10. Juli 2009

Generation Upload und der Dialog

Tja.

Ich versuche mal, in aller Ruhe und der mir bekanntermaßen innewohnenden Gelassenheit das Thema der letzten Tage aufzugreifen. Laut Rivva war der neue Markenauftritt von Vodafone beherrschend in einer der Blogosphären in Deutschland. Daran war ich nicht ganz unbeteiligt, ebenso wenig wie mein Arbeitgeber Scholz & Friends und unser Kunde Vodafone.

Aber fangen wir mal von Vorne an. Vor ca. drei Monaten haben wir den Pitch um den Werbe-Etat von Vodafone Deutschland gewonnen. Unser Konzept ist in vielen Meetings, endlosen Gesprächen und aus vielen verworfenen Ideen entstanden, und zwar als eine orchestrierte Kampagne, also unter Zuhilfenahme vieler Instrumente, die eine große Kommunikationsagentur zu bieten hat. Uns war früh klar, dass der Kunde von Vodafone im Mittelpunkt stehen soll und damit ebenfalls klar, daß das Thema Zuhören eine große Rolle spielen muß, bei allem Monolog, der bei einer klassischen Kampagne dazugehört. Wir haben uns entschlossen, Social Media nicht nur als ein Teil der Kampagne zu etablieren, sondern als Taktgeber der Kampagne in den Mittelpunkt zu rücken. Daraus resultiert ein komplexes Kampagnengesamtkonzept, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Kaum ist es Anfang Juli und schon sind wir so weit, dass der klassische Part der Kampagne starten kann. In den vergangen 2 1/2 Monaten haben wir einen extrem umfangreichen Markenauftritt umgesetzt, der einen TV-Spot, verschiedene Ableitungen davon, ebenso etliche Plakat- und Print-Motive umfasst, sowie unzählige Online-Werbemittel, eine Microsite mit Integration vieler Social Media Elemente, Plakate für die 3600 Shops, 5 Brandtrucks für die Schulung der 15.000 Mitarbeiter in den nächsten Monaten, ein umfangreiches Shooting mit tausenden Motiven, den Claim “Es ist Deine Zeit” und und und. Zusätzlich dazu haben wir angefangen, mit Bloggern den Dialog zu suchen, zuerst indem wir das HTC Magic als Testgeräte verteilt haben, danach haben wir den Dreh zum TV-Spot als Startschuß der Kampagne genutzt und über Twitter davon berichtet, dann wurde innerhalb kürzester Zeit mit vielen Mitarbeitern das Vodafone Blog gestartet, weiterhin haben wir Präsenzen auf MySpace, StudiVZ und Facebook etabliert, wo es primär darum geht, den Kunden, Fans und interessierten Nicht-Kunden eine Anlaufstelle zu bieten, um sich mit der Marke Vodafone auseinanderzusetzen. Dort hören wir vor allem zu. Und mit wir meine ich immer Vodafone und Scholz & Friends.

Der TV-Spot, bei Werbern nur knapp “der Film” genannt, ist letztlich eine Hommage an alle die, die etwas machen, die kreativ sind und die aktiv die Möglichkeiten des Netzes für sich nutzen und andere dabei involvieren. Der Film wird ebenso wie die Microsite es-ist-deine-zeit.de am Samstag gestartet und dann kann man auch sehen, wie alle Elemente der Kampagne ineinandergreifen, warum wir die Protagonisten so ausgewählt haben, das es eine gemeinsame Klammer gibt und das der Brand Refresh für Vodafone auf einem soliden Fundament steht.

Wir haben einen Begriff geprägt, die Generation Upload, um zu beschreiben, was wir online gerade sehen: immer mehr Leute machen mit, erstellen Inhalte, teilen diese Inhalte mit Freunden, verändern ihre Art der Online-Nutzung und haben letztendlich eine Haltung, die deutlich macht, das sie das Netz nutzen, um zu machen. Wir haben als erstes Produkt für die Generation Upload eine Applikation entwickeln lassen für Android und Blackberry, die die einfache Nutzung von Twitter, Facebook und MySpace ermöglicht.

Und, wir haben quasi im Vorbeigehen damit angefangen, zwei Unternehmen zu verändern, sowohl Vodafone als auch Scholz & Friends selber. Das ist ein irre spannender Prozeß und auch einer, der noch lange nicht zu Ende ist. Als ein Beispiel möchte ich anfügen, dass die Zahl der Twitter- und Facebook-Accounts bei der Agentur und dem Kunden stetig zunimmt, und auch die Nutzung sowie das Verständnis für eine andere Art der Kommunikation stetig wächst. Dabei verändert sich die Arbeitsweise, dabei entstehen neue Ideen, andere Produkte und so weiter. Aber eben alles zu seiner Zeit und nicht alles innerhalb von 2 1/2 Monaten.

Der Startschuß für den klassischen Teil der Kampagne war die LivePK vom Mittwoch, die als Novum live im Netz übertragen und via Facebook kommentierbar gemacht wurde. Sicherlich hätte einiges besser sein können, insbesondere was die Dramaturgie und die Ausprägung des Dialogs mit den Usern angeht, aber aus Fehlern lernt man bekanntlich. Der Weg, dies im Netz zu tun, war konsequent richtig und auch hier steht das Zuhören wieder im Vordergrund. In der Spitze nahezu 2000 parallele Abrufe, dazu knapp 2200 Kommentare, viele Fragen und über 300 registrierte Teilnehmer bei Facebook sprechen da eine deutliche Sprache, von der Resonanz auf Twitter und in den Blogs ganz zu schweigen.

Ist das Aufgreifen von Bloggern in einem klassischen TV-Spot und die Nutzung des Themas Generation Upload jetzt der Ausverkauf der Blogosphäre, das Ende der Unschuld und der Sieg des Kommerzes in jedem Lebensbereich? In keinster Weise. Das wurde auch schon bei den Opel-Bloggern vor vier Jahren geschrieben und ehrlich gesagt habe ich danach nicht festgestellt, dass dadurch ein Ausverkauf der Blogs stattgefunden hat. Im Gegenteil, die Blogs sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Online-Mixes geworden, sogar in Deutschland. Der Brand-Refresh von Vodafone baut darauf auf, daß es eine funktionierende Blog-Landschaft in Deutschland gibt, daß Protagonisten vorhanden sind, die Dinge bewegen wollen, daß Unternehmen vom Wisdom of the Crowds lernen können und daß ein Dialog mit Zuhören startet.

So.

