22. März 2009

Studieren in Fernost gestartet

Link: Der Fernost-Trailer: Studieren in Ostdeutschland

Studieren in Fernost ist gerade frisch an den Start gegangen. Die Kampagne wurde von Scholz & Friends Agenda im Auftrag der fünf Ost-Bundesländer konzipiert und das Ziel ist, möglichst vielen Abiturienten das Studieren in Ostdeutschland näher zu bringen. Der Trailer ist erst der Anfang, ab 2.4. geht es munter weiter, insbesondere auf SchülerVZ.

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@ Herr Kaliban, Sun, Sara und Mirko:

Recht habt Ihr! Natu00c3u00bcrlich geht es zunu00c3u00a4chst einmal um die Beibehaltung des Teilungsgedankens. Abiturienten von heute sind sicherlich weniger vorbelastet als die, welche noch vor dem Fall der Mauer zur Schule gingen. Heute muss man sie wieder auf Mauerfetisch trimmen, damit sie nicht vergessen, wo die Grenze verlaufen ist.

Ich habe u00c3u00bcbrigens bereits 1990 eingesehen, dass mein Bundesland Thu00c3u00bcringen zum Su00c3u00bcden zu00c3u00a4hlt, kann leider aber aus Zeitgru00c3u00bcnden nicht alle Menschen daru00c3u00bcber aufklu00c3u00a4ren.

Ich bin u00c3u00bcbrigens ( @ Julia ) 32 Jahre alt und habe in Jena studiert. Damals gab es solche hinderwu00c3u00a4ldlicherischen Kampagnen noch nicht, welche von mutmau00c3u009flichen Koksnasen ( @ Herr Kaliban, scheint zu stimmen, wenn man sich mit Medienleuten unterhu00c3u00a4lt, erfu00c3u00a4hrt man einiges daru00c3u00bcber und schu00c3u00bcttelt sich samt Kopf vor Verwunderung ) initiiert wurden.

In Jena studieren u00c3u00bcbriges viele Franken, da diese auch verstanden haben - oder hatten ;-(
- dass Thu00c3u00bcringen eben NICHT zu Brandenburg gehu00c3u00b6rt.

Hallo liebe Gemeinde,
virales Marketing (Buzz-Marketing, Connected Marketing und wie sie alle heiu00c3u009fen mu00c3u00b6gen) ist ja schu00c3u00b6n und gut, aber man bedenke, dass das Moorhuhn selbst auch keine hu00c3u00b6heren Absatzeffekte verzeichnen konnte, obgleich die Verbreitung des Computerspiels enorm war.
Ich bin durchaus gespannt, wie das ganze Unterfangen sein Ende nehmen wird. Ich mag allerdings anzweifeln, dass Studenten (und ich bin einer) sich hiervon beeindrucken lassen und Entscheidungsprozesse daran ausrichten werden.
Vielleicht gefu00c3u00a4llt dieses virale Marketing ja besser: http://www.youtube.com/watch?v=qBy8bEjQZdM
Gruu00c3u009f
Tom

Ach u00c3u00bcbrigens, Jordi (twitter.com/show) wird sich u00c3u00bcber eine Menge Besucher freuen.. ;)

Bitte, bitte, mach das Autoplay aus. Ich musste erstmal deine Seite zu machen um zu checken dass es von dort kommt und dann nochmal suchen um es auszustellen.

Es lu00c3u00a4sst sich auch von anonymen Internetkommentaren ganz schlecht sagen, wie alt die Kommentierenden sind. Ich persu00c3u00b6nlich fu00c3u00bchle mich noch nicht allzu weit weg von unter 20.
Auu00c3u009ferdem muss man keine kontroverse Werbekampagne starten, damit die Leute wissen, dass es im Osten auch Unis gibt. Die Frage ist doch, wieso die Leute hier studieren sollten, und das kommt ja wirklich nicht ru00c3u00bcber.
Aber gut. Ich bin gespannt, ob dann auch irgendwann mal Inhalt kommt.

@jan:

gu00c3u00a4hn. einfach jeden scheiu00c3u009f, der ausreichend selbstgefu00c3u00a4llig und auf koks daherkommt, als in den topf "mutig und jung" zu werfen, macht es nicht besser. schlechtes handwerk ist schlechtes handwerk.

zumindest der spot ist von dieser typischen werber-coolness, die vielleicht fu00c3u00bcr einen nagel gut ist, aber dem produkt keinen gefallen tut. ob deswegen auch nur eine nase mehr im osten studiert, scheint der agentur letztendlich egal sein.

aber andererseits, wenn interessiert das schon -- hauptsache "aufmerksamkeit" und "kontroverse diskussion " und "polarisierung". polarisierung, wenn ich das schon hu00c3u00b6re -- eine auseinandersetzung mit der FORM steht noch immer einer auseinandersetzung mit dem inhalt im wege.

