23. Oktober 2009

Jack Wolfskin, gib Pfötchen, los!

Beim Werbeblogger kann man gerade drei Dinge lesen:

1. Das Unternehmen Jack Wolfskin hat reagiert und die Abmahnungen gegen die beiden User von Dawanda zurückgenommen. Das finde ich gut und richtig, ich habe dieses Vorgehen immer für überzogen erachtet, aber eben auch angemerkt, daß die Nutzer von Dawanda die Regeln eines Marktplatzes auch anerkennen müssen.

2. Einen Forderungskatalog, was Jack Wolfskin alles unternehmen sollte, aus Sicht der Autoren. Das alles klingt nach einem Ultimatum des Internets an Jack Wolfskin und ist mehr als nur anmaßend. Formulierungen wie “Wiedergutmachung der ’schlaflosen Nächte’ innerhalb der gesamten Familien” oder “Ernennung eines neuen Markenrecht-Anwaltes” zeigen deutlich, daß hier jemand alles Maß verloren hat. Der Beitrag gipfelt in folgenden Sätzen:

Wir wissen, wir können nicht die Welt retten, wir können nur das Bewußtsein schaffen! Der Rest muß aus der Blogosphäre und dem Volke kommen, wenn das Unternehmen nicht nachhaltig, weise und einsichtig denkt und handelt.

Ein aktuelles Treffen am kommenden Montag entbehrt nun zunächst jeder Grundlage; gerne erwarten wir aber Ihre neuen Vorschläge, Herr Hell.

Ja, nee, ist klar. Ich dachte, wir reden hier davon, daß ein Unternehmen seine Marke schützen will und dabei überreagiert hat, und nicht über das Ende der freien Welt und den Niedergang der Zivilisation. Es geht hier um Fleecepullis und nicht um Krieg und Frieden! Ganz abgesehen davon verstehe ich nicht, warum ein Unternehmen gerade auf diejenigen als Berater hören sollte, die gerade tagelang ordentlich Öl ins Feuer gegossen und immer “hey, kommt alle rüber, hier brennt es ordentlich, guckt euch das an!” gerufen haben, aber das nur am Rande.

3. In den Kommentaren spielt sich gerade ein sehr skurriles Schauspiel ab, wo sich jetzt alle darüber auslassen, daß die Reaktion des Unternehmens a) zu wenig sei, b) nicht ernst genug gemeint sei und es c) doch nicht alles gewesen sein könne. Da frage ich mich auch, was es für eine Erwartungshaltung gibt und wie ein Unternehmen wie Jack Wolfskin reagieren sollte. Freifleece für alle?

Bleibt doch bitte alle mal auf dem Teppich und versucht auch nur mal ansatzweise, Euch in ein Unternehmen oder eine Marke hereinzuversetzen. Dort geht es nicht immer nur um Friede, Freude, Eierkuchen, sondern auch darum, Umsatz zu generieren, Arbeitsplätze zu sichern, Produkte zu entwickeln und lauter andere anstrengende Dinge mehr. Da ist es naheliegend, die eigene Marke zu schützen. Und nochmal, nur weil jeder Nutzer mittlerweile online Inhalte erzeugen oder an Marktplätzen teilnehmen kann, bedeutet das noch lange nicht, daß die Nutzer sich nicht an rechtliche Rahmenbedingungen halten müssen. Ich finde es einen guten und richtigen Schritt, daß Jack Wolfskin die Abmahnungen zurücknimmt, jedoch auf dem Löschen der Angebote beharrt. Sicherlich gäbe es jetzt noch weitere Schritte, die Jack Wolfskin unternehmen könnte, aber diese in einem Blogpost als Forderung zu formulieren, geht entschieden zu weit.

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Ist der Ruf erst einmal ruiniert, mahnt sich ab ganz ungeniert. Habe ich ku00c3u00bcrzlich zu diesem Thema mal gelesen: http://www.ratgeberrecht.eu/abmahnung/abmahnung-de...

Ach ja. Wo wir gerade bei grotesk sind. Das Textfeld zum Kommentieren hier ist grotesk klein ;-)

Lieber Nico, lieber Martin Oetting!