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Habe ich das jetzt richtig gesehen?
Seit 13 Tagen u00c2u00ablu00c3u00a4uftu00c2u00bb dieser Blogeintrag mit vielen Kommentaren - und Nico meldet sich nur noch einmal - nach 8 Tagen - auf ein Post, der die Frage stellt, ob MySpace noch ein sinnvoller Kanal ist? Das ist doch mal interessant gewichtet.
uups...

ja. es kann auch eine diskussion ohne mich geben, oder nicht?

Kai hat mit ein paar Su00c3u00a4tzen in einem Kommentar in seinem Blog sehr schu00c3u00b6n ausgedru00c3u00bcckt, was mich bei der Kampagne am meisten stu00c3u00b6rt:
"Gastautor. Ja, wieso fu00c3u00a4hrt der nicht mal einen Tag zu den Leuten z.B.? Schlieu00c3u009flich ist es ja meine Zeit!
Wieso fu00c3u00a4hrt nich einer zu Dir und geht dir mal einen halben Tag auf den Keks und schreibt daru00c3u00bcber?!"
http://derwebarchitekt.de/als-goliath-zweimal-uber-david-fiel/#comments
Bisher wirkt das alles so ku00c3u00bcnstlich, so gestellt. Es mag sein, dass z.B. die Sache mit der Twittermom authentisch ist - die von euch angepeilten Personen beru00c3u00bchrt ihr damit auf jeden Fall nicht positiv. Mu00c3u00bctter in Ehren...
Auch Lobo ist nicht gerade der Typ, dem jeder aus der Netzgemeinde uneingeschru00c3u00a4nkt folgen wu00c3u00bcrde.
Ich persu00c3u00b6nlich sehe lieber User auf Augenhu00c3u00b6he, deren Empfehlungen ich folgen kann.
Ich merk es doch bei mir selber schon, dass Leute mich um Rat fragen, wenn eine technische Kaufentscheidung ansteht.
Eine gewisse Glaubwu00c3u00bcrdigkeit ist vor allem deshalb vorhanden, weil ich auch hemmungslos (aber sachlich) Kritik u00c3u00a4uu00c3u009fere.
Wieso habt ihr keine Leute an der Front, die mit Leuten wie mir auf Augenhu00c3u00b6he sind, die das Web wirklich kennen und tu00c3u00a4glich nutzen...?
Dru00c3u00bcckt doch mal den Normalos aus der Netzgemeinde fu00c3u00bcr ein paar Wochen Geru00c3u00a4te in die Hand. Die geben dann nicht nur euch, sondern auch ihren Lesern echtes und ungeschu00c3u00b6ntes Feedback.
Wenn ich dieses dann auch noch umsetzen ku00c3u00b6nnt, seit ihr auf dem besten Weg.
Aktuell ku00c3u00b6nnte ich mich auch nicht zum Vertrag bei Vodafone entschlieu00c3u009fen...

Ich finds lediglich befremdlich, dass ihr noch auf MySpace setzt. Die Plattform ist doch bereits im finalen Siechtum... ;)

die plattform ist in D immer noch sehr reichweitenstark und bietet eben auch andere mu00c3u00b6glichkeiten als beispielsweise facebook oder studivz.

Vodafone/Arcor muss ja auf einem Megahaufen Kohle hocken. Wie sonst kann man so eine schwachsinnige Kampagne erklu00c3u00a4ren. Dazu noch eine Image-Schulung der armen Mitarbeiter. Was bringt so eine Kampagne, wenn die Produkte nicht passen? Hu00c3u00a4me und Spott! Na dann viel Erfolg. Werden Sie nicht haben.

@wolfgang thomas das ist bisher die treffendste aller aussagen zum vodafone herumgewerbe! vielen dank dafu00c3u00bcr.

ich finde es spannend und mutig von vodafone diesen schritt in die so genannte social media welt zu machen. scholz & friends du00c3u00bcrften dabei mit sicherheit nicht die schlechteste wahl gewesen sein. inhaltlich halte ich sowohl die botschaft als auch den spot fu00c3u00bcr schrott. damit hat wolfgang thomas recht: all das von vodafone behauptete zu00c3u00a4hlt nichts, wenn es dazu nicht die passende handlung, also das anbieten eines entsprechenden "generation upload-tarifes" gibt.

das sollte kernziel und kerngeschu00c3u00a4ft eines telekommunikationsunternehmens sein: angemessene technische und preisliche grundlagen fu00c3u00bcr kommunikation und generation upload-tum schaffen. und da fu00c3u00a4llt mir der spruch ein: es gibt nichts gutes, auu00c3u009fer man tut es! gute idee vodafone aber du hast nichts dafu00c3u00bcr getan....

vodafones aufgabe ist es nicht, die kommunikation, ob nun mit sich selber oder mit der social media gemeinde, anzukurbeln und dafu00c3u00bcr zu sorgen, dass dabei ihr produkt, ihr tarif genutzt wird. vodafones aufgabe ist auch nicht ein - von ihrer zielgruppe nicht gewu00c3u00bcnschtes - eingreifen in deren freiheit und mu00c3u00b6glichkeiten zu unterstu00c3u00bctzen, eben dieses uploaden auch vornehmen zu ku00c3u00b6nnen. eine unterstu00c3u00bctzung der ich sag mal zensurusula-mau00c3u009fnahmen fu00c3u00bchrt die werbebotschaft von freiheit und held fu00c3u00bcr einen tag usw. ziemlich ad absurdum, denn u00c3u00bcber 134.000 unterzeichner waren besagter held fu00c3u00bcr einen tag und sind nicht von vodafone unterstu00c3u00bctzt worden. hu00c3u00b6chstens als internetprovider, der ihnen zugang zum abstimmen ermu00c3u00b6glicht hat.

alles weitere freie nutzen und meinungsu00c3u00a4uu00c3u009fern im netz ist potentiell schon mal durch zensursula und mit unterstu00c3u00bctzung von vodafone gefu00c3u00a4hrdet. wobei ich nicht sagen mu00c3u00b6chte, dass es tatsu00c3u00a4chlich im sinn des neuen gesetzes ist, freiheit und die nutzung des internets wirklich zu beschru00c3u00a4nken. ich bin hier der leichtfertigen u00c3u00bcberzeugung, dass sowohl regierung als auch gesetzesbefu00c3u00bcrworter keine chance haben, gegen all diejenigen, die eine zensurumsetzung umgehen ku00c3u00b6nnen und wollen.

ich denke es ist iunbedingt notwendig, dass noch mehr unternehmen den schritt in die social media welt wagen. ob von vodafone nun so viel zu lernen sei, halte ich mal fu00c3u00bcr nicht unbedingt realistisch, dazu ist social media ein noch viel zu diffuses und nicht bewertbares medium. eine klare vorgabe, was darin richtig wu00c3u00a4re und sein muss, halte ich fu00c3u00bcr nicht mu00c3u00b6glich. experimentieren und quasi scheitern mus salso erlaubt und akzeptiert sein. fehler werden also in zukunft auch weiter gemacht werden mu00c3u00bcssen und du00c3u00bcrfen.

die vodafone-werbetru00c3u00a4ger sind mir dabei ziemlich egal, wenn ich sie nicht schu00c3u00a4tze und von ihnen nichts hu00c3u00b6ren mag, dann meide ich sie. so einfach ist das, das macht mich dann tatsu00c3u00a4chlich fu00c3u00bcr einen kurzen moment zu einem winzigen helden, der diese entscheidung treffen konnte und konsequent umsetzt. dazu brauche ich aber keinen telekommunikationskonzern, der mir mitteilt, das ich das darf. mich wu00c3u00bcrde eher ein konzern begeistern, der mir mitteilt, dass ich das jetzt preiswerter, schneller und damit fairer darf!

