Beim Werbeblogger kann man gerade drei Dinge lesen:
1. Das Unternehmen Jack Wolfskin hat reagiert und die Abmahnungen gegen die beiden User von Dawanda zurückgenommen. Das finde ich gut und richtig, ich habe dieses Vorgehen immer für überzogen erachtet, aber eben auch angemerkt, daß die Nutzer von Dawanda die Regeln eines Marktplatzes auch anerkennen müssen.
2. Einen Forderungskatalog, was Jack Wolfskin alles unternehmen sollte, aus Sicht der Autoren. Das alles klingt nach einem Ultimatum des Internets an Jack Wolfskin und ist mehr als nur anmaßend. Formulierungen wie “Wiedergutmachung der ’schlaflosen Nächte’ innerhalb der gesamten Familien” oder “Ernennung eines neuen Markenrecht-Anwaltes” zeigen deutlich, daß hier jemand alles Maß verloren hat. Der Beitrag gipfelt in folgenden Sätzen:
Wir wissen, wir können nicht die Welt retten, wir können nur das Bewußtsein schaffen! Der Rest muß aus der Blogosphäre und dem Volke kommen, wenn das Unternehmen nicht nachhaltig, weise und einsichtig denkt und handelt.
Ein aktuelles Treffen am kommenden Montag entbehrt nun zunächst jeder Grundlage; gerne erwarten wir aber Ihre neuen Vorschläge, Herr Hell.
Ja, nee, ist klar. Ich dachte, wir reden hier davon, daß ein Unternehmen seine Marke schützen will und dabei überreagiert hat, und nicht über das Ende der freien Welt und den Niedergang der Zivilisation. Es geht hier um Fleecepullis und nicht um Krieg und Frieden! Ganz abgesehen davon verstehe ich nicht, warum ein Unternehmen gerade auf diejenigen als Berater hören sollte, die gerade tagelang ordentlich Öl ins Feuer gegossen und immer “hey, kommt alle rüber, hier brennt es ordentlich, guckt euch das an!” gerufen haben, aber das nur am Rande.
3. In den Kommentaren spielt sich gerade ein sehr skurriles Schauspiel ab, wo sich jetzt alle darüber auslassen, daß die Reaktion des Unternehmens a) zu wenig sei, b) nicht ernst genug gemeint sei und es c) doch nicht alles gewesen sein könne. Da frage ich mich auch, was es für eine Erwartungshaltung gibt und wie ein Unternehmen wie Jack Wolfskin reagieren sollte. Freifleece für alle?
Bleibt doch bitte alle mal auf dem Teppich und versucht auch nur mal ansatzweise, Euch in ein Unternehmen oder eine Marke hereinzuversetzen. Dort geht es nicht immer nur um Friede, Freude, Eierkuchen, sondern auch darum, Umsatz zu generieren, Arbeitsplätze zu sichern, Produkte zu entwickeln und lauter andere anstrengende Dinge mehr. Da ist es naheliegend, die eigene Marke zu schützen. Und nochmal, nur weil jeder Nutzer mittlerweile online Inhalte erzeugen oder an Marktplätzen teilnehmen kann, bedeutet das noch lange nicht, daß die Nutzer sich nicht an rechtliche Rahmenbedingungen halten müssen. Ich finde es einen guten und richtigen Schritt, daß Jack Wolfskin die Abmahnungen zurücknimmt, jedoch auf dem Löschen der Angebote beharrt. Sicherlich gäbe es jetzt noch weitere Schritte, die Jack Wolfskin unternehmen könnte, aber diese in einem Blogpost als Forderung zu formulieren, geht entschieden zu weit.



[...] Jack Wolfskin, gib Pfötchen, los! – Wort, Nico! [...]
[...] Parteien was dazu gelernt haben. Wer noch mehr darüber wissen möchte, am besten “Wolfskin gib Pfötchen” oder “Der Herbst des Hause Jack Wolfskin” lesen. Share this on del.icio.usShare [...]
[...] 23.9.2009 erschien ein weiterer Artikel auf dem Werbeblogger, der in der Blogosphäre sehr umstritten diskutiert wird. Jack Wolfskin hat mit einer Pressemiteilung angekündigt die Abmahnungen zurück [...]
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[...] einen neuen Sport erfunden und die selbsternannten Kreuzritter der deutschen Blogosphäre haben zur Hatz auf einen Pfotenabdruck [...]
[...] einen neuen Sport erfunden und die selbsternannten Kreuzritter der deutschen Blogosphäre haben zur Hatz auf einen Pfotenabdruck geblasen. via [...]