Was reitet Euch, in dieser Art und Weise gegen die Werbeblogger zu argumentieren?

Nico, wie kannst Du es ernsthaft gutheiu00c3u009fen, dass JW sich zu einer Ru00c3u00bccknahme der Abmahnung durchringt, gleichzeitig aber darauf beharrt, die bei Dawanda gelu00c3u00b6schten Artikel zu Recht beanstandet zu haben? Die Schutzbedu00c3u00bcrftigkeit der Marke "Tatze" in dieser Weise zu dehnen, ist maximal grotesk. Schlimm genug, dass sich JW fu00c3u00bcr diese minimalste aller Minimallu00c3u00b6sungen entschieden hat. Das auch noch offen per Pressemitteilung zu verbreiten, konnte seitens der Betroffenen doch nur zur einer "jetzt erst recht-Reaktion" fu00c3u00bchren.

Und an Euch beide: Den Post beim Werbeblogger derart misszudeuten - wer redet denn von Forderungskatalog ?! -, zeigt dass ihr den Prozess nur aus aus dem Augenwinkel verfolgt haben ku00c3u00b6nnt. Hoffentlich!

Schade, dass ihr in das Horn derer blast, die jetzt sagen, ist doch alles nicht so schlimm. Doch, es ist schlimm, dass unser Rechtssystem es einzelnen erlaubt, wirtschaftliche Macht derart auszuspielen. Es ist bedauerlich, dass es in Unternehmen Kru00c3u00a4fte gibt, die diese Schwu00c3u00a4che des Rechts ausnutzen. Und es wichtig, beides in aller Deutlichkeit anzuprangern.
Bis sich etwas u00c3u00a4ndert.

Kann ich nicht nachvollziehen. Der "Forderungskatalog" ist keiner, sondern es handelt sich um eine Sammlung von Punkten, die der werbeblogger bei dem anberaumten Treffen mit Mr. Hell am Montag ansprechen wollte. Nach der Pressemitteilung vom Freitag wurde das Treffen am Montag als obsolet betrachtet, die Agenda aber als Diskussionsanregung veru00c3u00b6ffentlicht.

Das Unrecht besteht einmal darin, sich einseitig zum "Herrn der Pfoten" aufschwingen zu wollen, und das dann mit widerlichen Methoden bei Leuten durchzusetzen, die sich aller Voraussicht nach dagegen nicht wehren ku00c3u00b6nnen. Diese beiden Punkte sind es, die die Leute zu recht auf die Barrikaden bringen. Aus der Pressemitteilung von Freitag geht klar hervor, dau00c3u009f sich JW immer noch im Recht wu00c3u00a4hnt. Von Einsicht keine Spur, eher ein erzwungener teilweiser Ru00c3u00bcckzug, und dies fu00c3u00bchrt beim aufmerksamen Beobachter zur u00c3u0084chtung dieser Marke.

naja, wenn einer nicht mal die grundlagen richtig recherchieren kann... was kann dann sein urteil schon wert sein...? ich mu00c3u00b6chte ja mal sehen, was die aktionu00c3u00a4re dazu meinen wu00c3u00bcrden, wenn sie feststellen mu00c3u00bcssten, dass der achso zentrale und bedingungslose schutz der marke 50% ihrer investition gekostet hat...? es gibt halt welche, die ku00c3u00b6nnen nur wie roboter handeln... und denen ist selbstverstu00c3u00a4ndlich jede sinnhafte u00c3u00bcberlegung ein unberechenbarer dorn im auge...

Hier ist noch was zum Nachdenken -
zwischen all dem "guter Wolf und bu00c3u00b6ser Wolf"- Geknurr bringt meiner sehr unmau00c3u009fgeblichen Meinung nach dieser Text auf den Punkt, warum eben nicht geht, was JW macht.

http://fledgeflyingiseasy.blogspot.com/2009/10/rea...

bel

Der "Forderungskatalog" beim Werbeblogger ist nicht mehr oder weniger u00c3u00bcberzogen als das Ansinnen JWs, alle Tatzen und Pfoten die nicht von JW stammen einzustampfen.

