CDU soll von Piratenpartei Internet lernen

Nico —  1.10.2009

Ole von Beust fordert: CDU soll von Piratenpartei Internet lernen – na, da bin ich mal gespannt. Immerhin hat nun mal jemand begriffen, daß das Internet nicht nur so eine Sache ist, die vorbei geht. Nur gehe ich mal nicht davon aus, daß die partiziaptorischen Elemente und der diskursive Ansatz beim Internetverstehen der CDU auf der Strecke bleiben werden.

Aber eigentlich finde ich, die CDU hat sich bislang sehr gut und ehrlich präsentiert.

8 responses to CDU soll von Piratenpartei Internet lernen

  1. Hm, wäre es gehässig dann Schwimmflügelchen auszuteilen? Orange sind die ja schon.

  2. Die Piraten könnten dann vielleicht im Gegenzug lernen, auch so tolle Songs mit so tollen Titeln zu machen.

  3. Naja, man kann diese Aufforderung auch anders interpretieren. Als Aufforderung zu einer Straftat nämlich. Denn die CDU hat doch tagein und tagaus „bewiesen“, dass das Internet voll von terrorismus (Bombenbastelanleitungen), Kinderpornos und womöglich noch Schlimmerem ist. Und die Piraten sind doch gegen die „schutzmaßnamen“, die die CDU da anstrebt. Die Aufforderung, von den Piraten den Umgang mit dem Internet zu lernen, bedeutet doch nach Zensursula-Lesart und nach Schäuble, dass man sich den ganzen Tag Kinderpornos und Raubkopien übers Internet reinzieht. Also ist diese Aufforderung schlicht und ergreifend eine Aufforderung zu einer Straftat. Man sollte ihn eigentlich anzeigen dafür.

  4. Ich zitiere mal aus dem SPON-Artikel:

    Die CDU habe brav ihre Homepages, „aber viele Diskussionen laufen ja eher in Foren, die wir alle kaum kennen“.

    Allein schon die Wortwahl „Forum“ finde ich irgendwie süß. Ich nehme nämlich stark an, dass er Forum nicht als Methaper für einen digitalen Versammlungsort meint (was auch Twitter etc. einschließen würde), sondern eher sowas hier: forum.piratenpartei.de

    Jetzt ist wohl das Geheimnis um das mysteriöse Forum der Piratenpartei gelüftet.

    Dabei sollte es meiner Meinung darum gehen, dass die Parteien damit beginnen ihre Fühler auszustrecken und die Diskussionen dort aufgreifen wo sie stattfinden, ob bei Twitter, Facebook, in Blogs oder sonstwo.

    Was Herr von Beust aber außer Acht läßt ist, dass man ein für die Zielgruppe relevantes Themenfeld besetzen muss. Mir fällt da spontan kein Thema der CDU ein, dass irgendeinen klar denkenden Unterdreißigjährigen mitreißen würde. Wähler mobilisiert man mit einer Botschaft! Und da reicht ein „Keine Experimente“ (© 1957 via Adenauer) nicht aus. Da kann sich die Junge Union auch weitere 100 Twiteraccounts zulegen und wird trotzdem niemanden erreichen!

  5. Sehe ich weitgehend genauso. Allerdings dürfte die CDU schon Botschaften haben. Nur werden diese Botschaften den Internetnutzern nicht gefallen.

    Üner die reine Botschaft hinaus ist aber auch der Stil wichtig. Wer zunächst erst mal die Presseabteiluijng und die Rechtabteilung und vor Allem den Chef fragen muss, bevor er ein paar Buchstaben twittert, muss sich nicht wundern, wenn er hintenüber fällt. Sehr schön wurde das in einer Analyse des Internet-Wahlkampfs der SPD beschrieben: http://www.freitag.de/wochenthema/0939-wahlkampf-spd-wahlkampfzentrale-insider/

    Man kann davon ausgehen, dass das dort gesagte dür die CDU erst Recht zutrifft.

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  1. Kriminelle CDU - 2.10.2009

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