Google Reader ist für mich das beste Tool zum Lesen von RSS-Feeds. Viele Beiträge share ich, um damit mein Interesse an dem Thema bzw. die Relevanz es Artikels zum Ausdruck zu bringen. Was ich bislang vermisst habe, ist die Möglichkeit, auch direkt in den Artikeln zu kommentieren. Seit ich einen RSS-Reader benutze, kommentiere ich weit weniger und seit ich meine Feeds zum großen Teil auf dem iPhone mit Google Reader lese, kommentiere ich noch weniger.
Natürlich war ich verzückt, als ich Google Reader is your new watercooler entdeckte. Kommentarieren aus dem Google Reader heraus klingt nach einer wirklich sinnvollen Produkt-Erweiterung. Allerdings ist die Lösung, die sich Google jetzt ausgedacht hat, eher ein weiterer Beitrag, um die Kommentare noch weniger zusammenhängend über das Netz zu verteilen. Schon jetzt kann man Anmerkungen angeben beim Empfehlen von Artikeln, schon jetzt laufen diese Inhalte auf Friendfeed, Facebook, Twitter und anderen Plattformen auf, und nun sorgt Google für eine weitere Kommentarschleife irgendwo im Netz. Ich kann ja nachvollziehen, daß Google auch gerne mehr vom Social Graph der User profitieren will und daß natürlich die Profile der User weiter mit Inhalten angereichtert werden müssen und für eine zusätzliche Stickyness durch Kommentare gesorgt werden soll.
Aber eigentlich erwarte ich irgendein cooles Googlewhizbangtool, mit dem ich über Google Reader direkt im Kommentarfeld des Blogs kommentieren kann. Eine Diskussion am Wasserspender sieht ehrlich gesagt anders aus, dies ist eine Schmalspurvariante, die nicht wirklich die Diskussion weiterführt.