Hehe, die ganze Aufregung hier zeigt doch eines ganz deutlich: Das Konzept geht in der Vorrunde auf, in der erstmal Aufmerksamkeit generiert, eine Auseinadersetzung mit der Kampagne stattfinden & ein Grundrauschen geschaffen werden soll.

Man bedenke, dass es sich bei dem Spot um einen Trailer handelt, die Kampagne noch nicht einmal gestartet ist und keiner der kritischen Stimmen hier momentan absehen kann, welche weiteren Elemente die Kampagne noch hervorbringen wird.

Auu00c3u009ferdem gehe ich davon aus, dass ein grou00c3u009fer Teil der hier Anwesenden nicht die angestrebte Zielgruppe ist, die da im Kern wu00c3u00a4re: Schu00c3u00bclerInnen!

Ich kann diese Bedenken durchaus nachvollziehen, damit wurde sich auch innerhalb des Fernost-Teams intensiv auseinandergesetzt! Allerdings darf man nicht vergessen, wer die Zielgruppe von u00e2u0080u009eStudieren in Fernostu00e2u0080u009c ist. Diese Zielgruppe ist hauptsu00c3u00a4chlich unter 20 und gehu00c3u00b6rt einer komplett anderen Generation an, als viele, die hier die Aufmachung der Kampagne kritisieren. Natu00c3u00bcrlich, Kritik und die damit einhergehende Aufmerksamkeit ist das Beste, was einer solchen Imagekampagne passieren kann. Alleine das aktive Auseinandersetzen mit der Thematik (und das findet hier aktuell in den Kommentaren auf einem vergleichsweise durchaus qualitativ hochwertigen Niveau statt) kann deswegen schon als Erfolg gewertet werden. Die Polarisierung tut gut ;-)

Wie der Trailer bereits anku00c3u00bcndigt, die Kampagne geht so richtig erst im April los. Es folgen weitere Elemente, die den informativen Aspekt intensivieren und in den Mittelpunkt ru00c3u00bccken lassen. Das grou00c3u009fe Ganze ist momentan noch gar nicht wirklich abzusehen. Deswegen bin ich wirklich gespannt, ob sich die kritischen Meinungen und Urteile bezu00c3u00bcglich u00e2u0080u009eStudieren in Fernostu00e2u0080u009c in einigen Wochen revidieren oder erhu00c3u00a4rten werden!

Man bedenke, die genannten Informationen u00c3u00bcber Vorzu00c3u00bcge des Studiums in Ostdeutschland lassen sich an unzu00c3u00a4hligen Stellen im Internet finden. Dennoch scheinen sie entweder nicht wahrgenommen zu werden oder aber nicht zu wirken. Lassen wir uns u00c3u00bcberraschen, ob eine mutige und junge Imagekampagne wie Studieren in Fernostu00e2u0080u009c bessere Effekte erzielen und bei der Zielgruppe ankommen kann!

und nochwas: fu00c3u00bcr wie bescheuert haltet ihr die Schu00c3u00bcler eigentlich, dass ihr ernsthaft davon ausgeht, dass dieser Mu00c3u00bcll funktioniert?!?

Um eine Erlu00c3u00a4uterung bitte ich jedoch noch:
Was hat der ganze Asia - Scheiu00c3u009f mit Ostdeutschland zu tun???

u00c3u009cbertreibungen ku00c3u00b6nnen durchaus ein Stilmittel sein. Das, was ich da aber eben im gesehen habe, war seine Produktionskosten keinen Cent wert!

Mag sein, dass diese Art von TV in Japan zieht, aber keines Falls bei den Schu00c3u00bclern hier. Entschuldigung, aber da haben die Werbefuzzis ganz schu00c3u00b6n daneben gehauen und keiner der Kampagne sonst hats mitgekriegt...

Hier wurde rein gar nicht verstanden, was ein Schu00c3u00bcler will, warum und mit welchen Zielen. Schwach, schwach, schwach, ...

natu00c3u00bcrlich habe ich schon mal davon gehu00c3u00b6rt, dass man dinge u00c3u00bcberzeichnet. aber in karikaturen! nicht in werbespots. wenn du den osten verarschen wolltest, ist dir das gelungen.