Erschreckend sind dabei zwei Dinge:
1. Dass sich JW eine Pfote als solche, markenrechtlich u00c3u00bcberhaupt hat schu00c3u00bctzen lassen ku00c3u00b6nnen.
Oder eben auch, dass JW seine geschu00c3u00bctze Pfote (die ja in Wirklichkeit keine Tatze ist) als Mutter aller Pfoten ansieht.

2. Die Ausweitung durch die von JW beim DPMA beantragten weiteren Klassen fu00c3u00bcr diese Bildmarke.

Hier wird versucht, in weite Bereiche hinein ein Recht zu manifestieren welches so nicht begru00c3u00bcndbar ist.
Jedenfalls nicht fu00c3u00bcr einen normaldenken Menschen.

Zitat:
"3. In den Kommentaren spielt sich gerade ein sehr skurriles Schauspiel ab, wo sich jetzt alle daru00c3u00bcber auslassen, dau00c3u009f die Reaktion des Unternehmens a) zu wenig sei, b) nicht ernst genug gemeint sei und es c) doch nicht alles gewesen sein ku00c3u00b6nne. Da frage ich mich auch, was es fu00c3u00bcr eine Erwartungshaltung gibt und wie ein Unternehmen wie Jack Wolfskin reagieren sollte."

Ich sagte im Forum, dass ich mich von jeglicher Hetzjagd distanzier usw.
Und ich distanziere mich auch hier von "allen" im Zitat.

Ich habe den Eindruck, dass die lieben Kollegen beim Werbeblogger einfach heillos u00c3u00bcberfordert sind mit der Aufmerksamkeit, die sie erhalten. Natu00c3u00bcrlich ist es zunu00c3u00a4chst sehr richtig, darauf hinzuweisen, wenn ein Unternehmen sich unverhu00c3u00a4ltnismu00c3u00a4u00c3u009fig benimmt. Wenn Blogs das dort tun, wo die klassischen Medien es nicht hinbekommen, und damit letztere auf den Plan rufen, leisten sie eine wichtigen Beitrag fu00c3u00bcr die u00c3u0096ffentlichkeit.

In dem Moment aber, in dem sie sich Gehu00c3u00b6r verschaffen und SpOn mit dabei ist (oder wer auch immer jetzt die Geschichte in den Mainstream getrieben hat), ist es Zeit, Augenmau00c3u009f zu haben und sich der Pflicht, die mit der u00c3u0096ffentlichkeit einhergeht, auch bewusst zu sein. Stattdessen dermau00c3u009fen unwu00c3u00bcrdig die Fassung zu verlieren und dieses Revolutionsgeheul anzustimmen, fu00c3u00bchrt meines Erachtens die Werbeblogger genau in dem Moment ad absurdum, in dem sie eigentlich ihre gru00c3u00b6u00c3u009fte Stu00c3u00a4rke beweisen ku00c3u00b6nnten.

Das ist schade. Und ein weiteres Zeichen dafu00c3u00bcr, dass die "u00c3u0096ffentlichkeit von unten" in Blogs & Co. hierzulande immernoch viel zu unreif sind, um wirklich ernst genommen zu werden.

Hier gehts nicht um Krieg oder Frieden, sondern nur darum, das die Markenanspru00c3u00bcche die JW seiner Taze beispricht, vu00c3u00b6llig u00c3u00bcberzogen und nicht gerechtfertigt sind.