Where is the beef?

Das war der Slogan einer bekannten Kampagne fu00c3u00bcr eine Burgerkette in Amerika Mitte der 1980er Jahre. Alle backen grosse Bru00c3u00b6tchen, aber eben nur die eine Kette hat auch richtig Inhalt.

Angewendet auf Vodafone heisst das: Und wo sind jetzt die Produkte, die die Generation Upload auch lieben soll?

Die Vodafone Kampagne zeigt deutlich die Diskrepanz zwischen der kommunizierten Marke und dem Geschu00c3u00a4ftsmodell. Wenn das Geschu00c3u00a4ftsmodell, d.h. die gelebte Realitu00c3u00a4t, sich nicht u00c3u00a4ndert, dann wir die Kampagne ein Rohrkrepierer, der in die Annalen der Werbebranche eingehen wird. Zu hoffen ist das nicht, gerade weil wir als Generation Upload auch passende Produkte brauchen, die einfach und bezahlbar sind.

fein... dann bin ich mal gespannt, ob mir als Teilhaber der Generation der Hochladewilligen der Brand Refresh auch ein Vodafone beschert, die mir im Ausland nicht das letzte Hemd auszuziehen droht, sobald ich nur daran denke, die tollen mobilen Datendienste in der Fremde auch zu nutzen.

Mir tun Nico und Sascha schon ein wenig Leid. Da will man die "Generation Upload" mal integrieren und dann hagelt es nur negative bis sehr negative Kritik.

Zu unrecht? Sagen wir es mal so - ich glaube der Terminus "Generation Upload" ist nicht nur ungu00c3u00b6u00c3u00bccklich gewu00c3u00a4hlt, sondern auch einfach schlichtweg falsch. Denn seit es das Internet gibt, gibt es diese Generation. Klar war es fru00c3u00bcher im statischeren Web 1.0 schwerer sich zu Wort zu melden, dennoch haben es die, die Lust drauf hatten, immer irgendwie hinbekommen. Dieses Generation gibt es also seit Anbeginn und nicht erst jetzt seitdem Vodafon Millionen rausballert fu00c3u00bcr Hochglanz TV Spots (mit Sascha Lobo der dem User irgendeine Form von Credibility weismachen soll), komplett an der Realitu00c3u00a4t vorbei (anstatt ihr Geld in Kunden- Kundenwu00c3u00bcnsche und faire Tarife zu stecken).

Nein, wir sind nicht die Generation Upload, wir sind die "Generation: Man kann uns nichts mehr vormachen" denn das Netz liefert uns so viele Kanu00c3u00a4le voller Information, dass wir sehr wohl mitbekommen, dass VF einer Von der Layen die Fu00c3u00bcsse ku00c3u00bcsst und dann daherkommt und uns dann von Online-Freiheit erzu00c3u00a4hlen will.

Die Kampagne ist ja niedlich und nett gemeint, so lange die grou00c3u009fen Firmen sich aber an "echte Menschen" im "echten Internet" ranwagen, ohne wirklich zu wissen, wie man uns triggert (es ist ganz einfach - wir wohlen ehrlich und fair behandelt werden) und uns darstellen, als wu00c3u00bcrden wir alle von Hochhu00c3u00a4usern springen oder mit unserem Kind im Park mit Netbook surfen, so lange wird jede Kampagne nach hinten losgehen und nur in den Ku00c3u00b6pfen der "alten Herren" im Firmenvorstand funktionieren.

Schade drum, eine vergebene Chance fu00c3u00bcr VF. Obwohl sie (wie ich eigentlich dachte) hochkaru00c3u00a4tige Berate wie Nico selbst und Herr Lobo am Start hatten (was habt ihr euch nur dabei gedacht?! Ku00c3u00b6nnt ihr euch selbst mit auch nur einem dieser schleimigen Hochglanz Pseudo Stereotypen identifizieren?! Hand auf's Herz Leute...).

Lieben Gruss, ALI (Generation Hinterfragen und Selbstdenken).

Was als der Kunde sollte eigentlich sonst im Mittelpunkt des Firmeninteresses stehen?

Es heiu00c3u009ft nicht "in keinster Weise" sondern "in keiner Weise".

Macht einen durchdachten Eindruck - tolle Kampagne!

Alles schu00c3u00b6n, super Kampagne, schu00c3u00b6ne Bilder, tolle Ideen, grou00c3u009fartige Zukunftsperspektiven.

ABER: Warum mit DIESEM Kunden, der zu den freiwilligen Erstunterzeichnern des Zensurgesetzes gehu00c3u00b6rt.
Das - mit Verlaub - ist unglaubwu00c3u00bcrdig und beschu00c3u00a4mend!
Entweder ihr verabschiedet Euch aus der Diskussion und dem Engagement gegen Netzsperren oder ihr verabschiedet Euch von Vodafone, oder Vodafone verabschiedet sich von der Unterstu00c3u00bctzung dieses unsinnigen Gesetzes. Alles andere ist - ich wiederhole mich - unglaubwu00c3u00bcrdig!

Wenn man schon einmal die aktuellen Marketingideen der letzten zehn Jahre gelesen hu00c3u00a4tte, dann wu00c3u00a4re Folgendes klar gewesen:

Wenn man die gesamten Kosten, die fu00c3u00bcr Produktion der Spots, Flyer und Plakate sowie die Gelder fu00c3u00bcr Werbeminuten dazu benutzt, den Kunden einen ECHTEN Mehrwert zu verschaffen, dann berichten ALLE Medien, alle zufriedenen Kunden und ALLE deren Freunde.

Dann gibt es aber keine Medienpartnerschaften der Agenturen mit den Sendern/Zeitungen um Gefu00c3u00a4lligkeitsberichte mehr.