Welche hirnverbrannten IDIOTEN denken sich den so einen SCheiu00c3u009f aus?? Das kann es doch wirklich nicht geben. Ferner Osten. Ich kann Mirco nur zustimmen wir haben seit fast 20 Jahren ein vereintes Deutschland und dann wird hier so eine gequirlte Kacke produziert. Dann spricht doch keine qualifizierten zuku00c3u00bcnftigen Studenten an. Auch was da fu00c3u00bcr ein Mu00c3u00bcll geredet wird. einfach nur verarsche

ihr habt schon mal davon gehu00c3u00b6rt, dau00c3u009f man dinge u00c3u00bcberzeichnet?

Die Abiturienten, die ich kenne, lieu00c3u009fen sich davon nicht beeindrucken. Leute, die studieren wollen, ku00c3u00b6nnen kaum die Zielgruppe dieses Spots sein, zumal die Botschaft wirklich schlecht ru00c3u00bcberkommt. Welche Botschaft eigentlich? "Fernost"? (Einige Teile des "Ostens" sind u00c3u00bcbrigens westlicher als der gru00c3u00b6u00c3u009fte Teil Bayerns, sinnlose Information, sorry.)
Der Gedanke daran, wie viel Geld fu00c3u00bcr diesen kunterbunten, weichgespu00c3u00bclten Blu00c3u00b6dsinn wohl ausgegeben wurde, treibt mir u00c3u00bcbrigens die Tru00c3u00a4nen in die Augen.
Aber Mirco: Nicht auch noch daru00c3u00bcber aufregen. Alles wird gut.

ich weiu00c3u009f echt nicht was ich sagen soll. ich bin so fassungslos, dass ich es nicht in worte fassen kann. seit fast 20 jahren sind wir ein deutschland. die ersten gesamtdeutschen generationen von abiturienten kommen an die unis und wir werden wie ein freizeitpark verkauft?

Nico, ich glaube der Werbespot ist auch nicht gerade eine ausgewogene Darstellung von Tatsachen. Echt, Du.
Natu00c3u00bcrlich ist meinem Kommentar kein fundiertes Datenmaterial beigefu00c3u00bcgt, aber das ist ja in einem Blog-Kommentar auch etwas viel verlangt. Stattdessen findest Du dort eine auf das wesentliche reduzierte Kernbotschaft, die dem Rezipienten pointiert einen Denkanstoss vermittelt.

@ Thomas @Folke

Vorsicht, man muss hier wirklich beachten, an welche Zielgruppe sich die Kampagne u00e2u0080u009eStudieren in Fernostu00e2u0080u009c und damit auch die Filme richten und welche Botschaften u00c3u00bcbermittelt werden sollen!

Zielgruppe sind in erster Linie prinzipiell studieninteressierte Schu00c3u00bclerinnen und Schu00c3u00bcler aus Westdeutschland. Diese sollen durch die Kampagne und die Filme auf die Hochschulen und Universitu00c3u00a4ten in Ostdeutschland aufmerksam gemacht werden, was letztlich dazu fu00c3u00bchren soll, dass diese in ihre Studienu00c3u00bcberlegungen aktiv mit eingeschlossen werden.

Natu00c3u00bcrlich wird kein potentieller Student nun allein aufgrund des Trailers oder eines der Filme an eine ostdeutsche Uni gehen. Aber er wird sich womu00c3u00b6glich offener mit dieser Mu00c3u00b6glichkeit auseinandersetzen, sich bei den ab April zusu00c3u00a4tzlich angebotenen Informationsangeboten und anderen Stellen informieren und offener, aufgeschlossener und informierter (auch in Bezug auf die qualitativen Vorteile vieler ostdeutscher Universitu00c3u00a4ten) an die Sache herangehen.

Schlecht, leider nur schlecht und komplett unlustig. Nach diesem Clip geht niemand zum Studieren in den Osten.

Klar. Menschen die nicht blond, blauu00c3u00a4ugig und kurzgeschoren aussehen kann man ja bedenkenlos empfehlen sich in den Osten dieses Landes zu begeben und da werden die ja auch mit offenen Armen empfangen. Was bisher gefehlt hat waren nur ein paar Filmchen, die zeigen wie groovy es im Osten doch tatsu00c3u00a4chlich ist.

Thomas, ich glaube, dau00c3u009f Deine Kritik zu sehr pauschalisiert. Echt.