Tja.
Ich versuche mal, in aller Ruhe und der mir bekanntermaßen innewohnenden Gelassenheit das Thema der letzten Tage aufzugreifen. Laut Rivva war der neue Markenauftritt von Vodafone beherrschend in einer der Blogosphären in Deutschland. Daran war ich nicht ganz unbeteiligt, ebenso wenig wie mein Arbeitgeber Scholz & Friends und unser Kunde Vodafone.
Aber fangen wir mal von Vorne an. Vor ca. drei Monaten haben wir den Pitch um den Werbe-Etat von Vodafone Deutschland gewonnen. Unser Konzept ist in vielen Meetings, endlosen Gesprächen und aus vielen verworfenen Ideen entstanden, und zwar als eine orchestrierte Kampagne, also unter Zuhilfenahme vieler Instrumente, die eine große Kommunikationsagentur zu bieten hat. Uns war früh klar, dass der Kunde von Vodafone im Mittelpunkt stehen soll und damit ebenfalls klar, daß das Thema Zuhören eine große Rolle spielen muß, bei allem Monolog, der bei einer klassischen Kampagne dazugehört. Wir haben uns entschlossen, Social Media nicht nur als ein Teil der Kampagne zu etablieren, sondern als Taktgeber der Kampagne in den Mittelpunkt zu rücken. Daraus resultiert ein komplexes Kampagnengesamtkonzept, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Kaum ist es Anfang Juli und schon sind wir so weit, dass der klassische Part der Kampagne starten kann. In den vergangen 2 1/2 Monaten haben wir einen extrem umfangreichen Markenauftritt umgesetzt, der einen TV-Spot, verschiedene Ableitungen davon, ebenso etliche Plakat- und Print-Motive umfasst, sowie unzählige Online-Werbemittel, eine Microsite mit Integration vieler Social Media Elemente, Plakate für die 3600 Shops, 5 Brandtrucks für die Schulung der 15.000 Mitarbeiter in den nächsten Monaten, ein umfangreiches Shooting mit tausenden Motiven, den Claim “Es ist Deine Zeit” und und und. Zusätzlich dazu haben wir angefangen, mit Bloggern den Dialog zu suchen, zuerst indem wir das HTC Magic als Testgeräte verteilt haben, danach haben wir den Dreh zum TV-Spot als Startschuß der Kampagne genutzt und über Twitter davon berichtet, dann wurde innerhalb kürzester Zeit mit vielen Mitarbeitern das Vodafone Blog gestartet, weiterhin haben wir Präsenzen auf MySpace, StudiVZ und Facebook etabliert, wo es primär darum geht, den Kunden, Fans und interessierten Nicht-Kunden eine Anlaufstelle zu bieten, um sich mit der Marke Vodafone auseinanderzusetzen. Dort hören wir vor allem zu. Und mit wir meine ich immer Vodafone und Scholz & Friends.
Der TV-Spot, bei Werbern nur knapp “der Film” genannt, ist letztlich eine Hommage an alle die, die etwas machen, die kreativ sind und die aktiv die Möglichkeiten des Netzes für sich nutzen und andere dabei involvieren. Der Film wird ebenso wie die Microsite es-ist-deine-zeit.de am Samstag gestartet und dann kann man auch sehen, wie alle Elemente der Kampagne ineinandergreifen, warum wir die Protagonisten so ausgewählt haben, das es eine gemeinsame Klammer gibt und das der Brand Refresh für Vodafone auf einem soliden Fundament steht.
Wir haben einen Begriff geprägt, die Generation Upload, um zu beschreiben, was wir online gerade sehen: immer mehr Leute machen mit, erstellen Inhalte, teilen diese Inhalte mit Freunden, verändern ihre Art der Online-Nutzung und haben letztendlich eine Haltung, die deutlich macht, das sie das Netz nutzen, um zu machen. Wir haben als erstes Produkt für die Generation Upload eine Applikation entwickeln lassen für Android und Blackberry, die die einfache Nutzung von Twitter, Facebook und MySpace ermöglicht.
Und, wir haben quasi im Vorbeigehen damit angefangen, zwei Unternehmen zu verändern, sowohl Vodafone als auch Scholz & Friends selber. Das ist ein irre spannender Prozeß und auch einer, der noch lange nicht zu Ende ist. Als ein Beispiel möchte ich anfügen, dass die Zahl der Twitter- und Facebook-Accounts bei der Agentur und dem Kunden stetig zunimmt, und auch die Nutzung sowie das Verständnis für eine andere Art der Kommunikation stetig wächst. Dabei verändert sich die Arbeitsweise, dabei entstehen neue Ideen, andere Produkte und so weiter. Aber eben alles zu seiner Zeit und nicht alles innerhalb von 2 1/2 Monaten.