Eines sollten die Unternehmen vom u00c3u00b6konomischen Modell des 3. Jahrtausends noch lernen:

Cut out the middleman!

Steck alles Geld in Deine Kunden. Mit Web 2.0 und Social Media kannst Du sie direkt erreichen und mit ihnen deine Produkte verbessern. Bessere Produkte erhu00c3u00b6hen Deinen Umsatz mehr als jede Werbekampagne.

Stand u00c3u00bcbrigens schon 1998 im cluetrain manifesto. Klar, das Agenturen sowas nicht vermitteln ku00c3u00b6nnen/wollen/wu00c3u00bcrden...

Ein Blick ins Kleingedruckte (Dafu00c3u00bcr steht Ihnen bis zu einem Datenvolumen von 1 GB pro Abrechnungszeitraum die jeweils gru00c3u00b6u00c3u009ftmu00c3u00b6gliche Bandbreite zur Verfu00c3u00bcgung. Ab 1 GB stehen Ihnen hu00c3u00b6chstens 64 KBit/s zur Verfu00c3u00bcgung.) reicht um die sog. Flatangebote als das zu entlarven was sie sind: Eine Mogelpackung.

Die grou00c3u009fe Resonanz in der "Szene" auf die Kampagne, den Begriff GENERATION UPLOAD und die fu00c3u00bcr eine so grosse Brand meines Wissen erstmalige Einbindung von Testimonials aus der Szene zeigt ja, dass erfolgreich DIALOG entstanden ist. Ob es viral wird im Sinne von positiver Empfehlung und die Marke das Konzept daru00c3u00bcber erfolgreich kanalisieren kann - bin gespannt...Als kleiner Beitrag zum Dialog hier meine "unvollendete" Liste der Protagonisten der Generation Upload http://de.woobby.com/result/show/43177-Die-wahren-Helden-der-Generation-Upload

Danke fu00c3u00bcr die Erlu00c3u00a4uterung der Kampagne und des Ansatzes! Dass die Kampagne in sich stimmig ist, daran habe ich kein Zweifel. Aber...noch ein paar Punkte, die mir eingefallen sind:

1. PR Agenturen arbeiten gerne mit Blogger, weil sie eine authentische Meinung zu einem Produkt haben und weil sie als Multiplikatoren glaubhaft sind. Aber warum wurden "die Blogger" im Clip nur als Darsteller genutzt. Warum nicht als Protagonisten? Das wu00c3u00a4re doch spannender gewesen. Im Clip erfu00c3u00a4hrt man ja kaum was das fu00c3u00bcr Menschen sind. In den Zusatzclips ja schon viel mehr.
2. u00c3u009cber die PK muss ich nichts mehr sagen, dass haben andere getan. Ein Strategiewechsel ist kein Anlass fu00c3u00bcr eine Public Conference, wenn dann sollte es um Themen, die die Zuschauer wirklich interessieren, gehen und nicht um Marketing-Sprech: Um Produkte zum Beispiel!
3. Generation Upload u00e2u0080u0093 GenerationTransparenz u00e2u0080u0093 Das Ding mit den Zuschreibungen ist ja auch nicht einfach. Wie war das vor ein paar Monaten mit der Generation C64....wollte sich auf Twitter ja kaum einer so nennen lassen. Zielgruppengedu00c3u00b6ns ist dann doch wohl eher etwas fu00c3u00bcr den Planungsprozeu00c3u009f...
4. Warum habt ihr nen Big Bang draus gemacht: Auf einmal alles neu bei VF, das glaubt doch keiner, klar das Unternehmen wird umgekrempelt, aber das wirkt doch unglaubwu00c3u00bcrdig, wenn von Mittwoch auf Donnerstag alles neu ist. Das ist doch ein Prozess, der sollte auch als Prozess kommuniziert werden. Und das Schritt fu00c3u00bcr Schritt.
Der Lerneffekt wird bestimmt grou00c3u009f sein und ich freue mich u00c3u00bcber die nu00c3u00a4chsten Schritte.

@_jrg wir haben mitnichten einen big bang gemacht, wir haben bereits seit Mai immer wieder neue Mau00c3u009fnahmen eingefu00c3u00bchrt, weil eben nicht zum 11.7. auf einmal alles kommen sollte.

1. Den Schritt ins Social Web zu gehen, finde ich gut. Alle die da perfektionistische Forderungen stellen, sollten es selbst versuchen. Social Media Marketing und dessen Effekte sind etwas, was man schwer im Vornherein planen kann. Wie soll man wissen wie die Crowd reagiert und wu00c3u00bcrde man das ku00c3u00b6nnen, wu00c3u00bcrde die Crowd das wollen? Vodafone versucht nicht zu taktieren, sondern lu00c3u00a4sst sich auf das Gespru00c3u00a4ch ein und das mit allen Mitteln (Live-Konferenz, Twitter etc.). Das finde ich schon ungewu00c3u00b6hnlich.
2. Mich wu00c3u00bcrde auch interessieren, wie sehr Vodafone diese neuen Werte (auf Augenhu00c3u00b6he mit dem Kunden..) kommuniziert und ob sie wirklich jeder einzelne MA in den Kontainern internalisiert.

Den Menschen mit dem roten Iro kennen von den paar Dutzend Millionen Vodafone-Kunden in Deutschland wahrscheinlich nicht mal 3%, eher weniger. Die Kommunikationswirkung der paar Tausend Views von der Online-PK inkl. Multiplikationseffekten und Medien-Echo hat man wahrscheinlich nach Ausstrahlung bereits eines TV-Spots locker u00c3u00bcbertroffen. Und das mit dem Zuhu00c3u00b6ren einer Marke ist so eine Sache bei Telko-Unternehmen, die (alle!) traditionell ja lieber mit Neukunden sprechen, dafu00c3u00bcr aber Bestandskunden lieber im Selfservice in die Online-FAQs schicken und auf gu00c3u00bcnstigere Tarifmodelle nur hinweisen, wenn man schon geku00c3u00bcndigt hat.
Also sollte man man das alles auch nicht so ernst nehmen, es geht letztlich nur um Werbung fu00c3u00bcr Handy-Telefonieren. Das Unternehmen wird durch so eine Kampagne nicht mehr, aber auch nicht weniger kundenorientiert als vorher sein.

