Als ich heute morgen SpOn aufgeschlagen hatte, las ich Dämpfer für Gabriel und Nahles: SPD verpatzt den Neustart – die These wurde wie folgt erläutert:
So hatte sich die SPD-Führung den Neustart in der Opposition nicht vorgestellt. Magere 78 Prozent für den designierten Parteichef Gabriel, blamable Ergebnisse für Nahles und Wowereit – die Nominierung der neuen Spitze wurde zur Strafaktion. Im Vorstand kam es zu minutenlangen Wortgefechten.
Das ist doch blanker Unsinn. Was ist denn an 78 Prozent mager?
Ich finde es völlig ok, wenn nach einer derartigen Wahlpleite eine Diskussion im SPD-Vorstand und -Präsidium geführt wird und man sich auf einige Personen verständigen kann. Da darf und muß es auch abweichende Meinungen geben können. Hätte es um die 100% Zustimmung gegeben, wäre die Kritik gewesen: “SED-ähnliche Zustände” – also was bitte erwartet der SpOn-Autor?
Ich erwarte von der Parteiführung, daß sie sich die Neubesetzung der Spitze nicht einfach macht und daß sie durchaus eine Diskussion über die zukünftige Ausrichtung führt. Diese Diskussion fängt gerade erst an und sie wird auch mit der Wahl des Bundesvorsitzenden beim nächsten Parteitag nicht beendet sein. Aber diese Diskussion ist bitter nötig und da darf es auch gerne mal andere Meinungen geben. Schlimm wäre es gewesen, wenn die Zustimmung bei 22% gelegen hätte, aber 78% sind doch sehr ehrlich und spiegeln sicherlich auch die Stimmung innerhalb der Partei wider, denn Euphorie herrscht noch nicht, aber das kann ja noch kommen.
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[...] Ergebnis ein gutes Zeichen für das Löcken wider die Spitze. (Wenn Nico Lumma fragt, warum 78 % schlecht seien, ist das auch ein gutes Zeichen: Der Spin von der Notwendigkeit der sozialistischen [...]