Der Startschuß für den klassischen Teil der Kampagne war die LivePK vom Mittwoch, die als Novum live im Netz übertragen und via Facebook kommentierbar gemacht wurde. Sicherlich hätte einiges besser sein können, insbesondere was die Dramaturgie und die Ausprägung des Dialogs mit den Usern angeht, aber aus Fehlern lernt man bekanntlich. Der Weg, dies im Netz zu tun, war konsequent richtig und auch hier steht das Zuhören wieder im Vordergrund. In der Spitze nahezu 2000 parallele Abrufe, dazu knapp 2200 Kommentare, viele Fragen und über 300 registrierte Teilnehmer bei Facebook sprechen da eine deutliche Sprache, von der Resonanz auf Twitter und in den Blogs ganz zu schweigen.
Ist das Aufgreifen von Bloggern in einem klassischen TV-Spot und die Nutzung des Themas Generation Upload jetzt der Ausverkauf der Blogosphäre, das Ende der Unschuld und der Sieg des Kommerzes in jedem Lebensbereich? In keinster Weise. Das wurde auch schon bei den Opel-Bloggern vor vier Jahren geschrieben und ehrlich gesagt habe ich danach nicht festgestellt, dass dadurch ein Ausverkauf der Blogs stattgefunden hat. Im Gegenteil, die Blogs sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Online-Mixes geworden, sogar in Deutschland. Der Brand-Refresh von Vodafone baut darauf auf, daß es eine funktionierende Blog-Landschaft in Deutschland gibt, daß Protagonisten vorhanden sind, die Dinge bewegen wollen, daß Unternehmen vom Wisdom of the Crowds lernen können und daß ein Dialog mit Zuhören startet.
So.



[...] dann einen gänzlich unaufgeregten erklärenden Post von Scholz&Friends Social Media Mann Nico Lumma, der einfach mal auflistet, was zu einem “Brand Refresh” so alles dazugehört. Und, [...]
[...] picked the advertising company Scholz & Friends especially for their ideas on social media. But Scholz is an advertising company. They are not business consultants. And social media [...]
[...] Generation Upload und der Dialog | Lummaland Nico Lumma, bei Scholz & Friends mit verantwortlich für die mediale Verzahnung der neuen Vodafone-Kampagne, stellt auf seinem Blog seine Sicht der heftig diskutierten Kampagne dar. IMHO: Ich halte den Weg, den Scholz & Friends mit Vodafone beschreiten, für den richtigen – und trotz erkennbarer Unzulänglichkeiten für höchst respektabel (Es gibt überhaupt rein gar nichts mehr, was sich nicht sofort kaputt reden oder als sein direktes Gegenteil darstellen ließe, weder in der Werbung noch sonstwo im Leben). Zudem steht kaum zu befürchten, dass einer der Beteiligten auf dem aktuellen Stand stehen bleiben wird. Disclosure: Ich arbeite selbst im Agenturgeschäft und für große Unternehmen und weiß sehr genau, was es bedeutet, eine vernetzte Kampagne durch alle möglichen Instanzen zu pauken. Kulturwandel findet im richtigen Leben eben doch nicht per Federstrich statt oder mit einem einfachen Blogeintrag. Vielleicht ist Geduld ja die am meisten unterschätzte Tugend der Generation Echtzeit. (tags: Marketing socialmedia Werbung) weiterreichen: [...]
[...] hat Nico Lumma – Social Media Vordenker bei S+F – erfrischend offen das über die Kampagne geschrieben, was möglicherweise die Journalisten bei der Pressekonferenz nicht verstanden hätten, was [...]
[...] Lumma, der an der Entstehung der sagenhaft unfamösen Vodafone-Blogger-Kampagne beteiligt war, schreibt in seinem Blog ein paar Zeilen über die Hintergründe. Eins muss man ihm lassen: Besser als das Ekel erregende Making-of-Video ist sein Artikel dann [...]
[...] of personal taste. But what can’t be denied is that the campaign ignited a conversation. A conversation that is just getting [...]
[...] im Team, nicht aufsteht und die einfache Wahrheit sagt. Des Kaisers neue Kleider. Das ist Werber-Speak. Er weiss es. Das hat er nicht verdient. Ich habe lange gerungen, um diesen Post zu scheiben. Ich [...]
[...] Vodafone? F!XMBR: Deutschlands Blogs – Hand in Hand mit Zensursula Lummaland: Generation Upload und der Dialog [...]
[...] Nico Lumma: Generation Upload und der Dialog [...]
[...] ganz unbeteiligt war übrigens Nico als Director Social Media bei Scholz&Friends. Vielleicht sollte man bei aller [...]