@mainbube
geld verdienen darf jeder soviel er will. so lange er es sich VERDIENT spricht da nichts dagegen.

ach und: wenn eine marke wie vodafone so mutig ist und sich auf social media einlu00c3u00a4sst, dann sollte sie sich eines dick hinter die ohren schreiben: in diesem ganzen social media bereich gibt es keine grou00c3u009fen mauern hinter denen sich eine marke verstecken kann. die marke ist hier so offen und verletzlich wie sonst nirgendwo. und aus diesem grund sollte sie gru00c3u00b6u00c3u009ften wert auf ehrlichkeit legen und zu dem was sie von sich gibt stehen und zugleich mit den zum markenversprechen passenden produkten/dienstleistungen pru00c3u00a4sentieren. dann kann diese sache neben gutem image, guten umsu00c3u00a4tzen auch einen grou00c3u009fen wettbewerbsvorteil mit sich bringen.

wem ich nicht glauben kann, mit dem will ich auch nicht befreundet sein. das gilt fu00c3u00bcr menschen wie fu00c3u00bcr marken.

Puh. Ich bin ein fast versu00c3u00b6hnt. Und die beste Nachricht ist, dass Du Posts wie diese Schreiben kannst.

@Matze: Weil es eben am Ende des Tages um die Asche geht und um gute Ergebnisse fu00c3u00bcr die Aktionu00c3u00a4re. Was ich gut verstehen kann, einmal als Shreholder und zum anderen aber auch als Kunde, denn nur wenn das Unternehmen Geld verdient kann es wieder investieren. Wobei ich Investitionen in ein paar Sendemasten neben Bahnstrecken fu00c3u00bcr sinnig halten wu00c3u00bcrde. :-)

Ich versuche mal per Vodafone UMTS-Stick aus dem ICE zur Generation Upload zu gehu00c3u00b6ren, ist aber schwierig, weil das mit dem mobilen Internet wenig mit mobil sein zu tun hat, aber dafu00c3u00bcr sehr viel mit geduldig sein.

Nun, ich finde es mutig, wenn eine Marke wie Vodafone so stark auf Social Media setzt. Aber an wen richtet sie sich? Social Media wird meiner Meinung nach u00c3u00bcberschu00c3u00a4tzt. Es wird als kleiner Bestandteil einer Kampagne evtl. gebraucht, aber es ist eher ein nice to have, denn es must! Die Opel-Aktion hat es als erste gezeigt, dass die Nutzer von Blogs weniger zur Generation Upload, denn zur Generation Neid gehu00c3u00b6ren. Nun wird mit eurer Aktion bewiesen, dass sich dies nicht unbedingt geu00c3u00a4ndert hat.

Die gesamte Aktion ist eine tolle Sache, denn ihr habt es geschafft einen Weltkonzern von einem kleinen Bestandteil des Mediamix als Leadpoint zu u00c3u00bcberzeugen, dafu00c3u00bcr gebu00c3u00bchrt euch Respekt, aber am Ende des Tages wird wohl auch hier die Frage gestellt werden: Wie effizient ist es gewesen?

Oder etwa nicht? Und wie messt ihr die Effizienz der Social Media Aktion?

Ich hab es schon eben auf Twitter "gesagt": Generation Upload ist -bisher- mehr ein Gefu00c3u00bchl und weniger ein Produkt. Der eine steht auf Image (Gefu00c3u00bchl), die Mehrheit kauft lieber ein Produkt.
Wenn es zum Produkt ein Image gibt - umso besser.
An was wird sich der gemeine Kunde mit hoher Erwartungshaltung erinnern? An ein "must have" wie das HTC Magic mit tollem Tarif oder an das Image welches auf eine "Generation" gespiegelt wird.

Ich finde die ganzen aufgezu00c3u00a4hlten Bemu00c3u00bchungen von Scholz & Friends und Vodafone sind ein Riesenschritt gewesen und habe hohen Respekt davor, den "Film" muss ich trotzdem deswegen nicht mu00c3u00b6gen.

Nach der PK (die ich nur kurz verfolgen konnte) musste ich an die T-Mobile G1 Pru00c3u00a4sentation auf dem Barcamp Hamburg denken. Auch hier wurde eine hohe Erwartungshaltung des Publikums durch die Pru00c3u00a4sentation bei der Mehrheit "zerstu00c3u00b6rt".
Die Lehren wurden daraus gezogen und T-Mobile hat sich danach in meinen Augen gut im Web pru00c3u00a4sentiert.

Ich bin jetzt auf einen Tarif + Produkt sowie weiteren Social Media Bums gespannt mit dem ich mich theoretisch nach 10 Jahren Treue von T-Mobile verabschieden ku00c3u00b6nnte und mein Iphone an meine Eltern weiterreiche.

hallo,
das problem ist doch weder die kampagne, noch das unternehmen vodafone. das problem ist die kombination aus beidem. vodafone kommt mit einer kampagne, die die generation internet ansprechen will. aber sie hat nichts ausser heisser luft, was sie dieser generation bieten kann.

ganz im gegenteil: unu00c3u00bcbersichtliche tarife, zensursula-problematik, einschru00c3u00a4nkungen bei der nutzung von datentarifen (zB VoIP) nur als beispiele.

ein kleines beispiel etwas genauer: in dieser generation will sich 100pro niemand 24 monate an einen vertrag binden, wenn er garnicht weiss wo in der welt er in 12 monaten sein wird. (wieso keine halbjahresvertru00c3u00a4ge? das senkt schon die schwelle, diesen vertrag u00c3u00bcberhaupt abzuschliessen. und falls man nach 6 monaten nicht u00c3u00bcberzeugt sein sollte, dann soll vodafone doch froh sein, dass sie schon nach 6 monaten wissen, an ihrem tarif stimmt was nicht. dementsprechend schneller ku00c3u00b6nnte vf dann die preise oder leistungen anpassen.)

zugegeben: vodafone ist da in guter gesellschaft mit anderen anbietern, doch wenn ein unternehmen fu00c3u00bcr diese generation upload da sein will, und es das ziel ist, mit dieser generation geld zu verdienen, dann sollte dieses unternehmen seine produktpalette auch an die bedu00c3u00bcrfnisse und wu00c3u00bcnsche dieser generation anpassen.

die pk wu00c3u00a4re doch DIE gelegenheit gewesen zumindest einen tarif vorzustellen, der u00c3u00bcberzeugt. das einzige, was sich an vodafone bisher geu00c3u00a4ndert hat ist die werbung. doch die produkte sind ausnahmslos die gleichen wie vor der pk.

wenn also auf die grou00c3u009fen worte zumindest verspu00c3u00a4tet noch taten folgen, ku00c3u00b6nnte die kampagne und die neue ausrichtung ein grou00c3u009fer erfolg werden und vodafone einen riesigen sympathie-vorsprung gegenu00c3u00bcber der konkurrenz geben. wenn.

wenn nicht, dann sind 200millionen!!! zum fenster rausgeschmissen.

Ich weiss nicht wie es den anderen geht, aber ich wu00c3u00bcrde meinen Provider rein nach Tarif auswu00c3u00a4hlen. Gute Abdeckung, eine gu00c3u00bcnstige Flatrate, insbesondere auch im Ausland, mehr brauche ich nicht, gibt's aber nicht.