"..Eine Marke kann nicht eingetragen werden, wenn ihr die Unterscheidungskraft fehlt.." Quelle: markenmagazin.de

Schaut man sich die Wolfstaze und die eines Bu00c3u00a4ren an (z.B. am leider durch JW geschlossenen Bu00c3u00a4renshop http://www.bearwear.nl/BEARWEAR.NL/Enter_EU.html ) sieht amn das ein Bu00c3u00a4r eine Zehe mehr hat. Aussicht von JW ist da natu00c3u00bcrlich eine Verwechslunsgefahr gegeben, das Problem mist nur das die Bu00c3u00a4rentaze in der Natur vorkommt und nicht erst designt wurde. Diese verwechslungsgeafhr die hier JW sieht ist auch die Verwechlungsgefahr die bei der Eintragung der Taze als Marke hu00c3u00a4tte auffallen mu00c3u00bcssen. Die Taze als Marke hu00c3u00a4tte niemals eingetragen werden du00c3u00bcrfen.
Die Taze fu00c3u00bcr JW war schon am Tag der Eintragung eine extrem schwache und von Haus aus schon verwu00c3u00a4ssert.
Das Vorgehen von JW nun alle Pfoten, Tazen dieser Welt abzumahnen um eine verwu00c3u00a4sserung der marke vor zubeugen ist desshalb so unerhu00c3u00b6rt.

Ziel ist es die Austragung der Marke zu erreichen. JW hat sich einfach ein schlechtes Logo von der Taz geklaut.

Grundsu00c3u00a4tzlich ist Markenrecht wichtig:
Nun ja, wenn das aber alles mit Markenrecht zu tun hu00c3u00a4tte, gu00c3u00a4be ich dir recht.
Aber 5 Tatzen sind nicht 4 Tatzen, ein Bu00c3u00a4r ist kein Wolf und links ist nicht rechts.
Was hier alles abgemahnt wurde und auch nicht zuru00c3u00bcckgenommen wurde, lu00c3u00a4sst sich nicht mit Markenrecht begru00c3u00bcnden, sondern mit Paranoia.
Ich rede hier vom Bu00c3u00a4rensymbol und die Abmahnung gegen die Stuttgarter Bu00c3u00a4rencommunity und den Onlineshop bearwaer.nl.
wikipedia source: http://de.wikipedia.org/wiki/Bear_Community
Blog: http://skorpionstich.wordpress.com/2009/10/22/jack...

Meine Erwartungshaltung ist die. Man u00c3u00bcberpru00c3u00bcft alle Abmahnfu00c3u00a4lle und schaut genau hin, wo absichtlich koipiert wurde und wo es nur eine entfernte u00c3u0084hnlichkeit gibt.
as wu00c3u00a4re Augenmau00c3u009f.

@Nico(24)
Meinst du mich?
Entschuldige, ich dachte an "Trallafitti".
Ist gut oder? Sag's nicht weiter, ich hab's von einem Juristen geklaut.
PS. Der Streitwert ist doubliert.
Bei weiteren Widerworten "Ben Gurion"!

ah ja, die begru00c3u00bcndung wu00c3u00bcrde ich gerne lesen.

@Matthias(20)
Ruhig Brauner, ich bin schon dran...

Widerspruch:
Haben Sie das ganze wirklich nicht verstanden? Oder wird hier schon angebiedert an die Sicht potentieller, vom Web 2.0 u00c3u00bcberraschten Kunden? Wirklich erfurchtgebietend, wie glaubwu00c3u00bcrdig Sie Ihr Verstu00c3u00a4ndnis der Kundenperspektive beweisen. Das klingt fast wie ein Rebriefing fu00c3u00bcr JW.
Die Bastelmuttis haben bis auf hu00c3u00b6chstens eine keinerlei Markenrechte verletzt, es sei denn, der JW-Markenschutz dehnt sich dynamisch aus und umfasst jetzt plu00c3u00b6tzlich auu00c3u009fer (schu00c3u00a4gen) Wolfspfoten alle Tierspuren oder zwischenzeitlich erstmal Hunde, Katzen und Bu00c3u00a4ren.

Die Selbstzerstu00c3u00b6rung von JW liegt nicht an einem berechtigten Kampf gegen Markenverwu00c3u00a4sserung, die Empu00c3u00b6rung richtet sich gegen den bewussten JW-Kampf fu00c3u00bcr eine Markenausweitung. Was ist schlimm daran, das zu bemerken und zu kritisieren? Die 2. JW-Pressemitteilung stellt es so dar, als hu00c3u00a4tte JW Recht und sei jetzt mal kulant. Die Mehrheit der Kommentierenden findet das nicht und protestiert natu00c3u00bcrlich weiter. Entscheiden kann das nur das Gesetz und auch der Gesetzgeber.

