach übrigens, Jordi (twitter.com/show) wird sich über eine Menge Besucher freuen.. ;)

  16. Hallo liebe Gemeinde,
    virales Marketing (Buzz-Marketing, Connected Marketing und wie sie alle heißen mögen) ist ja schön und gut, aber man bedenke, dass das Moorhuhn selbst auch keine höheren Absatzeffekte verzeichnen konnte, obgleich die Verbreitung des Computerspiels enorm war.
    Ich bin durchaus gespannt, wie das ganze Unterfangen sein Ende nehmen wird. Ich mag allerdings anzweifeln, dass Studenten (und ich bin einer) sich hiervon beeindrucken lassen und Entscheidungsprozesse daran ausrichten werden.
    Vielleicht gefällt dieses virale Marketing ja besser: http://www.youtube.com/watch?v=qBy8bEjQZdM
    Gruß
    Tom

  17. @ Herr Kaliban, Sun, Sara und Mirko:

    Recht habt Ihr! Natürlich geht es zunächst einmal um die Beibehaltung des Teilungsgedankens. Abiturienten von heute sind sicherlich weniger vorbelastet als die, welche noch vor dem Fall der Mauer zur Schule gingen. Heute muss man sie wieder auf Mauerfetisch trimmen, damit sie nicht vergessen, wo die Grenze verlaufen ist.

    Ich habe übrigens bereits 1990 eingesehen, dass mein Bundesland Thüringen zum Süden zählt, kann leider aber aus Zeitgründen nicht alle Menschen darüber aufklären.

    Ich bin übrigens ( @ Julia ) 32 Jahre alt und habe in Jena studiert. Damals gab es solche hinderwäldlicherischen Kampagnen noch nicht, welche von mutmaßlichen Koksnasen ( @ Herr Kaliban, scheint zu stimmen, wenn man sich mit Medienleuten unterhält, erfährt man einiges darüber und schüttelt sich samt Kopf vor Verwunderung ) initiiert wurden.

    In Jena studieren übriges viele Franken, da diese auch verstanden haben – oder hatten ;-(
    – dass Thüringen eben NICHT zu Brandenburg gehört.