Den Mittelpunkt ihres "social"-Lebens wird die Generation Upload eher nicht verlagern. Ich glaube nicht, dass viele Brands das Zeug dazu haben, an das Leben der digitalen (oder wie auch immer) teilzuhaben.

Negativ? Der erste Eindruck zu00c3u00a4hlt, und der war leider diese PK. Ein beschlipstes Marketinglingo hat wenig mit der Generation Upload zu tun.

Kommt die eingangs erwu00c3u00a4hnte Flatrate, wu00c3u00bcrde ich mir u00c3u00bcberlegen, sogar was anderes als ein iPhone in Erwu00c3u00a4gung zu ziehen.

Dennoch ein mutiger Schritt, das Marketing eines UNternehmens so auszurichten (nicht das Unternehmen an sich). Ich denke, das gru00c3u00b6u00c3u009fte Potenzial liegt im Dialog mit den Kunden, auch werdenden. Wu00c3u00bcnsche Euch, dass das Feedback a) aufgenommen, b) prozessiert und c) umgesetzt wird. Viel Glu00c3u00bcck!

@Martin Meyer-Gossner: Die Realitu00c3u00a4t ist, dass Social Media Kampagnen immer ein Stu00c3u00bcck weit Experimente sein werden, weil die wichtigsten Akteure nicht Agenturen oder Unternehmen, sondern eben User, Leser, etc sind, die u00c3u00bcber die Akzeptanz entscheiden.

@nico : Wenn Unternehmen in einen offenen und zensurfreien Dialog mit Usern treten wollen, ist das vu00c3u00b6llig Ok und nicht mal "Marketing" oder "Ausverkauf".
Allerdings mu00c3u00bcssen deutsche Unternehmen noch lernen, dass man Social Media nicht wie einen Kanal behandeln kann, in den man bestehende Marketing-Botschaften rein trichtern und verbreiten kann. In diesem Punkt ist der kulturelle Wandel, von dem Du sprichst, noch nicht sehr weit gediehen.

Ich stimme eigentlich all jenen zu, die die ganze geku00c3u00bcnstelte Aufregung um den Ausverkauf der Blogosphu00c3u00a4re fu00c3u00bcr komplett albern halten. Mit Promis zu werben, ist normal. Und nun kommen halt die Web-Promis im Fernsehen an - ist doch super. Sascha hat doch seine Follower-Zahlen eben auch grade deshalb, weil er stu00c3u00a4ndig im Fernsehen unterwegs ist.

Nur eine Sache beschu00c3u00a4ftigt mich - und das ist die Kritik, die auch von @netmob oben kommt: wu00c3u00a4re es nicht ein viel durchschlagenderer Erfolg in der Netzgemeinde gewesen, wenn man anstatt all des Werbedreh hier und Mittwittern da ein klares Statement zum Thema Zensursula abgegeben hu00c3u00a4tte? Vielleicht eine Kehrtwende? Denn ich muss zugeben: so sehr mich die gesamte heuchlerisch aufgeblasene Kritik aus dem Web geu00c3u00a4rgert hat (die meisten wu00c3u00a4ren doch am liebsten selbst in der Werbung), so sehr beschu00c3u00a4ftigen mich die Fragen, die hier zu Vodafone gestellt werden - denn vieles davon war mir nicht klar: http://www.fixmbr.de/die-zensursula-debatte-hat-sich-erledigt/ Das ist nicht heuchlerisch, sondern da geht es ganz klar darum, wie ernst es Vodafone denn wirklich meint? Und die Antwort auf die Frage scheint derzeit offen. Man kann doch nicht sagen, dass man die Generation Upload unterstu00c3u00bctzt, wenn man ebenfalls das Gesetzt unterstu00c3u00bctzt, gegen das sich die Generation Upload so vehement ausgesprochen hat?

(Natu00c3u00bcrlich mache ich hier ein Riesenfass auf - das ist enorm politisch. Das weiu00c3u009f ich. Aber es kann sein, dass man dann - wenn man es mit einem Ansatz, der aus Social Media den "Taktgeber" machen will ernst meint - solche Hausaufgaben vielleicht doch zuerst machen sollte. Oder nicht?)

Danke fu00c3u00bcr deine Sichtweise der Dinge. Ich kann mir vorstellen das man nach der ganzen harten Arbeit nicht unbedingt sehen mu00c3u00b6chte wie seine Kampagne auseinandergenommen wird. Vor allem wenn man bedenkt, dass 2 1/2 Monate fu00c3u00bcr so eine Kampagne wirklich keine Zeit ist.
Das die Blogosphu00c3u00a4re aufschreit und etwas zu meckern hat, ist wirklich keine u00c3u009cberraschung. In dem Zusammenhang fand ich die Aussage von @sachark ganz interessant http://twitter.com/sachark/status/2554235248

Auch ich finde den Spot nicht allzu gelungen. Das hu00c3u00a4ngt aber nicht damit zusammen, dass eine Frau Schnutinger oder Sascha Lobo fu00c3u00bcr den Spot ja anscheinend ihre "Internet Seele" verkauft haben, sondern einfach nur weil ich ihn nicht ansprechend finde. Vielleicht hu00c3u00a4tte man den Spot einfach mehr "User Generated" machen ku00c3u00b6nnen. Ganz getreu der "Generation Upload".

Viel interessanter und spannender finde ich die Verzahnung der Kampagne im Social Media Bereich. Und da denke ich ist Vodafone auf dem gute Wege. Die Marke ist auf allen wichtigen Plattformen zu finden und steht dort im Dialog mit den Kunden/Zielgruppe. Und genau das sollte jetzt auch genutzt werden um zuzuhu00c3u00b6ren und die Fehler die ja angeblich gemacht wurden anzusprechen bzw. zu diskutieren. Genau das hilft der Marke und der Kampagne, wenn der Kunde das Gefu00c3u00bchl hat gehu00c3u00b6rt zu werden und mitreden darf.
Das jetzt natu00c3u00bcrlich auch Vodafone mit entsprechenden (Daten)-Tarifen fu00c3u00bcr die "Generation Upload" nachziehen muss ist auch klar.