Wollen Sie wirklich behaupten, dass Sie spu00c3u00a4ter mal von der guten alten Zeit schwu00c3u00a4rmen, als Buchstaben, Farben und Tierspuren Markenrechtlich schu00c3u00bctzbar waren?

Und: Haben Sie schon eine Abmahnung der Ausburger Puppenkiste bekommen? Wu00c3u00a4re nicht schu00c3u00b6n, oder? Und doch viel gerechtfertigtter als bei Katzenpfoten.

Wie war das noch mit Blogs und Klowu00c3u00a4nde!? Irgendwie ist da schon was dran.

Mir geht diese ganze aufgesetzte und systematisch geplante Empu00c3u00b6rungsmaschinerie der Blogger gehu00c3u00b6rig gegen die Schnur. Markeninhaber sind bald wohl nur noch Freiwild!

sorry, aber jw straft sich selber lu00c3u00bcgen und hat noch lange nicht fertig mit seinen absurden abmahnideen

http://skorpionstich.wordpress.com/2009/10/22/jack...

Das Beste dabei ist, dass wohl kaum jemand von diesen laut schreienden Leuten wohl auch nur ein einziges Kleidungsstu00c3u00bcck der Marke besitzt oder vorhat zu kaufen. lol.

wie hieu00c3u009f die Kanzlei von diesem Problemwolf gleich wieder?
Gute Leute!
Mir kommt da so 'ne Idee...

Und nebenbei bemerkt habe ich bei manchen Beitru00c3u00a4gen das Gefu00c3u00bchl, dass die Verfasser in den Diensten der Schadenbegrenzungsabteilung von JW stehen.

"Der bisherige No-Name (zumindest im Netz) erhu00c3u00a4lt trotz eindeutigem Fehlverhalten nebenbei noch das grou00c3u009fe A = Attention."

Eben nicht. Es war weder ein eindeutiges noch ein zweideutiges Fehlverhalten. Es war GAR kein Fehlverhalten. Oder ist es auch als Fehlverhalten zu sehen, dass Souvenierhu00c3u00a4ndler an Ost- und Nordsee Muschelbilder oder gar Muscheln selbst verkaufen, obwohl ein bekannter Mineralu00c3u00b6lkonzern doch das Bildrecht an der gemeinen Muschel hu00c3u00a4lt? Eben. Irgendwo muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen, wenn man sich nicht u00c3u00b6ffentlich komplett lu00c3u00a4cherlich machen will. Und JW hat sich furchtbar lu00c3u00a4cherlich gemacht.

Danke fu00c3u00bcr deinen Beitrag. Sonst mu00c3u00bcsste man sich als Blogger fu00c3u00bcr die Ergu00c3u00bcsse der werbeblogger wirklich fremdschu00c3u00a4men.

Das Zitat hast du schu00c3u00b6n aus dem Zusammenhang gerissen, so wirkt es nicht mehr selbstironisch sondern mau00c3u009flos.

Ohne das "u00c3u0096l ins Feuer gieu00c3u009fen" wu00c3u00a4ren die Abmahnungen wohl nicht zuru00c3u00bcckgenommen worden. Es haben sich ja noch einige Leute gemeldet, die bereits abgemahnt wurden und auch zahlen mussten.
Daher ja auch das a) b) a) in den Kommentaren...

Also ich wu00c3u00a4r schon dafu00c3u00bcr, jetzt die Konsequenzen zu ziehen und Jack Wolfskin schleunigst unter staatliche Aufsicht zu stellen. Eine Enteignung stellt in meinen Augen die einzig verhu00c3u00a4ltnismau00c3u009fige Lu00c3u00b6sung dar.