[...] diesem großen Vodafone-Werbekuchen nur etwas abhaben. Die Kampagne von Scholz & Friends, im Lummaland wird ein Blick hinter die Kulissen gewährt, ist für die erste große Kampagne in Deutschland, die [...]
[...] ist das Konzept fertiggestellt und wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist ein Desaster. Die Reaktionen reichen von [...]
[...] [...]
[...] aktuellen Vodafone-Kampagne, die in der Blogosphäre nicht allzu gut ankommt, bei Felix. Und bei Nico. Und nochmal bei Felix. [...]
[...] anderen: FAZ.net | Frank Helmschrott | Freshzweinull | PR-Fundsachen | Netzwertig.com| talkabout | Lummaland (Blog von Nico Lumma (Director Social Media bei Scholz & Friends) | przweinull | themenblog | [...]
[...] über Strukturwandel Mirko Lange/Talkabout Vodafone Blog Artikel in der FAZ Wolfgang Nico Cem Tapio’s Linksammlung Klammer [...]
[...] Generation Upload und der Dialog Nico Lumma (who works for the ad agency) tries to explain his view of the whole thing, although he [...]
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[...] Überschrift: Nico Lummas Rechtfertigungsversuch aus Scholz-&-Friends-Sicht mit denkwürdigem Einstieg (”Tja”) und ebensolchem [...]
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[...] hatte sich die Agentur schon vor einigen Monaten den Web-Social-Media-Word-of-Mouth erfahrenen Nico Lumma ins Haus geholt, der dann mit seinem Wissen in Folge auch aktiv bei der Entwicklung der Kampagne involviert war und [...]
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[...] gewährt uns Nico Lumma, selbst bei Scholz & Friends an der Kampagne beteiligt, einen interessanten Blick hinter die Kulissen. Dieser macht deutlich, dass viel mehr dahinter steckt, als ein Werbefilm und [...]
[...] mit ihrer neuen Vodafone-Kampagne ja in aller Munde und muss so einiges an Spott ertragen: Verantwortliche erklären sich, Beteiligte rechtfertigen sich, Beobachter zerreißen sie oder flüchten in [...]
[...] als Testimonials einsetzt. Alle haben schon darüber geschrieben wie sinnlos bzw. toll die Kampagne ist. Wie das Ganze bei den Werbern ankommt, kann man in den Kommentaren bei [...]
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[...] dem Vodafone Blog selbst und dem Lummaland gibt es nun immerhin die Meinungen der Kampagnen-Macher und Vodafone scheint somit ja tatsächlich [...]
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[...] lumma.de [...]
[...] lumma.de [...]
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[...] Nico Lumma erklärt das Konzept, aber nicht die Kritik [...]
[...] die Stellungnahme vom Projektbeteiligten Nico Lumma und die wiederum hineininterpretierende Gegenrede unter [...]
[...] Wie erreiche ich Glaubwürdigkeit? Bestimmt nicht, in dem ich mit viel Tamtam, großem Etat und Prostituierten lärmend einen Raum betrete und dann noch herumbrülle: „Hey Ihr, ich weiß schon, mit wem ich es zu tun habe. Ihr seid nämlich so und so.” „Uns war früh klar, dass der Kunde von Vodafone im Mittelpunkt stehen soll und damit ebenfalls klar, dass das Thema Zuhören eine große Rolle spielen muss, bei allem Monolog, der bei einer klassischen Kampagne dazugehört”, beschreibt das Nico Lumma, Direktor Social Media der umsetzenden Agentur Scholz and Friends, in seinem Blog Lummaland (http://lumma.de/2009/07/10/generation-upload-und-der-dialog/#more-5484). [...]
[...] http://www.alpha-journalisten.de/html/portraet/niggemeier_stefan.html http://lumma.de/2009/07/10/generation-upload-und-der-dialog/#more-5484 http://www.netzeitung.de/internet/blogblick/1411320.html [...]
[...] ernst nimmt) geriet das Projekt im Netz endgültig in schlechtes Fahrwasser. Da haben auch die Reaktionen der Macher, unglücklicherweise zwischen den Stühlen Auftraggeber und Web2.0 sitzend und folglich halbherzig, [...]
[...] heißt es. Naja, bei der ganzen Kritik lacht sich schlußendlich Vodafone (und die Werbeagentur Scholz&Friends) in Fäustchen, denn endlich spricht man mal über das Unternehmen. Achso, nein, ich habe diesen [...]
[...] Ich bin durch meine Beobachtung der Vodafone “Generation Upload” auf Nico Lumma gestoßen. Erst dachte ich, schon wieder so nen Marketing Hansel, der keinen [...]
[...] Generation Upload und der Dialog—Lummaland, Nico Lumma [...]