Tja, vielleicht kommt die Kritik auch ein bisschen von Vodafones vorauseilendem Gehorsam wegen Zensursula:

http://netzpolitik.org/2009/vodafone-zensiert-zu-eurer-sicherheit/

naja. ich habe mir die pk angeschaut und fand den umgang mit der thematik bei den protagonisten - um es gelinde auszudru00c3u00bccken - eher unbeholfen und anbiedernd.

die an vielen anderen stellen bereits geu00c3u00a4uu00c3u009ferte kritik an den wenig u00c3u00bcberzeugenden social media- tarifen und produkten zeigt mir letzten endes: nice try. aber ich bin nicht u00c3u00bcberzeugt, dass man so eine sache machen kann, OHNE vorher auch bei sich selbst etwas aufzuru00c3u00a4umen.

insofern finde ich die anstrengungen zwar lu00c3u00b6blich. aber hu00c3u00a4tte man nicht lieber anstatt twitter-accounts zu installieren, am denken ansetzen mu00c3u00bcssen? wenn das hier fu00c3u00bcr die digital natives (ein nerviger begriff fu00c3u00bcr diese gruppe reicht u00c3u00bcbrigens, danke) sein sollte, dann kann man nicht innen alt und auu00c3u009fen neu sein. dialog muss man atmen, leben.

aber ich bin alles in allem gespannt zu sehen, wie sich das weiter entwickeln wird.

Schu00c3u00b6n schu00c3u00b6n. Ich frag mich trotzdem, auf welchem Planeten ihr so lebt. Bei mir kam durch "Den Film" nur ein totpeinliches Angeschleime an die Ziegruppe an, bei der Sascha Lobo es geschafft hat, seine Glaubwu00c3u00bcrdigkeit in wenigen Sekunden komplett zu verspielen.

Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht.

Die Meckerer sind doch immer dieselben und das beweisen sie auch hier wieder. Dahinter steht nur Eigennutz!

Mutig! Konsequent! Finde es toll wenn ein Unternehmen es endlich macht!, nachdem seit x Jahren theoretisch lamentiert wird und die selbst ernannten Berater mangels anderer Hobbies aus dem Boden schieu00c3u009fen ohne dass etwas Vernu00c3u00bcnftiges dabei rauskomt.

Keep on Moving!

Sehr gutes Statement von Dir. Es beweist, dau00c3u009f die Social-Media-Sphu00c3u00a4re (nicht die Bloggosphu00c3u00a4re allein) noch am Anfang steht und wir alle noch viel Lernpotential haben. Keiner ist unfehlbar und jeder versucht sein Bestes. Aus Fehlern lernen wir alle... ob dieser eine war? Andere mu00c3u00bcssen es besser machen, dann kann man 'Ja' erst sagen.

Schu00c3u00b6n, mal die andere Seite zu hu00c3u00b6ren. Das lu00c3u00a4sst alles in einem anderen Licht erscheinen. Danke dafu00c3u00bcr.

Danke fu00c3u00bcr die Erlu00c3u00a4uterungen und ein bisschen Einblick in die Entstehungsgeschichte. Tatsu00c3u00a4chlich ist es seit Jahren eigentlich so, dass Blogger nach mehr Aufmerksamkeit schreien, dass sie ernst genommen werden, dass sie Teil von Wasweiu00c3u009fich sein wollen. u00c3u009cber mehrere Jahre zog sich dieses Thema durch das, was man Blogosphu00c3u00a4re nennt, quasi ein nicht enden wollenden Selbstfindungsprozess. Oder, wie ku00c3u00bcrzlich mal irgendwer irgendwo u00c3u00bcber Twitter gesagt hat: Eine stu00c3u00a4ndige Selbstvergewisserung. Sind wir noch da? Sind wir schon wichtig? Esse est percipi heiu00c3u009ft doch so ein schu00c3u00b6nes Blog, ausgerechnet eins, das damit gar nichts zu tun zu haben scheint. Ku00c3u00b6nnte Motto so vieler Blogs sein.

Und nun ist es soweit, dass es ein paar Blogger dahin geschafft haben. Und schon kommt die Neiddebatte. Schon ist das, wo man irgendwann mal hinwollte, vom Bu00c3u00b6sen. Irgendwie ist das ein bisschen wie mit jeder "Szene", wenn ich das mal so nennen darf. Sobald sie im Mainstream angekommen ist, versuchen die ersten, wieder auszubrechen. Anstrengend das. Ein bisschen mehr Selbstverstu00c3u00a4ndlichkeit tu00c3u00a4te gut.

Wo wir schon hinter den Kulissen sind: Der Mensch, der im Spot auf der Bu00c3u00bchne steht und daraufhin bejubelt wird hat irgendwie eine frappierende u00c3u0084hnlichkeit mit dem Simyo-Testimmonial aus der ersten Simyo-Kampagne. Oder ist er es gar selbst? Absicht oder Zufall??

Dass die Kampagne in ihrer Gesamtheit gelungen sein mag, ist glaube ich der geringste Teil der Kritik. Fu00c3u00bcr mich persu00c3u00b6nlich sieht es nur so aus, dass Vodafone mit einer riesigen Image-Kampagne an den Start geht und Geld dafu00c3u00bcr rausblu00c3u00a4st ohne gleichzeitig mit passenden Innovationen im Bereich der mobilen Daten-Tarife vorzustellen oder anzuku00c3u00bcndigen.

Daher sehe ich es auch so, dass von Vodafone hier eine grou00c3u009fe Chance vertan wurde und die Alpha-Blogger, die in diesem Projekt involviert waren leider durch die Unterstu00c3u00bctzung einer "leeren" Kampagne ein bisschen ihr Gesicht verloren haben.

Immer dieses Zuhu00c3u00b6ren. Mir wu00c3u00bcrde es ja reichen, wenn man meint, was man sagt. Deswegen bin ich auf die Tarifmodelle hinter der Kampagne und dem weiteren Vorgehen in Sachen Zensursula bei Vodafone gespannt.

Anonsten hat Vodafone lediglich noch mehr mit der SPD gemeinsam, als nur die Farbe, Sascha und Dich.

Hallo Nico,

deine, bzw. eure Sicht der Dinge macht das Thema noch mal interessanter. Das Rumgeheule in den letzten Tagen via twitter und in diversen Blogs geht mir gewaltig auf den Keks und es wird gern so getan, als Stu00c3u00bcnde hier was auf dem Spiel, wie der von dir erwu00c3u00a4hnte Ausverkauf der Blogosphu00c3u00a4re.