Der Tonfall beim Werbeblogger ist schon haarstru00c3u00a4ubend, keine Frage. Aber du scheinst das Problem auch nicht wirklich verstanden zu haben. Der Skandal ist ja weniger, dass JW hier ein paar Hausfrauen abgemahnt hat, sondern dass man den (legitimen) Schutz der eigenen Marke ins absurde treibt und auf alles, was einer Tierpfote auch nur im Ansatz u00c3u00a4hnelt, ein Monopol zu haben glaubt, auch wenn es (wie in den konkreten Fu00c3u00a4llen) Null Verwechslungsgefahr mit der Marke gibt.

Dazu dann noch das mit Millionenaufwand betriebene Auu00c3u009fenbild des naturverbundenen freiheitsliebenden u00c3u0096ko-Unternehmens, da darf man sich nicht wundern, wenn die Verbraucher jetzt mal genauer hinschauen und sich nicht mit wachsweichen Presseerklu00c3u00a4rungen zufrieden geben.

... Das Netz hierlu00c3u00a4u00c3u009ft seine Tatzen u00c3u00bcberall und reinigt sich danach selbst. Danke fu00c3u00bcr die klaren Worte @nico !

Der bisherige No-Name (zumindest im Netz) erhu00c3u00a4lt trotz eindeutigem Fehlverhalten nebenbei noch das grou00c3u009fe A = Attention. Super Brand-PR - von wem ist die Kampagne nochmal? Vermutlich der Kanzlei selbst ...

Ganz sooo kritisch bin ich jedoch gegenu00c3u00bcber @werbeblogger nicht. Saures muss halt auch mal richtig sauer sein, damit was passiert.

So - und jetzt habt euch wieder lieb!

fully ack.

Fu00c3u00bcr den Weltfrieden gibt es Stuhlkreise!

Dass da vu00c3u00b6lkische Begrifflichkeiten benutzt werden fand ich aber schon irgendwie lustig. Von JW hatte ich btw mal nen Rucksack. Da war ich 16 oder so.

"Es geht hier um Fleecepullis und nicht um Krieg und Frieden!" "Freifleece fu00c3u00bcr alle?"
ich finde diese polemik vollkommen unangebracht und verletzend. nein, es geht nicht um krieg und frieden. aber es geht verdammt noch mal auch nicht um das wohl eines unternehmens, sondern um das recht des verbrauchers!

und ganz ehrlich. hast du die abgemahnten produkte gesehen? bist du ernsthaft der meinung, dass ein rosa kissen mit katzenpfote abmahnfu00c3u00a4hig ist?

es geht hier ums prinzip. und darum, dass ein unternehmen nicht einfach wilde sau spielen kann. heute nicht MEHR. und in zukunft noch weniger. dank des internets fliegt heute auf, wer scheiu00c3u009fe baut. fru00c3u00bcher oder spu00c3u00a4ter.

und die "opfer" angemessen zu entschu00c3u00a4digen, wu00c3u00bcrde JW sicherlich keinen zacken aus der krone brechen. im gegenteil. mit einer ernst gemeinten entschuldigung ku00c3u00b6nnten die immer noch sympathie zuru00c3u00bcck- und hinzugewinnen.

"... in ein Unternehmen oder eine Marke hereinzuversetzen. Dort geht es nicht immer nur um Friede, Freude, Eierkuchen, sondern auch darum, Umsatz zu generieren, Arbeitsplu00c3u00a4tze zu sichern, Produkte zu entwickeln und lauter andere anstrengende Dinge mehr. Da ist es naheliegend, die eigene Marke zu schu00c3u00bctzen."

Damit hast recht. Und genau deshalb hat sich das Ganze zu einem feinen Patt entwickelt. Nur wer am Umsatz kratzt, bewirkt Veru00c3u00a4nderung, alte CSR-Regel. Und die Veru00c3u00a4nderung wu00c3u00bcrde ich sehen, wenn die Chefetage den Unterschied zwischen Katzenpfotenstoff (nach Information des Herstellers rechtefrei und kommerziell nutzbar) und einem Outdoor-Label verstanden hat.