Ich finde die Idee gut, eine so klare Zielgruppe anzusprechen und auch szenebekannte Testimonials zu nutzen. Bei Sascha Lobo ist es eben so ein Ding, er ist ein lustiger Typ, mit dem man cool quatschen kann. Aber wer ihn nicht kennt, kann sich schwer mit ihm identifizieren und ich wu00c3u00bcsste in meinem Freundeskreis einige, die nicht wissen was ein Blogger ist und seinetwegen jetzt nicht danach googeln wu00c3u00bcrden. Und dafu00c3u00bcr, dass er so viel erleben soll, wirkt das Motiv irgendwie zu 08/15, weil, machen wir uns nichts vor, Bus fahren ist jetzt nicht so der Knaller. Aber besser als ein Foto im St. Oberholz alle mal! :-)

Ich bin gespannt, wie die einzelnen Formate nachher ineinandergreifen. Das Problem ist, dass natu00c3u00bcrlich schon ein ziemlich ausgereifte Netzszene existiert, die sich natu00c3u00bcrlich nun gar nicht angesprochen fu00c3u00bchlt, weil sie das alles schon kennt und hat und nicht braucht. Und Sascha Lobo hat nun auch nicht bei allen ein Stein im Brett, was das Gejammer der letzten Tage noch anheizt.

Die Motive hu00c3u00a4tten zum Teil ruhig etwas spannender sein ku00c3u00b6nnen. Rockband und Basejumper sind geil und unterstu00c3u00bctzen das "XY erlebt was"-Statement. Busfahren und auf der Wiese liegen ist aber weniger spannend.

Danke fu00c3u00bcr diese ausfu00c3u00bchrliche Antwort. Am interessantesten ist fu00c3u00bcr mich die Feststellung, dass die Arbeit an der Kampagne die Unternehmen veru00c3u00a4ndert, weil sie den Mitarbeitern den Zugang zu Social Media nahe bringt.
Du sagst ja selbst von Dir, dass Du "jedem, der nicht bei 3 auf dem Baum ist, hemmungslos von dem derzeitigen Paradigmenwechsel im Online-Bereich erzu00c3u00a4hlen kannst". Von daher: Chapeau!

Entscheidend ist fu00c3u00bcr mich, ob Vodafone diesen Paradigmenwechsel verstanden hat und sich mit ihm konstruktiv auseinandersetzt oder, und das war mein Eindruck bei der PK, Social Media einfach als neuen Kanal fu00c3u00bcr die gleichen alten Botschaften versteht.
Mit Vodafone meine ich in diesem Fall das Top-Management. An der Basis ist der Paradigmenwechsel mit Sicherheit schon zu Kenntnis genommen worden. Nur ist die Zahl der basisdemokratisch gefu00c3u00bchrten Unternehmen bisher eher klein. Die Geschu00c3u00a4ftsfu00c3u00bchrung muss einen Wechsel, mit allen Konsequenzen, verstehen und fu00c3u00b6rdern.
Dann ist das Gehabe von Vodafone auch glaubwu00c3u00bcrdig.

Genauso habe ich es empfunden! Mutig, spannend, gut.

Die Kritik halte ich teilweise fu00c3u00bcr vu00c3u00b6llig u00c3u00bcberzogen.

Es bleibt dir als Mitverantwortlichem wenig mehr Chance, als die Veranstaltung schu00c3u00b6n zu reden, und das machst du gut und informativ.

Vielleicht gibt der Etat noch so viel her, den Akteuren einen Deutschkurs zu spendieren, um sie von ihrem Marketing-Kanaak zu heilen? Diejenigen, die ihn erfolgreich absolvieren, werden dann mit einer Rhetorikschulung unter Beru00c3u00bccksichtigung des freien Sprechens (nein, nicht die Bedienung der Freisprechanlage) belohnt.

Das meinte ich auch nicht. Klar muss geschult werden. Nur eben ein vu00c3u00b6llig neues Verhalten des Unternehmens kann man so nicht wirklich vermitteln. Wie seht Ihr das?

Interessanter Beitrag - danke! Ich empfinde die Richtung, in die Vodafone und S&F gehen, sehr gut und passend zur Marke.

Allerdings hatte ich mir Sorgen um die weitere Adaption IM Unternehmen, in den Stores selbst - dem wichtigsten Glied in der Vodafone-Kette - gemacht. Das mit den Trucks wusste ich bis jetzt nicht. Ob da dann allerdings all das ankommt was dafu00c3u00bcr nu00c3u00b6tig ist, schon allein das Grundverstu00c3u00a4ndnis der mobilen Welt - ich denke da habt ihr euch (VF& S&F) einen grou00c3u009fen Brocken vorgenommen. Das Wissen und der Umgang damit ist nicht von heute auf morgen vermittelt - das Verstu00c3u00a4ndnis und das Gefu00c3u00bchl dafu00c3u00bcr ist meiner Meinung auch nicht "antrainierbar".

Dennoch - der Anfang ist gemacht, bin gespannt wie es sich weiterentwickelt.

2000 parallele Abrufe und 2200 Kommentare, GANZ KLAR die Generation-Upload!

Ich fand den Spot zwar ein wenig albern, halte mich aber auch zu diesem Zeitpunkt nicht fu00c3u00bcr die Zielgruppe. Insofern liege ich, so glaube ich, ausnahmsweise insgesamt mal u00c3u00bcber dem Bewertungsdurchschnitt in der Blogosphu00c3u00a4re.
Das einzige, was mich ehrlich gesagt enorm anpisst, ist dieses Verkaufen als UNSER Provider, wu00c3u00a4hrend Vodafone quasi zur Speerspitze der Zensursula-Fraktion gehu00c3u00b6rt.
Unsere Firma ist Vodafon-/Arcor-Kunde und es stand an, Home-Offices ebenfalls mit Vodafone/Arcor auszustatten - das habe ichg gestoppt, aktuell wird weiterhin QSC verwendet.
Ich hatte die Hoffnung, mit Vodafone einen Anbieter fu00c3u00bcr alles zu finden, so auch fu00c3u00bcr eine virtuelle Telefonanlage. Der Vorteil, der sich aus dem Zusammenschluss unter einer Marke (Vodafone) ergibt, ist kaum zu u00c3u00bcbersehen, aber auch das liegt auf Eis, mein Provider hat ein Glaubwu00c3u00bcrdigkeits-/Vertrauensproblem.
Und das Problem ist keines, das ich alleine habe. Wie geht ihr das an?

.. das man per twitter verfolgen konnte, wie sich das ganze entwickelt, fand ich sehr spannend.. das darauf hin meine erwartungshaltung zum "film" grou00c3u009f war, spielt da sicher ein rolle, dass ich eher nicht u00c3u00bcberwu00c3u00a4ltigt war... nett, aber geschmackssache... insgesamt wu00c3u00a4re es dann eigentlich ganz gut gelaufen..

aber dann habe ich das video der pressekonferenz gesehen... u00c3u00a4hm.. die hu00c3u00a4tte man weglassen sollen, oder weniger reden sollen, mehr inhalt .. ich glaube, da hat man sich keinen gefallen getan.

.. wenn jemand daraus lernen mu00c3u00b6chte, dann bin ich gespannt :)

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