Dir wu00c3u00bcrde - verzeih - ein bisschen Bionachhilfe auch nicht schaden. Bislang fehlt der schlu00c3u00bcssige Hinweis darauf, dass hier tatsu00c3u00a4chlich eine Rechteverletzung vorliegt. Und wir werdens wohl auch nie erfahren, weil Jack Wolfskin nicht etwa die Firma abmahnt, die Inhaberin der Nutzungsrechte an dem unter anderem monierten Katzenstoff ist. Da frag ich mich mal ganz naiv, wieso sie das nicht tun, wenn sie doch so unbedingt ihre Marke schu00c3u00bctzen mu00c3u00bcssen, um weiter feine Sachen zu entwickeln und Arbeitsplu00c3u00a4tze sichernd im Big Business mitzuspielen.

Die Nutzer von Dawanda haben "die Regeln eines Marktplatzes"anerkennen. Da Wurden (geschmacklich u00c3u00a4uu00c3u009ferst fragwu00c3u00bcrdige) Glitzerkatzentatzen neben Glitzertatzen auf Mu00c3u00a4dchen-Tshirts geklebt. Oder Hundedecken mit Hundepfu00c3u00b6tchen bestickt, wenn die Damen dabei u00c3u00bcberhaupt an einen Outdoorproduzenten im Taunus dachten(was ich stark bezweifle), dann hu00c3u00a4tten sie niemals vermutet, damit einen Markenrechtsverstou00c3u009f zu begehen. Die haben Jack Wolfskin mit Jacken und Fleece-Pullovern verbunden. Nicht mit Hundedeckchen.

Einerseits stimme ich dir zu. Der Forderungskatalog klingt ein wenig ultimativ und nach "Erfu00c3u00bcllen oder Krieg".

Andererseits scheinst du das abgemahnte Material noch nicht gesehen zu haben, sonst wu00c3u00bcrdest du nicht in die Bresche des Markenschutzes springen. Hier geht es nicht um den Schutz einer Marke sondern um Schmuckbilder in einem vu00c3u00b6llig anderen Kontext. Wu00c3u00bcrden wir diesen "vermeintlichen" Markenschutz weiterspinnen, wu00c3u00bcrden wir irgendwann dort landen, wo es verboten wu00c3u00a4re, eine Kindertapete mit Katzenbildern und dazugehu00c3u00b6rigen Pfu00c3u00b6tchenspuren zu verkaufen. SO weit darf der Schutz eines Logos nicht gehen.

Was du in deinem Beitrag vu00c3u00b6llig untergehen lu00c3u00a4sst, ist der Umstand, dass JW vu00c3u00b6llig dilletantisch aus PR- und Marketingsicht reagiert. Das solltest du als gepriesener Marketingexperte doch sofort ankreiden. Wu00c3u00a4re ein Wort der Entschuldigung soooo viel verlangt? Nein. Wu00c3u00a4re es nicht. Und es wu00c3u00a4re aus diplomatischer und PR-Sicht sehr schlau gewesen. Und hu00c3u00a4tte nix gekostet. Da zeigt sich dann doch wieder die Arroganz oder die Inkompetenz der Verantwortlichen.

Findest du aber nicht. Zumindest liest man bei dir nix davon. Schade eigentlich. So ru00c3u00bcckt man dann doch ein wenig in die Ecke des JW-Verteidigers..

Right. Manche mu00c3u00bcssen jetzt langsam wieder einen klaren Kopf bekommen. Ich denke, bei JW sind intern einige Krisensitzungen abgehalten worden. Zudem bin mir sicher wird man sich zuku00c3u00bcnftig genau u00c3u00bcberlegen, welches Nutz/Schadensverhu00c3u00a4ltnis bei leichtfertigen Abmahnungen vorliegt.
Forderungen gegenu00c3u00bcber JW halte ich fu00c3u00bcr u00c3u00bcbertrieben aber sie ku00c3u00b6nnen durchaus eine Hilfestellung fu00c3u00bcr andere Firmen sein, ihre zuku00c3u00bcnftige Abmahnstrategie auf einen Pru00c3u00bcfstadt zu stellen.

Trotzdem kauf ich kein JW.

Auch an dieser Stelle einen grou00c3u009fen Dank fu00c3u00bcr die zutreffenden Worte!

Wo Du recht hast, hast Du recht.

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